Sunday, January 26, 2014

London Calling!

Sonntag:
Von halb 12 bis halb 3 in der Bib, fertig!
Ich geh jetzt schlafen.
Und dann schaue ich ne Staffel Simpsons oder so.
Irgendetwas guilt-freies unproduktives.
Checkliste, check! 
Montag
Aufgewacht als Glenn um 6.30h das Haus verließ. Festgestellt, dass alle anderen auch wach sind: Mädchen nebenan, Ross&Renee... Konnte nicht mehr einschlafen. 
Das Essay noch einmal durchgesehen und dann eingereicht (online). 
Fühle mich wie ausgekotzt (ich vermute eine Mischung aus dem abfallenden Stress und Mädchenproblemen), beschlossen, den Tag im Bett zu verbringen.
Stattdessen Nägel lackiert. Ironman...?
Niiice! 
Morgen dafür mehr. Und soziale Interaktion, versprochen. Das muss ich ja auch wieder lernen. 
Dienstag:
Mit Claire für sehr lecker Yaki-Udon Lunch (bei Wagamama) in der Stadt getroffen und dann zusammen, bis etwa 16.30h versucht Basteldraht zu finden. Scheint unmöglich zu sein. Weder die Läden die sind wie kleine Baumärkte, noch Näh-Läden, noch Poundshops haben so etwas. Das kann doch nicht sein. Der tatsächliche Bastelladen im Merrion-Center hatte geschlossen wg. Inventur und ist jetzt meine letzte Hoffnung.
Yakiudon mit Ingwer.
Randomly entdeckt, dass es hier einen Forbidden Planet gibt. Woohoo!
Eigentlich wollte ich noch mit Ayako ins Kino, aber die ist verschollen und so habe ich einen sehr schönen Tag mit Claire verbracht und bin dann heim.
Auf dem Heimweg massiv den Knöchel umgeknickt und zu Hause Ross einen "Geschafft"-Lindt-Hasen gegeben und ihn dann für den Rest der Woche verabschiedet weil er heim fährt.
Abgesehen davon, dass ich jetzt drei Nächte allein mit Glenn bin, ein guter Tag.
Mittwoch:
Kack Knöchel ist angeschwollen und auch etwas bläulich. Wie sehr, fiel mir erst auf, als ich Schuhe anzog und der eine Schuh irgendwie nicht so zu ging wie der andere...
Welcher ist der fette, umgeknickte?
Auf dem Weg zu Sainsbury's Claire und ihre Oma getroffen. Ich möchte auch meine Oma da haben!
Zimmer aufgeräumt weil das dringend nötig war.
Nachmittags mit Ayako fürs Kino getroffen. Treffen wollen. Ich hab ca 45 min auf sie gewartet, sie sagte Bescheid, dass sie zu spät kommt. Da sie aber ca 7min vom Kino entfernt wohnt, war ich verwirrt... Drei Anrufe später konnten wir klären, dass Sie in Kirkstall am Kino war und ich in der Stadt.... Oh, Ayako, Du bist mein Ryoga! Wir haben uns dann in der Stadt getroffen und anstatt Frozen zu schauen, waren wir einen Super-Bio Burger essen.
Mitbringsel von Ayako aus Japan:
 Maccha Au Lait
 Maccha- Sakura KitKat
Kumamon kuschelt mit Hello Kitty
Ich habe Tränen gelacht. Sie hatte den Treffpunkt vorgeschlagen.... Wie kann man das verbocken?
Guter Abend, trotzdem. Ob wir es je ins Kino schaffen?
Donnerstag:
Nix.
Als ich aufstand um Zähne zu putzen kam aber Glenn aus seinem Zimmer geschossen um über die Stromrechnung zu sprechen. Ich werd da immer ganz...paranoid wenn er das macht. Das ist, als ginge jemand hinter mir die Treppe hoch. Gruselig. Und das dann im Pyjama und vorm Zähneputzen. Nicht cool!
Den Rest des Tages im Bett verbracht. Mmmh.... Niiiceeee!!!
Schöne Brotdosen, 1,5GBP, nice!
Der Rucksack für London muss noch gepackt werden. Ich freue mich sehr! Kerstiiiinnn, ich kommmeeee!
Freitag:
Ahhh, London. Die Fahrt war... mäßig. Musste rückwärts fahren weil ich doof bin und mir war SO schlecht! Aber der Platz neben mir blieb trotz Reservierung frei und ich konnte rumhibbeln und schauen, wie ich am besten sitze, um nicht zu kotzen.
