Sunday, May 25, 2014

Kuchen, Dates und Regen

Sonntag:
Nach sehr seltsamen Träumen, inspiriert von Donna Tartts "The Goldfinch", war das erste, was ich morgens machte: Glenn anschnauzen, er möge die verdammte Tür schließen wenn er im Bad ist. Weniger befriedigend als ich erhofft hatte. Wenig später traf ich ihn im Flur und er redete sich raus, er hätte grad nur vergessen... Nee, Freund, Du machst das seit Tagen. Mit Anna in so genervt wie derzeit ist nicht spaßen. 
Ich hab dann auch gefragt, wann die Familie wieder verschwindet. Angeblich am Mittwoch. Glaub ich erst, wenn sie weg sind. Er hat dann so getan, als hätte er nie etwas von zwei Wochen gesagt. Klar, deswegen sind Ross und ich beide der Meinung. Und ich erinnere mich seeehr deutlich an das Gespräch, Kumpel... 
Kein Spaß mit mir! Kacklügner! 
Arrrghghhh... 
Erst mal einkaufen, dann Case Study. Mal schauen, ob ich nen Platz in der Bib bekomme...
Einkaufen. Bei Primark Taschen angeschaut (zwei gekauft, 3 und 1,50 GBP). Kommt ein ansehnlicher Mann zu mir und sagt "You look fine!". lächelt und geht. Na, wenn das mal nicht nett ist.
 Beste Sommer-Gammelhose ever!!!
 Tasche 1
Tasche 2
Kopfschnerz bahnte sich an. Ich also langsam, langsam mit so wenig Erschütterungen wie möglich, heim. Plan war, dort ne Tablette, ein Schläfchen, dann Case Study. Ha!
Realität war, kurz mit Ross geplauscht, dann Schläfchen, danach geht gar nichts. Mir ist kotzübel. Migräne. Yay!!!
Und das trotz Mutterkraut.
Update: Noch keine News zum Thema Translation Exam. Deadline: morgen mittag.
Gegen 22h endlich Nachricht, das Exam wird rescheduled, Deadline wird neu gesetzt. Arrrghh....
Immerhin gehen wir nun morgen zusammen Kuchen essen, mein Translation Kurs und ich.
Montag:
Warum kommt, wann immer ich denke "Ich muss echt dringend auf Klo!", jemand aus dem Zimmer gekrochen und besetzt das Bad für eine halbe Stunde? Es muss langsam Mittwoch werden!!!
Unsere kleine Kuchenparty artet aus: plötzlich sind noch tausend andere Leute eingeladen... Stress!
Es waren dann doch nur Leute aus unserem Kurs da, kein anstrengendes Kennenlernen. Der Laden war toll.
Mein Japokurs (-Aidan, der wohnt weit weg, Mikiko machte das Bild)
Kuchen und Scone!
Leider heißt es jetzt: zurück zu Familie Dauergast und der Case Study.
19h: 390 Wörter. Einleitung und das Set Up stehen. Fehlt noch der Hauptteil. Ich war selten derart unmotiviert.
19.40h 700 Wörter. Ich stelle fest, ich habe viel zu viel. Ein neuer Schlachtplan muss her, eine neue Struktur. Mein Hirn schmerzt aber und grad geht gar nichts. Erst mal ne Folge Ghost Hunters. Dann weiterdenken.
21.20h Thema eingegrenzt. Ich schau jetzt nur, welche Features die Produktivitätsrate erhöhen können und wie die im Vergleich in beiden Tools ausfallen. Ob das reicht?
23h fertig. Alles umstrukturiert, runtergeschrieben. Feeling very accomplished. Mal schauen, ob das morgen auch noch Sinn macht.
23.15h Feuerwerk. Kein Scheiß. Jemand nicht weit von hier, fand es wär Feuerwerkzeit.
Dienstag:
Ein freier Tag. Ganz unerwartet. Klar, die Case Study muss durchgesehen werden und so, Bibliographie etc, aber das ist ne Sache von... kurzer Zeit.
Ich kann den ganzen Tag im Bett gammeln, meine auf der Fensterbank gereifte Avocado genießen und die kurze Pause voll auskosten. Ich glaub, ich les mal was.
