Das Wochenende: sehr nice. Samstag erst chillen und Karaoke mit TJ in Akihabara (oder, wie wir Insider-Cooletten sagen: Akiba). Da ich hier meine Japan-Karaoke-Jungfräulichkeit verloren habe, dachten wir uns, ne Stunde wird reichen. Gute zwei Stunden später, nach zahlreichen, unpassenden, semi-schrecklich oder auch zauberhaft gesungenen Liedern sind wir aus dem Laden wieder rausgetaumelt.
Dazu muss man sagen, für die, die Karaoke nur in deutschen Bars kennen wo Betrunkene auf die Bühne stolpern und sich vor versammelter Gesellschaft mit "Eternal Flame" zum Affen machen: Hier mietet man eine Art Abstellkammer mit Fernseher und state-of-the-art Karakokezubehör, allein, zu zweit, zu zwölft und singt dann ganz entspannt nur für sich und seine Freunde. Und es gibt ca. 750tausend Lieder zur Auswahl. Die meisten Japanisch.
Das ist GROßARTIG! Ich werde demnächst vermutlich tatsächlich mal alleine da hingehen und mir den Rotz von der Seele singen. Das ging mit TJ aber auch. Spaß.
(Für die Kenner unter uns: Ich habe "Chiisana Mado" und "Game" von Mucc gesungen, "Yume no Hana", "Tatakau Kimi yo" und "Materia" (!!!!!) von The Back Horn und außerdem "Burn" und "Hanareruna" von The Yellow Monkey sowie Remiromen und Sid... Mir fehlte nur "Kokonoka". Oh, und "Intergalactic". Ja, Beastie Boys! Yay! TJ hat Gackt gesungen und Dir En Grey, L´Arc en Ciel und Luna Sea... Wer diese Leute kennt, ahnt, was das für ein Spaß war. Wer nicht: Es war ein Riesenspaß!)
Wir waren dann noch essen und ich kam zu spät zu der Kimbab-Party in meinem Wohntrakt. War aber trotzdem nett. Und sehr lecker.
Sonntag war ich dann mit May und der kleinen Wei Ting aus dem Wohnheim in Jiyuu ga oka. Komischer Name für ein Stadtviertel? Finde ich auch... War aber super da. Nachdem wir zunächst in die falsche Richtung gelaufen sind, haben wir schließlich auch das eigentliche Ziel der einstündigen Reise gefunden, eine Art Ladenstraße für Schleckermäuler und Naschkatzen: Sweets Forest. Wir konnten uns kaum entscheiden, alles sah hervorragend aus, haben uns dann aber doch zu Soufflé hinreißen lassen. Ich wollte den Koch/Bäckermann heiraten (der auch nicht unsüß war...). So herrlich. Ganz fluffig und zart... Das Soufflé, nicht der Bäckermann. Ich hatte eins mit Mintgeschmack. Man bekommt das Soufflé und einen kleinen Pot mit Soße, soll ein Loch ins Soufflé graben, die Soße reinkippen und dann essen. Mmmmh... Ich hätte noch zehn davon essen können wollen.
Der Eingang von Sweets Forest.
Mini Rollcake Auslage.
Wei Ting und May.
Gebrauchsanweisung für Soufflé.
Mein Mintsoufflé.
Weil ich fand, daß ein Dessert an so einem Ort nicht genug ist, habe ich noch einen kleinen Satsuimo Rollcake mitgenommen. Süßkartoffel. Den hab ich dann Montag gegessen weil mein Bieberle Geburtstag hatte und ich das irgendwie feiern musste.
Satsuimo Rollcake
Anschließend sind wir noch in der Gegend herumgelaufen, ganz, ganz zauberhaft. Kleine Häuschen, süße Shops... Wir hatten die ganze Zeit das Gefühl, in einer kleinen Hafenstadt zu sein, ganz merkwürdig. Also, da würde ich wohnen wollen. War ein sehr schöner Tag, aber durch das ganze Rumgelaufe auch anstrengend.
Montag: Kanji. Die Lehrerin, eine kleine Frau mit stapelweise Blättern unter dem Arm und einer gewissen Aura von Autorität, hat uns erst mal erklärt, dass wir jede Woche nen arschvoll Hausaufgaben bekommen. Und dann hat sie uns nen Test schreiben lassen. Jap, in der ersten Stunde.
Aber: Der Kurs wirkt ok, und Hausaufgaben sind in diesem Falle vermutlich einen gute Idee um alle zu zwingen dran zu bleiben. Ja, noch bin ich optimistisch.