Britischer Zug.
Am Bhf Kings Cross traf ich dann die zauberhafte Kerstin und wir haben uns aufgemacht, Uniqlo zu finden. Kurz mal was gekauft, kurz zu Selfridges, verlaufen aber Artbox gefunden, lustige Verkäufer in der Spielzeugabteilung getroffen, dann nach Sheperds Bush in das ungelogen größte Einkaufszentrum in dem ich je war wo wir Craftholic Tiere kauften.
 Uniqlooooo!!!!
 Kuchen und lustige Limo bei Selfridges
 Regent Street
Der Eingangsbereich (!!!) von Westfield
Wir waren völlig unerklärlich vollkommen erledigt... Also heim in Kerstins sehr nice relativ neue Wohnung, auf die Couch mit chinesischem Essen, Community und Ghost Hunters. Sehr guter Tag!
Samstag:
Mittags los zum Piccadily Circus und in Chinatown rumgelaufen. Sehr lecker koreanisch gegessen. ZU Artbox, Fopp und Forbidden Planet, dann einen Kaffee getrunken und in der Nähe vom Piccadily Circus erst einen japanischen Supermarkt und dann einen Karaokeladen deluxe gefunden. Ein japanischer Buchladen unter einem Dry Cleaning Schild und wenn man durchgeht, dann gibts Karaoke-Räume. Eine Stunde gesungen als ginge es um mein Leben. Kerstin hat einen einzigen Song untergebracht. Sorryyy!!! Das war SO toll. Mmmh, singen.
 Picadilly Circus Wahnsinn
 Chinatown
 Koreanisches Essen....*_*
 Picadilly Circus bei Nacht
Japanischer Supermarkt
Geheimer Karaokeladen in einem Buchladen der als Cleaner getarnt ist
Foto von hier
Auch wenn das nicht sooo aufregend klingt, wir waren fertig. In London die Touristengegenden machen einen einfach fertig.
In Walthamstow (wo Kerstin wohnt) haben wir uns dann einen Sack voller Knabberkram und Süßigkeiten gekauft und waren so gegen acht oder neun zu Hause und haben uns noch hier amüsiert. Guter Tag.
Kuriose Cola angeblich aus HH... 
Ganz deutlich mag ich nicht zurück nach Leeds.
Sonntag:
Rumgedaddelt weil es geregnet hat und uns gescheut raus zu gehen. Gegen 14h sind wir dann doch los, nach Islington. Zauberhafte Gegend. Dort lecker, lecker japanisch gegessen (das Lokal, Tenshi, war wie in Japan, ein Traum!), ein paar super Läden angeschaut und dann nach Kings Cross für die Heimfahrt.
 Agedashidofu - Vermutlich mein All-Time-Favorite Essen
Okonomiyaki mit Prawns
Super japanisches Interieur
Wir waren zeitig da und wollten eigentlich noch einen Kaffee trinken, aber mein Zug war gecancelled und ich musste einen vorher nehmen. Der dann rappelvoll war, Leute mussten stehen. Ich hab nach einiger Zeit einen Sitzplatz gefunden den das Mädchen neben mir mit ihrer Tasche belegt hielt. Rappelvoller Zug, da braucht so eine Tasche dringend einen Sitzplatz!
Nach etwa 10min Fahrt blieb der Zug dann stehen und die Durchsage teilte uns mit, dass es technische Probleme auf der Strecke gäbe... Am Ende war ich nur etwa 15min später in Leeds als ich mit meinem späteren Zug gebraucht hätte, ich beschwer mich also nicht.
In Leeds: Glenn sitzt mit Freunden im Wohnzimmer, zwei Stockwerke unter mir und ich hör jedes Wort. Ich weiß nicht, wie oft Ross das schon gemacht hat und ich hab nie etwas gehört... Sind Glenns Freunde auch schwerhörig? Schreien die grundsätzlich?
Londoner Beute:  Spacekatze von Craftholic (Sein Name ist Kacho*_*), Pop Tarts, Salz und Pfeffer aus Japan, Sesamdressing, Kleinkram von Artbox, Kekse aus Japan, Leggins von Uniqlo
Nicht im Bild weil an meinen Beinen: fuchsiafarbene Hose von Uniqlo
Ich will zurück nach London. Zur tollen Kerstin, ihrer tollen Wohnung, der tollen Stadt und den schnarchenden Nachbarn. Meh!