Heute könnte ich Geräusche von Familie Würgereiz ertragen weil ja Koffer für die morgige Abreise gepackt werden müssen. Aber im Haus herrscht gespenstische Stille. Da zwei Zimmer okkupiert wurden, erwarte ich, dass Dinge herum getragen werden...Wohl nicht. Immerhin hörte ich ganze zwei Minuten lang das Kind mal lachen...
Nachdem die gestern erst gegen 1h zu Hause waren. Nachts. Mit ner sechsjährigen. Tut mir leid, aber ich finde das sehr seltsam.
WM M&Ms
Rumgeschlonzt. Herrlich. Ein paar Mal das Essay gelesen, verbessert. Gegen 18h eingereicht. Mir ein Eis gegönnt. Morgen gehts los mit dem nächsten.
Mittwoch:
Seltsame Nacht mit seltsamen Träumen. In einem war ich mit Marina und Erisa in einer heißen Quelle und wir haben Ramen gemacht. Nice. Um 4 aufgewacht und davon überzeugt gewesen, ich müsste den Rechner anmachen. Was das sollte? Keine Ahnung...
Jetzt Gepolter im Haus das tatsächlich nach Koffer tragen klingt. Oh, wie schön. Das könnte bedeuten, dass ich heute abend etwas kochen kann. Ahhh, auf Nimmerwiedersehen Familie Dreckkackscheiß!
Großartiges Wetter und ich habe ein Coffee-Date mit der wunderbaren Lauren. Yay!
Das könnte ein Supertag werden.
Wahrheiten über die University of Leeds: Ten things & Nine things.
Okay, hier mal die Lauren-Story. Ich traf sie im Deutsch-Kurs und im Writing Kurs und wir haben, sagen wir, 12 Worte miteinander gewechselt. Irgendwann stellte ich fest, wir sollten Freunde sein (ich hatte so ein Gefühl) und wir haben uns bei Facebook geadded. Und dann beschlossen, wir gehen mal nen Kaffee trinken. Das war dann heute. Um eins haben wir uns getroffen und haben Mittag gegessen. Gegen halb sechs kam ihr Freund Sully vorbei und wir sind ins Pack Horse (ein Pub) gewandert. Da sind wir um halb neun wieder rausgekommen. Ich hatte Bauchschmerzen vor lachen, ich habe mich großartig unterhalten über alle Themen der Welt, wir haben gelästert und diskutiert... Ich hatte recht, wir sollten Freunde sein.
Was lernen wir daraus? Manchmal muss man Menschen um Freunde-Dates bitten. Wenn das romantisch geht, warum dann nicht freundschaftlich? Ich bin dafür! Traumtag, der besser kaum hätte sein können.
Zuhause wartete ein Stück Brownie auf mich das Ross mir schenkte. ^^
Brownie!
Leider auch Familie Arsch die nicht, wie von Glenn dem Lügenbaron angekündigt. Ich bin mordsmäßig angefressen. Die sollen endlich abhauen, verdammt!!!
Donnerstag:
Komisch geschlafen, komisch geträumt. Was geht damit in letzter Zeit?
Von Familie Grrrr geweckt worden die um halb zehn das Haus verließen. Schuhe sind noch da. Ich habe ehrlich keinerlei Hoffnung mehr, dass die je verschwinden. Dafür aber soviel Wut auf Glenn im Bauch... Uiuiui...
Glenns "saubermachen". Man beachte den Rand links und den Wasserhahn...
Um 12 war ich an der Uni und habe Subtitling angefangen. Das erste Mal subtitlen seit... 2 Monaten etwa? Ich bin deutlich ein Übersetzer, kein Subtitler. Viele Leute da, Claire, Mariko, Mikiko, Jen, Anna-Maria... Und doch jeder in seiner eigenen kleinen Welt. :/
Gegen 5 hatte ich die Schnauze voll und einen knurrenden Magen. Also einkaufen und heim.
Das Haus leer. Aaah, feini! Ross hatte heute ein Exam, der gibt sich sicher seit drei und mindestens noch bis drei ordentlich die Kante. Familie Elefantenfuss ist hoffentlich auf See verschollen.
Zwischendrin: Familiendrama, besten Dank dafür. Tatsächlich macht das, dass ich trotz heimwollens nicht heim will. Danke.
Morgen gehts weiter mit den Untertiteln. 15 Minuten "My Name is Earl". Diese Folge. Klingt gut? Ist ne Supershow, Alptraum zu untertiteln.  Aber wenigstens hab ich was zu lachen.