Nachdem ich die Mittagspause und die darauffolgende Freistunde damit verbracht habe, mit den anderen zu essen, eine Copycard zu kaufen, ein Bafög-Papier auszudrucken und es zum unterschreiben ins entsprechende Büro zu bringen (wofür die einen Antrag und eine Woche brauchen), wurde ich aus dem nächsten Kurs (Comprehensive Japanese) rausgeworfen weil das der war, in dem ich eigentlich in einer anderen Stufe bin. Die gleiche kleine resolute Frau die schon im Kanjikurs einen knallharten Eindruck machte, schickte mich und zwei andere raus zu einem Koordinator um das sofort zu klären. Der war natürlich nicht da. Also habe ich stattdessen auf May gewartet, sie verpasst, angeschrieben, doch noch gefunden... und wir haben zusammen die Miete überwiesen. Am Automaten. Mit Hilfe einer 4-seitigen Erklärung die wir vom Wohnheim bekommen haben. Aber nicht bevor wir zwei verschiedene Bankautomaten gefunden hatten die unseren entsprechenden Karten (meine japanische Bankkarte, Mays deutsche Kredit- und EC-Karte) Geld geben wollten...Stress, Dein Name sei Banken!
Nun habe ich morgen noch Grammatik und Unterhaltung und muss mich dann entscheiden, wie mein finaler Stundenplan aussieht. Kanji ist drin und der letzte hoffnungsvolle Kandidat ist Grammatik... Ja, Grammatik. Nicht spannend aber hilfreich.
Trotzdem werd ich den Grammatikunterricht machen. Die Lehrerin redet irre schnell und wirft uns mit ungeheuer sinnlosen Informationen über ihr Leben zu, wirkt aber sehr freundlich und auch ein bißchen lustig. Außerdem ist die Alternative zu Grammatik derzeit der Unterhaltungskurs/Sprechkurs. Der war die dritte Katastrophe des Tages. Nicht nur Selbstvorstellung, nein auch noch ein Interview mit einem random anderen Kursteilnehmer führen (auf Japanisch selbstverständlich) und dann nach vorne stiefeln und diesen anderen Kursteilnehmer vorstellen. Ich konnte plötzlich keinen graden Satz mehr formen. Ich hasse das. Und bei dem Programm, Referat, Rede, Rollenspiele und dann auch noch Keigo (Höflichkeitssprache)... da sag ich doch besten Dank, nein. Lieber Grammatik und nur einen Vortrag.
Ach ja, geregnet hat es auch. Und ich hatte mich mit Kotaro verabredet, dabei aber vergessen, dass ich eigentlich mit Erisa zu einem Kurs wollte und auch, dass ich eigentlich zum Photographie Circle (eine Art after-School-Club) wollte. Egal, nach dem Unterricht bin ich nach Shibuya gefahren und Kotaro, ein ehemaliger Austauschstudent von uns der in Kyoto wohnt und nur zu Besuch in Tokyo war, hat meinen Tag schön gemacht. Wir haben lecker gegessen und sind dann bei Loft und Tokyu Hands in Shibuya gewesen, beides geeignet für Tagesausflüge. Wir hatten seeehr viel Spaß. Danke, Kotaroooo! <3
Aber: Ich habe "This Book is full of Spiders" zuende lesen können auf der langen Fahrt. Lesen ist toll. Ich mach das grad wieder viel. Und allen die jetzt sagen: "Was tust du? Du bist in Japan, geh raus und mach was!":
- Ich gehe raus und mache was. Ständig. Diese Woche 5 Verabredungen.
- Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
- Ich lese zum Beispiel in der Bahn, abends im Bett, vor dem Unterricht...
- Freuen wir uns doch alle zusammen einfach, dass ich mal wieder so entspannt sein kann, dass ich die Muße zu lesen habe. In den letzten drei, sechs Jahren kam das nicht oft genug vor.
- Lesen in Japan ist auch etwas in Japan tun.
Mittwoch: Der Manga-Kurs ist super. Die Lehrerin legt Comics aus, jeder nimmt sich eins, liest und schreibt dann etwas darüber. Danach haben wir zusammen Neko Ramen gelesen und dann geschaut, Großartig!
Auch der "Japan Cool" Kurs wird nicht schlechter.