Aber: Glück gehabt: es fing erst an zu regnen, als ich schon im Trockenen war. 

Sunday, January 19, 2014

Licht am Ende des Tunnels...

Sonntag
Another crap day... Aufstehen, auf zum Schreib-Gulag aka The Library. Ich kam um 12.15h und habe nur mit viel Glück und Mühe einen freien Platz gefunden... 
Unerwarteterweise war ich aber recht schnell fertig und konnte gegen 15h schon einkaufen marschieren (mein Workout/Atemluft-Programm dieser Tage).  
O_O 
Commentaries check!? Woohoo! 
Müssen heute nur noch revised werden, dann kann ich abschicken und morgen in hard copy abgeben. Ich kanns noch gar nicht glauben. 
3 down, 2 to go! 
Go me! 
Lustig ist, wie der Wunsch etwas gut zu machen und ordentliche Noten zu bekommen im Laufe der Zeit schwindet und erst "nur fertig werden" weicht um dann zu einem "nur überleben" wird. Ach, Uni, beste Zeit meines Lebens. Nicht!
Montag:
Vorm Weckerklingeln aufgewacht. Beschlossen, zu duschen. Nackig in der Dusche festgestellt, dass diese nicht funktioniert. Nachfragen bei Renee ergab, Elekrizität ist alle, muss aufgeladen werden. Ich bin ja schon seit ner Woche da, das hätten die Jungs ja auch nicht schon mal machen können beim Nähern der 0 Marke am Zähler... Ich also los, Strom kaufen. Zurück zu Hause, ich wollte mein Zeug auf einen USB-Stick packen, dann los, fährt mein Laptop erst einmal eine gefühlte bazillion Updates.
Ich habs dann aber in die Uni geschafft, hab die Sachen online abgegeben, zwei davon ausgedruckt und dann... Im ersten Stock im Haus der Modern Languages war im rechten Foyer folgendes: Auf den kleinen Tischen lagen Zettel die man ausfüllen musste mit Name, Studenten Nummer und Seminar-Code, überall standen, knieten, lehnten Studenten die die ausfüllten, ein Tisch mit drei Menschen dahinter war dafür zuständig die Hausarbeiten anzunehmen, abzustempeln, dass diese "on time" abgegeben wurden und einem dann einen Abschnitt vom Ausfüllzettel zu geben der auch mir das bestätigt. WTF. Was für ein Aufwand. Nichts mit kurz ins Büro, ins Körbchen vom Prof und fertig...
Anstehen, gestempelt werden und alles! 
Der ganze Campus war voller Menschen, alle in Panik weil Abgabe oder Exam angesagt war...
Anschließend war ich kurz in der Bib, hab mir dann nen Keks gekauft und mich in die Sonne gesetzt. Ja, Sonne!
Drei Minuten vor 12 rannte Ayako an mir vorbei um ihr Zeug abzugeben, Natalie war immerhin eine Minute früher... Ayako und ich sind dann auf der Suche nach einem sagenhaften koreanischen Restaurant in die Stadt gelaufen. Vergeblich. Stattdessen gab es Phó in der Trinity Kitchen und jede Menge Spaß. Wir hatten beide menschlichen Kontakt, frische Luft und etwas ordentliches zu essen nötig...
Mmmh, Phó!
Ab heute gibts dann erst mal Translation, zur Abwechsung etwas anderes. Da freue ich mich regelrecht drauf.
Ich möchte sehr gern Kakao trinken, aber mir ist nicht zu trauen mit der Spühsahne...
PS: Natürlich hat es abends noch geregnet. Was wäre hier ein Tag ohne Regen?
PPS: Der Text für die Übersetzung hat das gleiche Thema, dass wir schon vor ein paar Wochen hatten (public welfare). Ist das gut oder schlecht?
Dienstag:
Beschlossen, dass ich etwas ... Freizeit brauche. In die Stadt gelaufen und für sehr wenig Geld ein paar Klamotten gekauft.
Erst Nachmittags an der Übersetzung gearbeitet und die Quellensuche für das Essay auf Mittwoch verschoben.
SMS vom Vermieter bekommen, wo meine Miete bliebe... Die hab ich aber schon im Dezember überwiesen... Mit Bankdaten, die Ross mir gegeben hat. Weil er selber nicht auf meine Anfrage reagierte sie mir zu schicken... Jetzt hab ich Bauchweh.