Freitag:
Fast an dem Kack Clip verzweifelt. Das passt alles gar nicht.
Nett Mittagessen gegangen mit Mariko, Chikako und Sakuya. Mich für ein Career Forum in London angemeldet das Jobs in Japan vermittelt. Bin gespannt.
Nach sechs Stunden in ERIC kurz in die Stadt gelaufen. Da wurde mir der Regenschirm von der Tasche gestohlen. Natürlich fing es an zu regnen als ich rauskam. In verfickten Strömen. Dermaßen angepisst... Als ob mir so etwas noch fehlte...
Zuhause die Texte für mein Final Project fertig gemacht und an meine Supervisors verschickt. Hoffentlich werden die am Mittwoch dann approved.
Ins Bett gelegt und gebetet, dass mich das Gewitter erschlägt. Ist mir grad alles etwas viel so.
Positiv bleiben: Lichtblicke heute waren:
- Schnacken mit Claire
- meine Mariko
- SMS von Ross, dass er ein Paket für mich angenommen hat.
- Paket von Yasue. Wird am Montag geöffnet.
- Möglicherweise ist die Familie weg...
...
Samstag:
Gemischter Tag. Geweckt von Arschibald Glenn. Kurz nach zehn auf. An der Uni alles voll mit Bandbussen und Emo-Kindern. Rockmusikfestival. Aaahh.... Da standen zwei deutsche Busse, ich kannte keine der Bands im (langen Line Up als deutsch...).
Mit Ayako getroffen und zum Kilo-Sale gegangen. Ein Kleid und eine Strickjacke gefunden. Nice.
In der Trinity Kitchen gegessen, dann zur Uni, da waren wir gegen eins? Alles rappelvoll, Schlangen rund um die Uni.
Stilton Sandwich mit Birnenchutney.
Mit Alexandra und Julian, später noch Encarna im Keller im Linguistics Lab gesessen und die Subtitle fertig gemacht. Es verbleiben einige Probleme, aber das gröbste ist geschafft.
Da die Uni jetzt drei Tage lang geschlossen ist (Sonntag, dann Feiertag, dann... Ärger-wir-die-die-noch-an-die-Computer-müssen-Tag?) haben wir schnell noch die Tür präpariert damit wir ggf doch reinkommen. Mal schauen.
Gegen halb acht sind wir raus. Ayako und ich haben dann noch das Food Festival gesucht, vergeblich. Also sind wir stattdessen Steak essen gegangen. Nicht billig, aber für die Menge essen vollkommen ok.
Sttteeeaaakkkk!!!!
Durch die in die Stadt strömenden Festivalbesucher richtung Heimat.
Daheim schon beim Anblick von Glenns erleuchtetem Zimmerfenster das Kotzen bekommen. Das wird langsam echt ungesund für mich. 

Sunday, May 18, 2014

Frank, Jiro und Godzilla

Sonntag:
Sonntage sind zum Nichtstun da. Wahlweise für tolle Ausflüge. Stattdessen habe ich von 12 bis 19 Uhr da gesessen, Musik in den Ohren damit ich mich nicht über Familie Tausenddumm aufregen muss, und habe das Essay geschrieben das morgen fällig ist. Die Familie war dann auch weg als ich aus meiner kleinen Welt voller Worte und wunderbarer Musik (ich hab aber auch nen guten Musikgeschmack, ja mei!) wieder auftauchte. Ich hab mich dann ins Bett gelegt und Comics gelesen. Ein sehr produktiver Tag der sich total verschwendet anfühlt. 
Montag
Familie Kotz bleibt verschwunden. Ich applaudiere dem.
Konnte nicht entspannt schlafen weil mir immer wieder Sachen zum Essay in den Sinn gekommen sind. Also recht früh auf, noch Beispiele eingearbeitet, sinnloses raus genommen etc. Ich bin nicht zufrieden damit aber gegen halb elf hab ich aufgegeben und eingereicht. Bestehen werd ich damit schon. Was will ich mehr?
Dann erst mal Ghost Hunters an, frühstücken, zurück ins Bett.
Das Beste wenn die Familie (und auch Glenn allein) nicht da ist: Ich kann entspannt Geräusche machen. Musik! Ahhh... Ja, ich weiß, er nimmt keine Rücksicht, warum sollte ich das tun. Aber: Ich bin nun mal ein besserer Mensch. Ha!