Habe Yutaka, einen weiteren unserer ehemaligen Austauschjapaner, zum Mittagessen getroffen, das war nett, bin dann nach Ôkubo gefahren um in einem mysteriösen Laden für Schulbücher die Grundschulbücher zu kaufen die ich für den Schönschreibunterricht brauche. Warum mysteriös? Riesenhaus, klitzekleiner Laden, drei Eingänge, einer eine Art mit Stapeln von Schulbüchern vollgestellen, gut beleuchtete Garage... Aber: Alles gefunden, weniger als zehn Euro für sechs Bücher bezahlt.
Ôkubo an sich ist aber nicht sooo schön. Endlich habe ich mal eine Gegend in Tokyo gefunden die nicht wunderschön ist mit Kaki-Bäumen in sauberen Gärten und glücklich spielenden Senioren auf der Straße.
Donnerstag: Auch nicht aufregend. Koto Unterricht. Die Lehrerin erwartet von uns, dass wir die seltsame, pentatonische Tonleiter in der das Koto gestimmt wird aus dem Kopf und nach Gehör stimmen können. Ähm, nein! Da brauch ich schon noch ein bißchen Hilfe vom Klavier...
Der Stundenplan sieht jetzt so aus:
Montag: 2. Stunde: Kanji
Dienstag: 1. Stunde Grammatik
Mittwoch: 1. Stunde Manga, 2. Stunde "Japan Cool"
Donnerstag: 1. Stunde Koto
Freitag: 2. Stunde Lesen, 4. Stunde Schönschreiben
Wirkt doch machbar und nett, abgesehen von dem ewigen frühen aufstehen. Und ich bin die einzige. Alle anderen stehen nicht ständig so früh auf. Positiv gesehen: Ich hab dann immer den ganzen Tag zum Sachen machen!
Abends bin ich nach Higashi Nakano gefahren (nicht der Skifahrort. Ein Stadtteil Richtung Shinjuku von hier aus) um mich mit Yuriya und ihrem Freund Takumi zu treffen und Yakiniku zu essen. Yakiniku bedeutet übersetzt "gebratenes Fleisch" und nichts anders ist es dann auch. Man bestellt kleine Portionen verschiedener Fleischsorten und brät sie schön auf dem Tischgrill.
Yuriya musste sehr lange arbeiten, also sind Takumi und ich alleine los und haben ein Stündchen gegrillt. Er hat sehr leckere Sachen ausgesucht und es war sehr nett! Als Yuriya kam hat sie noch ein bisserl gebrutzelt und dann sind wir zu dritt Karaoke singen gegangen. Leider hatten wir nur etwa eine Stunde Zeit (die letzte Bahn ist in Tokyo so´ne Sache...), aber mann, war das lustig. Das nächste Mal machen wir das definitiv länger und quälen uns gegenseitig mit absurden Songs. :D Ein seeeehr schöner Abend der mich beschwingt ins Bett hat fallen lassen.
Freitag: Nix. Na, gut, Uni. Aber sonst nix. Ich mag meinen Lesekurs (Frontalunterricht, dann Übungen allein (keine blöde Partnerarbeit), dann korrigiert der Lehrer kichernd) und ich liebe Schönschreiben. Heute haben wir das Zeichen für "Himmel" in verschiedenen Versionen aus verschiedenen Zeitperioden gemalt und uns währenddessen über Energie und Erdöl und so was unterhalten. Na gut, ich nicht, aber ich war auch damit beschäftigt, die Kalligraphie-Künste meiner chinesischen Nachbarin zu bewundern...
Dann habe ich mir im großen Supermarkt an der Uni ein Deo, einen schönen Regenschirm und ein paar Schuhe gekauft die eigentlich zum drinnen tragen an japanischen Schulen gedacht sind. Sehr bequem. Davon nehm ich welche mit heim. Sind nämlich auch noch billig.
Nächste Woche gibts bestimmt ein bißchen weniger, die Uni ändert sich ja jetzt nicht mehr und ich verspreche, nur aufregendes zu berichten.
Bonusbilder:
Mmmh, Mensa Ramen mit frittierten Wan Tans.