Einmal in meiner Uni-Karriere hätte ich gern, dass Ende des Semesters, wenn ich Klausuren schreiben/Hausarbeiten schreiben muss, NICHT Drama- und/oder Krankheitssaison ist. Aber dafür hab ich ja auch noch nächstes Semester Zeit, gell?
Zum Glück gabs schnell ne Antwort und es stellte sich heraus, dass er einfach nur verpooft hat, dass das Geld im Dezember schon für Januar war (wie in der Betreffzeile angegeben...). Ach, Adrian, Du Knallkopf!
Mittwoch:
Auf mein Geschenk von mir für mich wartend zu Hause geblieben anstatt mich zum Übersetzen in die Uni zu begeben. Oh, die Ablenkungen!
Plötzlich möchte ich seeeehr gerne meine JLPT N2 Grammatikbuch durchgehen. Ich möchte aufräumen, das Bett neu beziehen, den Schrank neu sortieren, Kleiderbügel kaufen...
Zum Glück ist die Übersetzung nicht gar so schrecklich und bis auf zwei Monster-Sätze ganz gut machbar. Ich bin zwar immer noch eher für literarisches zu haben, administrativer Kram ist aber auch OK.
Oh, der Horror wenn man sich allein im Haus wähnt und dann geht im ersten Stock eine Tür auf... Graarrr...
Yay, mein Geschenk:
Ipod Nano.
Nachmittags mehr Übersetzing, dann kurz zu Sainsbury's, was zu essen kaufen. Am Ende gab es indisches Mikrowellen-Essen. Jup, ich, indisches Essen. Eine seit 1992 nicht mehr dagewesene Kombination!
War tatsächlich gut. Sowohl für Indisches Essen (irgendetwas mit Shrimps), als auch für pre-made-Mikrowellenkram.
King Prawn Makhani with Rice
Mit dem Ipod gekämpft. Boah, ich hasse Apple Kram! Echt! Warum ich den habe? Weil ich nun schon alle Musik in itunes habe... Drag&Drop! Das ist einfach, ihr Apple-Wichser! Warum habt ihr das abgeschafft? Freaks! Arrrrggghhhhh!!!!
Abends im Bett vor der Welt versteckt.
Ab morgen heißt es: Essay! Ich mag nicht mehr.
Donnerstag:
Liebes Tagebuch, dieser Tag war Scheiße! Mit großem S, ja.
Ganz entspannt aufgestanden, geduscht, gegen mittag an die Uni... Auf dem Weg erinnerte mich eine SMS von Mariko daran, dass ich bis 12 Uhr hätte meine Übersetzung abgeben müssen. Und ich hatte nicht mal alles noch mal hübsch gemacht... Unfassbar! Ich hab also 40min zu spät abgegeben, was mich 5 Punkte in der Wertung kostet. Super. Als ob ich Punkte zu verschenken hätte...
Ich hab mich dann noch drei Stunden in ERIC gesetzt (neben Mariko, die hab ich ewig nicht gesehen gehabt, das war also schön) und Zeug fürs Essay gelesen. Zu viel Material zum durchsehen, zu wenig brauchbares!
Ich wiederhole: Arrgghh...
Ziemlich voll in ERIC, bestimmt zehn Leute.
Ganz links und klitzeklein: Claire.
Mich für kommenden Montag nach der Abgabe mit Claire und wer-auch-immer-sonst-noch-mag zum Lunch verabredet. So als Lichtblick nach Ende des Terrors.
Gegen vier einkaufen gegangen und dann heim, Family Guy schauen und versuchen, nicht zu weinen.
Abends hab ich dann aber mit Kerstin geschnackt und meinen Zug nach London am kommenden Freitag gebucht. Mein Licht am Ende des Tunnels.
Freitag:
Viel zu früh aufgewacht und schon gegen 11 in die Uni gelaufen. Warum den Tag nicht nutzen wenn man ihn  schon mal hat?
Gefühlte zillion Papers und Artikel gelesen (effektiv waren es 11). So, gelesen hab ich, morgen geht das Schreiben los. Hab ich gar keinen Bock drauf. Gegen hab vier konnte ich auch nicht mehr, da ging nichts rein ins Hirn.
Schnell ne Erbsensuppe bei Tesco besorgt, dann heim.