Ernsthaft: Diese Auge um Auge Mentalität ist nicht meine. Dagegenhalten ist so Kindergarten-aber-du-hast-mich-auch-gehauen... Ich erfreue mich lieber an Ross und der Tatsache, dass wir uns gegenseitig nicht hören.
Mittags Geburtstagsgeschenk fürs Bubu besorgt.
Regen wann immer ich ins Freie trete.
Nachmittags mit Ayako auf nen Burger in der Library getroffen (dem Pub, nicht dem Bücherhaus). Sehr nett da. Ab sofort mein Lieblingspub.
 Feedback-Wand
 Ayako (und hell!!! Pubs sind nie hell!)
 Totoro-Origami-Anleitung
 Kunnnst
Burger (und Süßkartoffelpommes!!!)
Dann zusammen zum Hyde Park Picture House gelaufen und "Frank" geschaut. Genial. Ab sofort bin auch ich Fan von Michael Fassbender und bereit, ihn auf der Stelle zu heiraten. Und er trägt den kompletten Film über einen Pappmaché Kopf. Traum- Soundtrack.
Bestes Filmplakat ever? 
Zuhause Ross getroffen und geplaudert. Lustig, wie oft das passiert, wenn Glenn nur nicht da ist. Wir verstecken uns echt beide vor denen...  Kurz mit Renee geplaudert. Guter Tag.
Ab morgen die Case Study für Computer and the Translator.
Dienstag:
Der Plan: ausschlafen, zur Uni, anfangen an der Case Study zu arbeiten.
Die Realität: Ausgeschlafen (yay!), dann im Bett gerollt und mich wegen verschiedener Dinge schlecht gefühlt.
Vergessen, dass ich heute Unterricht gehabt hätte. Gegen 14h habe ich das Handy angemacht und mir wurde mitgeteilt, ich hätte Japanisch Übersetzen gehabt. Danach dann Deutsch. Total verpooft. Ganz toll, der Tag kann eigentlich nur besser werden.
Wer wettet, dass heute Familie Döskopp wiederkommt?
Wie kommt es, das gestern so gut war und heute so scheiße?
Ich versteck mich jetzt im Kino.
Als ich das Haus verließ, fing es an zu regnen als gäbs kein Morgen.
Ich schreibe Ayako "ich gehe los, klar dass es regnet" sie schreibt in der selben Sekunde "Geh nicht! Es regnet!"
Mit Ayako "The Wind Rises" (風立ちぬ) gesehen. Fürchterlich, ich hab geheult. Klassischer Ghibli Film, gar nicht für Kinder geeignet und am Ende SOOO traurig....
Aus dem Kino raus, alles trocken, strahlenster Sonnenschein. Klar.
Danach sind wie, wieder einmal, durch die Stadt gestolpert auf der Suche nach einem Nicht-Pub-Restaurant. Am Ende haben wir einen Teil der Stadt besucht den ich noch nicht kannte und sind in einem Thai-Restaurant gelandet. Hochschwangere Kellnerin, irgendwie unangenehm sie herumzuschicken...
Riesen Vorspeisenteller
Auf dem Heinweg festgestellt, dass auch Ayako auf der rechten Seite ein Zahn fehlt der nie gewachsen ist. Wir vermuten langsam, dass wir Zwillinge sind... Wir sind uns in vielen Dingen gruselig ähnlich.
Wer ist zu Hause als ich dort ankam? Rrrrichtig! Familie Kotz! Wenigstens hab ich nun zum ersten Mal mal die Mutter gesehen, also Glenns Frau...
Trotzdem: Ich könnt heulen. Ich hab so schön geschlafen...
Mittwoch:
Etwas zu wenig geschlafen. Erst spät schlafen können. Ich bin nicht sicher, warum Familie Dumbatz in einer Stunde drei Mal auf Toilette gehen muss... Egal.
Auf und ab Hurrah, es war bisher ein guter Tag.
Gegen Mittag bin ich in die Uni und hab in ERIC Claire getroffen. Festgestellt, dass Deutsch erst heute stattfindet, also hab ich gestern "nur" Japanisch verpasst. Mich in den Programmen umgesehen um mich für die Case Study inspirieren zu lassen. Und etwas gefunden Ich vergleiche MemoQ, ein teures Tool mit WordFast Anywhere, einem umsonst Online-Tool in ihrer Brauchbarkeit was Japanische Übersetzung angeht.