Dienstag: Schrecklicher Tag. Der erste echt schreckliche Tag seit ich hier bin. Ich bin zu früh zur Uni gelaufen und hab da fast ne Stunde umsonst verbracht. Alleine. Um acht Uhr morgens. Nicht cool. Der Grammatikunterricht fing mit der schlimmsten Selbstvorstellung (die ich ja per se hasse wie die Pest) der Welt an. Anstatt einfach zu sagen, wer und woher wir sind, mussten wir aufschreiben, was wir als Tier/Farbe/Krankheit/Wetterfront wären und warum, dann einen der Zettel ziehen und kommentieren und am Ende nochmal den Kommentar kommentieren. Und dann das ganze nochmal mündlich vortragen. What. The. Fuck? Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber ich fand das so schlimm, dass ich mich ernsthaft fast übergeben hätte.Trotzdem werd ich den Grammatikunterricht machen. Die Lehrerin redet irre schnell und wirft uns mit ungeheuer sinnlosen Informationen über ihr Leben zu, wirkt aber sehr freundlich und auch ein bißchen lustig. Außerdem ist die Alternative zu Grammatik derzeit der Unterhaltungskurs/Sprechkurs. Der war die dritte Katastrophe des Tages. Nicht nur Selbstvorstellung, nein auch noch ein Interview mit einem random anderen Kursteilnehmer führen (auf Japanisch selbstverständlich) und dann nach vorne stiefeln und diesen anderen Kursteilnehmer vorstellen. Ich konnte plötzlich keinen graden Satz mehr formen. Ich hasse das. Und bei dem Programm, Referat, Rede, Rollenspiele und dann auch noch Keigo (Höflichkeitssprache)... da sag ich doch besten Dank, nein. Lieber Grammatik und nur einen Vortrag.
Ach ja, geregnet hat es auch. Und ich hatte mich mit Kotaro verabredet, dabei aber vergessen, dass ich eigentlich mit Erisa zu einem Kurs wollte und auch, dass ich eigentlich zum Photographie Circle (eine Art after-School-Club) wollte. Egal, nach dem Unterricht bin ich nach Shibuya gefahren und Kotaro, ein ehemaliger Austauschstudent von uns der in Kyoto wohnt und nur zu Besuch in Tokyo war, hat meinen Tag schön gemacht. Wir haben lecker gegessen und sind dann bei Loft und Tokyu Hands in Shibuya gewesen, beides geeignet für Tagesausflüge. Wir hatten seeehr viel Spaß. Danke, Kotaroooo! <3
Kotaro.^^
Auf dem Heimweg waren alle meine Bahnen so voll, dass ich stehen musste. Meine Knie und meine Fußknöchel (die sehr empfindlich geworden sind) waren angeschwollen und schlecht gelaunt. Das drückte sich so aus, dass sie mir wehtaten.Aber: Ich habe "This Book is full of Spiders" zuende lesen können auf der langen Fahrt. Lesen ist toll. Ich mach das grad wieder viel. Und allen die jetzt sagen: "Was tust du? Du bist in Japan, geh raus und mach was!":
- Ich gehe raus und mache was. Ständig. Diese Woche 5 Verabredungen.
- Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
- Ich lese zum Beispiel in der Bahn, abends im Bett, vor dem Unterricht...
- Freuen wir uns doch alle zusammen einfach, dass ich mal wieder so entspannt sein kann, dass ich die Muße zu lesen habe. In den letzten drei, sechs Jahren kam das nicht oft genug vor.
- Lesen in Japan ist auch etwas in Japan tun.
Mittwoch: Der Manga-Kurs ist super. Die Lehrerin legt Comics aus, jeder nimmt sich eins, liest und schreibt dann etwas darüber. Danach haben wir zusammen Neko Ramen gelesen und dann geschaut, Großartig!
Auch der "Japan Cool" Kurs wird nicht schlechter.
Habe Yutaka, einen weiteren unserer ehemaligen Austauschjapaner, zum Mittagessen getroffen, das war nett, bin dann nach Ôkubo gefahren um in einem mysteriösen Laden für Schulbücher die Grundschulbücher zu kaufen die ich für den Schönschreibunterricht brauche. Warum mysteriös? Riesenhaus, klitzekleiner Laden, drei Eingänge, einer eine Art mit Stapeln von Schulbüchern vollgestellen, gut beleuchtete Garage... Aber: Alles gefunden, weniger als zehn Euro für sechs Bücher bezahlt.
Ôkubo an sich ist aber nicht sooo schön. Endlich habe ich mal eine Gegend in Tokyo gefunden die nicht wunderschön ist mit Kaki-Bäumen in sauberen Gärten und glücklich spielenden Senioren auf der Straße.