Adrian, der Vermieter kam und hat die Glühbirne im Bad ausgetauscht. Vorbei mit im Dunkeln pinkeln! Wooho!
Total bekloppter, insignifikanter, langweiliger Tag.
Meine sozialen Fähigkeiten neigen sich auch langsam gegen Null... Ich meide menschlichen Kontakt. Zu anstrengend, Small Talk und so. Kein gutes Zeichen. Als nächstes baue ich mir hier in der Zimmerecke eine Höhle... Uiuiuiui.
Samstag:
Another shitty day. Um halb 12 in der Bib gewesen. Rappelvoll. Ich frag mich, wann die anderen da so aufschlagen...
Sehr mit jedem Wort gekämpft. Mein Hirn ist wirklich ganz leer und es fällt mir super schwer sinnvolle Sätze mit logischem Zusammenhang auf Master-Niveau zu schreiben. Wenn ich das überhaupt je konnte. Noch dazu sind meine Notizen unsortiert und ich muss vor jedem neuen Abschnitt erst einmal eine halbe Stunde alles ordnen.
Leider ist das Internet voller Ablenkungen. Ich habe gelernt, dass ich, wäre ich ein Star Wars Charakter, Prinzessin Leia wäre, Portland die Stadt ist in der ich leben sollte (ähm, ich glaube nicht), und dass mein geistiges Alter 21 ist (während der Durchschnittsbürger eher 5 Jahre älter ist)...
Ich habe aber dann doch die Hälfte geschafft und habe jetzt stehen: Introduction, Examples of Crowdsourced Translation (non-commercial und commercial) und Corporate Motivation. Fehlen noch User Motivation, Impact on Translation Industry und Conclusion. Wenn ich morgen überlebe, ist alles erst mal ok.
Das ist das Mantra: Überleben.
Ich stelle fest, dass es viel schlimmer ist, sich in vier verschiedene Themen einlesen und dann kurze Sachen zu schreiben als in einem Thema zu sein und dann irgendwann runterschreiben zu können.
Zur Info: Ich habe für diese Sachen etwa 1000 Seiten Text varibler Größe und Gefülltheit gesichtet und ca 600 tatsächlich gelesen. Daraus resultierten etwa 6 bis 11 Seiten Notizen (in Word) pro Thema und das dann komprimieren auf 1500-2000 Wörter je Thema (ca 4-5 Seiten)... Das ist reine Qual. Mein Kopf ist voller Scheiß. Und ich meine nicht den Spaß Scheiß...
Als um halb 5 die Durchsage kam, dass die anfangen, die Bib zu schließen (von oben nach unten, Computer-Etage schließt um 16.45h) war das dann eine willkommene Ausrede für heute aufzugeben.
Morgen ist der letzte Tag!!! Woohoo! Nur noch fertig werden!
Die erste unappetitliche Toilette hier... 
Aber die Tür ist hübsch...
Hab mir bei Morrisons Hühnchen gegönnt, eine halbe Brust und ein Bein. Mmmh... Huhn! Ich muss mir dieses einseitige essen abgewöhnen. Lustiger Fakt über mich: Wenn ich einmal Gefallen an etwas gefunden habe, kann und will ich das wochenlang essen. Gerne auch ausschließlich.
Btw: Rob ist bisher nicht aufgetaucht. Ross hat kurz mit ihm gesprochen (vor dem Exam zu dem Rob nicht auftauchte), aber ohne echte Info... Oh, Robert. Du wirst doch nicht etwa aufgegeben haben?

Sunday, January 12, 2014

Same old, same old

Und da bin ich wieder.
Es war so schön zu Hause! Highlights waren... alle treffen. Na gut, fast alle.
Weihnachten war super, mit den STiNE Kollegen rumhängen war super, Silvester war toll, Katzen kuscheln war super, Geschwister kuscheln war super, das Phantom der Oper war super, alles super!
 Highlight: Essen von, mit und bei Sumire! *_*
 Weihnachtsessen bei Muttern.*_*
 Kuschelmietzen being kuschelig!
 Alles+Huhn in Satay-Sauce mit Kai und Jens. Reisberg von Sabine.
Superessen mit STiNE-Kollegen bei Neriman... 
Fast alles. Nicht super: dass ich jetzt genau zwei Tage für die zweite Hälfte des ersten Commentary, und 5 Tage für zwei weitere habe. Und dann kommt noch das Essay. 