Eine Mail bekommen, dass wir MemoQ zum sagenhaften Preis von ca 100GBP bekommen können. Normalpreis: ca 650GBP. Schnäppchen! Mich sofort auf die Liste gesetzt.
Unterricht. War eigentlich nicht soo interessant für mich weil ein Assessment besprochen wurde, aber Caroline hatte Kuchen gebacken (Schoko- Chilli und Zitrone) und Anna-Maria hatte Kekse gemacht... Es war nett und ein schöner letzter Unterricht. Ever! Woohoo!
Lovely Caroline
Einkaufen, heim, Familie Sackhausen nicht da. Ahhh, die Ruhe. Das schöne Geräusch von Ross der sich durchs Haus traut. Nice!
Ah! Doch da. Aber mucksmäuschen still bei Fenster zu und Lichtschutzgardine vor im Zimmer. Während draußen das beste Wetter des Jahres ist. Ich verstehe die Arschs nicht... Und: das arme Kind. Immer nur fernsehen, nie spielen... Schrecklich!
Donnerstag:
Glenn ist heute Mittag zur Arbeit gegangen, seine Familie blieb da. Ich nehme an, ohne Schlüssel, also ohne die Gelegenheit, das Haus zu verlassen. Machen die aber eh nicht... Ernsthaft, die müssen gehen. Ich werde auch immer wütender und fürchte, ich könnte Glenn einfach ins Gesicht springen wenn ich ihn mal treffe.
Ich bin mittags zur Uni und habe mich mit Ayako in den kleinen Nebenraum von ERIC gesetzt und erst an Writing gearbeitet, dann an der Case Study. Boah, ist das langweilig.
Um sechs habe ich mich mit Mariko, Mikiko und Erin getroffen weil ich Mariko einen Besuch bei der Curry-Night in der Old Bar versprochen hatte. Ich hatte Lasagne. Indisches Essen ist immer noch nicht meins.
Danach: heim. Zu meinen Freunden, den Kackfressen.
AAARRRGGGH!!!!
Freitag:
22°C in Leeds und ich werde den Tag in ERIC verbringen müssen. Dank dafür an die Case Study, Writing und das heute beginnende Take-Home-Exam (ein Text wird online gestellt, wir haben drei Tage Zeit den zu übersetzen und müssen ihn sowohl online als auch in Hard-Copy einreichen). Außerdem begann mein Tag mit Glenns sexy Badezimmergeräuschen, Rotz hochziehen, ausspucken, durch die Nase ausschnäuzen... Er macht neuerdings die Badezimmertür nicht mehr zu. Ganz toll!
Schnell raus hier.
ERIC rappelvoll. Trotzdem noch nen Platz bekommen und brav gearbeitet. Beschlossen, morgen früh, vorm Arbeiten, mit Ayako Godzilla zu schauen. Online Karten gekauft.
Feueralarm. Das ganze Gebäude wurde evakuiert.
Ayako wartet vorm Michael Sadler Building
Not amused
Eine halbe Stunde dumm vorm Haus gestanden.
Weitergearbeitet. Notizen für die Case Study fertig, fehlen noch Quellen. Und ausschreiben.
Das Take-Home-Exam angesehen und angefangen. Es ist der zweite Teil des doofen, alten Textes über die alte Frau, die zum sterben auf den Berg geht... Toll.
Um 5 wurden wir rausgeschmissen. ERIC-Öffnungszeiten wenn kein Unterricht stattfindet, sind für den ARSCH!
Mit Ayako einkaufen gegangen und silbernes (!) Magnum mit Marc de Champagne Geschmack schnabuliert.
Magnum!
Zuhause wartet ... das Übliche. Kotz.
Samstag:
Happy Birthday Bubuuuu!!! Love you!!! <3
What. a. day!
Um acht aufgestanden und um halb zehn mit Ayako getroffen um um zehn Uhr Godzilla in 3D im Kino zu sehen. Yo, so früh kann man hier schon ins Kino. Und wir waren nicht die einzigen.
Geschenkt für Onlinebestellung: Schlüsselanhänger.
Film war super, Godzilla ist mein Held. Go, Fatso (er ist ziemlich mopsig um die Hüfe...).
Ayako ist anschließend heim und ich an die Uni. Schön in ERIC von Kathy begrüßt worden die mir sagte, Mikiko hätte unseren Take-Home-Exam-Text übersetzt online gefunden.