Donnerstag: Auch nicht aufregend. Koto Unterricht. Die Lehrerin erwartet von uns, dass wir die seltsame, pentatonische Tonleiter in der das Koto gestimmt wird aus dem Kopf und nach Gehör stimmen können. Ähm, nein! Da brauch ich schon noch ein bißchen Hilfe vom Klavier...
So siet "Sakura" aus wenn man es für Koto aufschreibt. Zahlen. Sexy!
Danach war ich bei meiner tollen Academic Advisor Professorin und habe meinen Stundenplan von ihr absegnen lassen. Sie fand ihn toll und war neidisch auf meine tollen Kurse (ihre Worte!). Ich bin sehr zufrieden mit meinem Stundenplan und ich liebe Professor Saito. Der Stundenplan sieht jetzt so aus:
Montag: 2. Stunde: Kanji
Dienstag: 1. Stunde Grammatik
Mittwoch: 1. Stunde Manga, 2. Stunde "Japan Cool"
Donnerstag: 1. Stunde Koto
Freitag: 2. Stunde Lesen, 4. Stunde Schönschreiben
Wirkt doch machbar und nett, abgesehen von dem ewigen frühen aufstehen. Und ich bin die einzige. Alle anderen stehen nicht ständig so früh auf. Positiv gesehen: Ich hab dann immer den ganzen Tag zum Sachen machen!
Mmmh, Mensa... Irgendein Don (Reis mit etwas drauf) mit Hühner-Hack-Bällen. Lecker.
Abends bin ich nach Higashi Nakano gefahren (nicht der Skifahrort. Ein Stadtteil Richtung Shinjuku von hier aus) um mich mit Yuriya und ihrem Freund Takumi zu treffen und Yakiniku zu essen. Yakiniku bedeutet übersetzt "gebratenes Fleisch" und nichts anders ist es dann auch. Man bestellt kleine Portionen verschiedener Fleischsorten und brät sie schön auf dem Tischgrill.
Yuriya musste sehr lange arbeiten, also sind Takumi und ich alleine los und haben ein Stündchen gegrillt. Er hat sehr leckere Sachen ausgesucht und es war sehr nett! Als Yuriya kam hat sie noch ein bisserl gebrutzelt und dann sind wir zu dritt Karaoke singen gegangen. Leider hatten wir nur etwa eine Stunde Zeit (die letzte Bahn ist in Tokyo so´ne Sache...), aber mann, war das lustig. Das nächste Mal machen wir das definitiv länger und quälen uns gegenseitig mit absurden Songs. :D Ein seeeehr schöner Abend der mich beschwingt ins Bett hat fallen lassen.
Higashi Nakano. Yuriya sagt, es sieht dort noch aus wie in den 70ern. Und es ist ein bißchen Schanzig-cool.
Freitag: Nix. Na, gut, Uni. Aber sonst nix. Ich mag meinen Lesekurs (Frontalunterricht, dann Übungen allein (keine blöde Partnerarbeit), dann korrigiert der Lehrer kichernd) und ich liebe Schönschreiben. Heute haben wir das Zeichen für "Himmel" in verschiedenen Versionen aus verschiedenen Zeitperioden gemalt und uns währenddessen über Energie und Erdöl und so was unterhalten. Na gut, ich nicht, aber ich war auch damit beschäftigt, die Kalligraphie-Künste meiner chinesischen Nachbarin zu bewundern...
Dann habe ich mir im großen Supermarkt an der Uni ein Deo, einen schönen Regenschirm und ein paar Schuhe gekauft die eigentlich zum drinnen tragen an japanischen Schulen gedacht sind. Sehr bequem. Davon nehm ich welche mit heim. Sind nämlich auch noch billig.
So bequem!
Mein hübscher Regenschirm!
Nächste Woche gibts bestimmt ein bißchen weniger, die Uni ändert sich ja jetzt nicht mehr und ich verspreche, nur aufregendes zu berichten.
Bonusbilder:
Das Whiteboard unten in meinem Wohnheim. Täglich kommen neue lustige Kreaturen dazu...
Mein Duschkörbchen mit dem ich mein Shampoo durchs Haus trage.
Ein fröhliches Radiergummi das mich aufheitert, selbst wenn ich einen fehler ausradieren muss. Braves Radiergummi!
Nächstes Jahr ist Jahr der Schlange, also gibts überall Schlangenzeug: Schlangenkarten, schlangenförmige Steine, Schlangen-Sticker... Diese waren die besten.

















