Ja, ich hätte mehr tun können, zu Hause. Ich hab aber lieber liebe Leute getroffen, lecker gekocht, Kinder gekuschelt... Selbst schuld, ich weiß.
Lustiges vom Flug: 
- auf dem Hinflug war alles voller Teenager auf Klassenreise, die haben sich tatsächlich über die anwesenden Kinder beschwert, dann aber selbst Kaugummi an den Sitz geschmiert. Wenn ich die Wahl habe, zwischen krakelenden Babies und fremderleuts Kaugummi bin ich aber bei den Kindern! 
- auf dem Rückflug: neben mir ein alter Trinker. Als er hört, dass ich in Leeds wohne, packt er Horrorstories über das Ghetto, Gangs und Verbrechen aus. Leider weiß ich das schon. 
Etwas unheimlich: Eine Familie flog mit mir nach HH und auch wieder zurück. Mutter, Tante, Zwillingsmädchen mit Kuschelhasen und der große Bruder... Zufall?
Zuhause angekommen geht alles nahtlos weiter. Ross und Renee im Commonroom sind gechillt, Rob ist nicht da, Glenn schreit seiner Familie auf den Philippinen etwas zu und die chinesische Nachbarin macht komische Geräusche. 
Kann ich wieder heim zu meinen Katzen, meinem Bett, meinem Bad und meiner Küche, bitte? 
Nach wie vor will ich nicht hier sein. Und fühle mich zu recht nach wie vor undankbar... Aber die Mädels hier hab ich schon vermisst. Auf die freue ich mich. 
Dienstag
Ausgeschlafen, dann zur Uni marschiert. Ich kann einfach besser im Computerpool arbeiten. dreieinhalb Stunden gebraucht um das erste Commentary fertig zu machen. Fehlt noch der Feinschliff, dann hab ich wenigstens eines fertig.
Dinge, die ich nicht vermisst habe: das Wetter. Morgens strahlend blauer Himmel, ich öffne das Fenster, keine 5 Min später regnet es. Oh Mann, Leeds!
Immer irgendwie feucht: Leeds.
Nach dem Schreiben kurz in die Stadt, ich wollte etwas, habs aber auf dem Weg dorthin vergessen. Super, danke Hirn. Stattdessen Sachen im Sale angeschaut. Bei Monsoon Sachen angeschaut, die 50% off waren auf die ich schon ein Auge geworfen hatte. Nur in zu klein oder zu groß da. Super. Danke, Monsoon.
Im Applestore nach nem ipod Nano geschaut. Auch hier sind die Dinger beim Hersteller selbst teurer als bei jedem anderen Händler. Was will Apple mir damit sagen? Kauf woanders? Ok.
Sushi gekauft, bei Morissons eingekauft (Pita Brot, Aufschnitt), dann heim. Abends schrecklich Kopfschmerzen gelitten und festgestellt, dass ich Maika alle Schmerzmittel mitgebracht und dagelassen habe. Toll gemacht.
Sushi, Edamame und Obst. Mmmhhh!
Klassischer Leeds-HImmel: Impending Doom am Horizont!
Auf dem Heimweg Leute gesehen, die mit mir im Zug vom Flughafen saßen. Was ist denn los? Treff ich jetzt nur noch die gleichen Leute? Reise ich immer mit den selben Menschen?
Mittwoch:
Grobe Kopfschmerzen, also losgelaufen, Wasser und Paracetamol kaufen. Dann hingesetzt und den Quark fertig geschrieben, Bibiographie etc gebaut. Das dauert immer länger, als mir lieb ist... Das war mein Tag. Plus Panikanfälle, weil so wenig Zeit für den Rest bleibt. Zu allem Unglück geb ich am Montag ab und kann dann gleich Specialized Translation machen. Zusätzlich zu dem Essay für Textanalysis.  Super.
Zur Aufheiterung: Mucc Kalender von Yasue chan.
Donnerstag:
Aufgewacht, gleich beschlossen, doch nicht 47 Ronin schauen zu gehen (der heute das letzte Mal hier in Kinos läuft). Den wollte ich aber sehr gern sehen. Keanu Reeves und so...  Kacktag. Weiß ich jetzt schon. Auf zu ERIC, tippen, tippen, tippen. Meh.
Auch heute Claire dort getroffen, zusätzlich Tomoka. Alle total im Stress wegen dem Dreck.