Toll. Das bedeutet, dass wir einen neuen brauchen. Das Exam muss rescheduled werden. Alle Arbeit, die ich gestern gemacht habe ist für`n Arsch. Aber: Sind die Lehrer am Wochenende erreichbar? Natürlich nicht.
Die English-Japanese Klasse hat wohl das gleiche Problem.
Ich also auf 180.
Und nein, ich kann mich nicht darüber freuen. Ich hab die Übersetzung nicht, andere schon. Das ist schlicht unfair. Und die Texte sollen un-übersetzt sein, per Richtlinien!. Ich finde, an einer Uni kann ich von den Lehrenden erwarten, dass sie ihre Hausaufgaben machen und ordentlich researchen!!!
Ich sitz also in ERIC und schreib so vor mich hin, da geht DER FEUERALARM LOS! Schon wieder!
Ich dreh durch. Der Tag fing so gut an. Was läuft da bloß immer schief? Bin ich verflucht?
Mutter, waren da irgendwelche verdächtigen Feen bei meiner Geburt?
Heim will ich aber auch nicht weil ich da a) nicht so toll arbeiten kann und b) wartet da ja immerzu Familie Hanswurst auf mich.
Verfluuuucht!!!
Zuhause: Alle Türen offen, alle Fenster offen, Familie Fratze aber nicht da. Ganz toll. In dieser Gegend ausgehen und Fenster offen lassen, Superidee. Ich hoffe, die werden grad von nem Auto überfahren.
Ja, schlecht fürs Karma, aber ich geh das Risiko grad ein.
Bonuspics:
Endlos Toilettenspiegel in einem äußerst großzügigen Waschraum.
Crumpets. Angeblich ganz toll. 
Eher so... naja.

Sunday, May 11, 2014

Letzte Unterrichtswoche!!!

Sonntag:
Absichtlich und geplant: nichts. Die letzten Stunden ohne Familie Glenn genießen. Die Küche benutzen. Ich habe tatsächlich auch an der Summary für Writing gearbeitet. Mich ziemlich matschig und superverspannt gefühlt. Latente Übelkeit. Viel geschlafen. 
Gegen 23h kam dann La Familia wieder. Wenigstens leise. Trotzdem: meh! Ernsthaft, da werden grad deutlich Geduldsgrenzen überschritten. Ich fühle mich sehr unwohl so. 
Montag
Morgens nach einer schwierigen Nacht geschafft, Writing fertig zu machen. Mittags dann in die Stadt, mit Carrie getroffen und in der Trinity Kitchen hervorragende chinesische Crepes gegessen.
 Street Food Cart
Mmmh...
Ich wollte nur ein paar Socken von Primark, aber dann hatten die den Kermit Pyjama im Sale und Darth Vader Unterhosen... Damn you, Sale!
 Sparkly Darth Vader Unnerbuxen! 
Kermiiieee!!!
Wir sind dann noch weiter rumgerannt und haben geschnüffelt und besorgt und dann am frühen Abend sind wir zu Carrie und haben Kamen Rider Kuuga geschaut. Yeeeahhh! Ich musste mir dann zwei Folgen My Little Pony ansehen und habe als Ausgleich Carrie eine halbe Folge Jikou Keisatsu sehen lassen. Beides erweckte in der jeweils anderen nicht die gleichen Glücksgefühle (aber Gott, ich LIEBE Jikou Keisatsu!). Es gab veganes Chilli (mit Linsen und Bohnen) und gegen zehn bin ich heim, zurück in diesen kleinen Vorhof der Hölle. Familie Glenn zeigt nach wie vor keinerlei Zeichen von Aufbruch. Wie lange darf man wohl so als Phillippino in England bleiben ohne echtes Visum? Ich frage mich auch, wie lange Glenn freibekommt von der Arbeit. Oder arbeitet der am Ende gar nicht? Fragen, Fragen, viele Fragen.
Wegen arger Kopfschmerzen sehr früh ins Bett.
Dienstag:
Scheußlich geschlafen, danke Migräne. Jede Bewegung weckt mich auf, jedes Husten verursacht Übelkeit erregende Schmerzen. Alle, die keine Migräne haben, danken jetzt bitte mal kurz allen Göttern.