Uni Leeds at it's best: Umsonst Wasser zum selberschöpfen.
Highlight: Ich gehe fröhlich bei rot über die Straße, sehe auf halber Strecke zwei Polizisten auf der anderen Straßenseite warten. Denke: Oha, jetzt bin ich dran, ich geh in den Knast. Lebenslang Gulag für Straßenverkehrsgefährdung. Doch da! Gehen die beiden selbst schön bei rot, plaudern fröhlich und ignorieren alles. Das sind Polizisten, die nie in der Gefahrenzone Altona/St. Pauli gedient haben, so entspannt.
Gut die Hälfte für Methods&Approaches geschafft, genug Quellen an der Hand, sieht gut aus. Mach ich morgen fertig, dann gehts weiter mit English for Translators. Wenn nicht immer das dumme Zitieren wäre, ich könnte so ein Ding in zwei Stunden runter schreiben. Verdammtes wissenschaftliches Areiten. Das liegt mir einfach nicht. Es verleitet mich zu Aussprüchen wie "Ich hasse Schreiben!" die ich sogleich bereue weil ich damit vielleicht die Musen beleidige die mich dann nie wieder küssen und außerdem ist Lügen doch eine Sünde. Ich mag Schreiben, ich liebe Schreiben. Wenn ich könnte, würde ich Kommunikation auf Singen und Schreiben reduzieren. Nur wissenschaftlich, das hat nix mit Spaß zu tun. Meh.
Theorie: Renee ist hier eingezogen. Mindestens seit ich zurück bin, sitzt sie im Pyjama im Commonroom und lernt. Ross lernt meist bei sich im Zimmer. Ist mir recht, sie macht die Küche ordentlich. Warum weder sie noch Gina je das Bad putzen ist mir allerdings ein Rätsel.
Freitag:
Aufstehen, Uni, tippen, tippen, tippen. Methods and Approaches fertig gemacht, inklusive Biobliographie hübsch machen und alles.
Dann kurz zu Sainsbury's, Mikrowellen Gericht gekauft, heim. Highlight des Tages: Sprühsahne vom Löffel. Yup. Deutliche Anzeichen dafür, dass ich deutlich abbaue. Deutlich. Das muss ein Ende haben.
Mein Freund, die Sprühsahne. War für den Kakao gedacht den zu machen ich dann zu faul war...
Aber ab morgen gibts zwei Tage English for Translators, danach Translation, danach Textanalysis. Ich sehe kein Ende. Ich muss etwas planen für nach dem 20. Bis dahin werde ich garantiert 50kg zunehmen.
Send help.
PS: Die Glühbirne/Lampe im Bad ist im Arsch. Flackert so dass man entweder einen epileptischen Anfall bekommen oder Disco tanzen möchte. Und weil die Lampe seltsam special ist, müssen wir zum wechseln der Glühbirne den Vermieter anrufen. Arrgh!
Lustiges Detail: Renee ist tatsächlich Epileptikerin...
Samstag:
Aufstehen, Uni, einkaufen, Mikrowellen Essen, kotzen.
So langsam macht mein Kopf nicht mehr mit. Ich habe Schwierigkeiten Sätze mit mehr als fünf Wörtern zu formulieren und brauche nach jedem Satz mindestens zehn Minuten Pause. Ich glaube auch nicht, dass das alles in sich coherent und tatsächlich lesbar ist. Habe mich bis zur Hälfte durchgekämpft und bin dann gegangen.
Mittlerweile hasse ich nicht nur Schreiben, sondern auch lesen. Super!
Das Cluster in der Brotherton Library war rappelvoll. Als ich gegen 12 kam, war schon fast jeder der 60 Plätze besetzt. Wenigstens leide ich nicht allein...
Um mich aufzuheitern, hab ich mir ein Geschenk bestellt und außerdem werde ich nach Abgabe des letzten Essays Kerstin in London belästigen. Yay! Lichtblick!
Weils so hübsch heut war, gleich mal ein paar Bilder von Leeds am frühen Abend. Für Handybilder gar nicht übel...
 An der Autobahn
 Kirche an der Uni no 1. Nix Kirche, Club vorne, hinten Pub.
 Uni-Hauptgebäude, das Parkinson Builduing.
 Keine Kirche, Great Hall der Uni. Graduation Zeremonien und so...
 Gleich daneben, Clothworker Building. 
Auch schick, alt und gigantisch: Geography. Mit Mond.