Trotzdem morgens zur Uni geschlichen. Frische Luft ist ja gut und so... Scheißidee. Hat mich doppelt so lang gekostet wie normal. Ich hab Claire mein Writing Kram in die Hand gedrückt und bin "kurz" einkaufen. Eine Stunde in Slowmotion!
Auch die Glücksnuss fand, aufstehen war ne doofe Idee... 
Natürlich! war Familie Glenn zu Hause als ich dort ankam. Lustigerweise sehe ich erst seit die Familie da ist, dass mal das Fenster bei Glenn offen ist. Meins: permanent. Ross': wann immer er daheim ist. Glenns: nie.
Trotzdem: Geht endlich heim!!!! Oder zieht aus, mir egal. Aber geht. Das Haus ist einfach zu klein.
Mittwoch:
Geschlafen bis Familie Glenn fand, es wäre gut, durchs Haus zu schreien. Wenigstens sind sie dann auch gegangen. Ich hoffe jeden Morgen, das Geräusch von großen Koffern zu hören die durch das Haus getragen werden, aber auch heute: Fehlanzeige.
Stattdessen auch heute: Kopfschmerzen. Etwas besser als gestern, immer noch unschön genug, dass ich mir den Weg den Berg hoch spare und zu Hause bleibe. Vielleicht schaffe ich stattdessen ein bisschen was für das blöde Essay zu tun.
Boah, war das ein langweiliger Tag. Nur Mails mit Maika, Fruits Basket online lesen und die Tatsache, dass "Frank" hier im Hyde Park Picture House gezeigt wird, haben ihn erhellt.
Donnerstag:
Das doofe M&A Seminar ausfallen lassen. Die letzten drei waren vollkommen nutzlos, warum sollte es bei diesem anders sein? Und ich kann diese Italienerin die meine Gruppe leitet nicht ertragen. Um zwei dann zum Writing, das letzte Mal. Und trotzdem noch Hausaufgaben aufbekommen. Yay. Aber, Anne hat mir tatsächlich einen Bienen-Brief mit Stickern mitgebracht. Da freue ich mich.
Bienen-Post!
Anschießend im Übersetzungsunterricht meine Übersetzung des Murakami Ryu Textes besprochen. Lustigerweise haben auch die Japanerinnen den Text stellenweise nicht verstanden, wir haben also mehr fröhlich geraten. Fehlte Kontext? Hat der Autor damals zu viele Drogen genommen? Garantiert. Was Goldlamé Pantalons sind, konnte zum Beispiel nicht anschließend geklärt werden. Und Fehler in der offiziellen Übersetzung haben wir dann auch gefunden. Sehr interessant.
Danach einkaufen und heim. Ich würde gern mal wieder etwas kochen, mag aber nicht so lange die Familie hier rumgammelt. Ist mir irgendwie unangenehm.
Jetzt sitzen die nebenan und schauen einen Film oder spielen Videospiele (sagt man das heute überhaupt noch?) in unfassbarer Lautstärke. ARRRGGHHHH!!!
Freitag:
Letzter Unterricht mit Alina. Sie hatte uns Schoki mitgebracht, wir hatten ihr ne Karte gemalt, Blumen besorgt, Schoki gekauft. Und Sara auch. Ja, hier lieben wir unsere Lehrer und verschwinden nicht einfach.
Das wars dann mit Unterricht. Wenns gut läuft nie wieder Unterricht! Woohoo!
Anschließend sind wir zu sechst ins Cosmo lunchen gegangen bis wir fast geplatzt sind. Die anderen hatten leider keine Zeit.
 Vortrag von Deborah (hieß sie so? vergessen...)
Links: Francesco und Alexandra
Rechts: schlafende (!) Ayako und Antonella
Danach zurück zur Uni gerollt, den CAT Kurs beim Abschiedstrunk in der Terrace besucht. Ich hab nur kurz Hallo zu Mariko gesagt die mich vorher angebettelt hatte, ich möge doch kommen, und bin dann in die Bib. Wo ich drei Stunden lang in zehn Büchern etwas über die Vor- und Nachteile sowie den Einfluss von Technologie auf die Language Industry gelesen habe.
Feststellungen:
- Der IE ist das LETZTE. Die lahmen Rechner in der Bib helfen da leider gar nicht.
- Solange ich Musik in den Ohren habe, kann ich auch im Erdgeschoss der Edward Boyle Library mit lebhafter Schwimmbad-Atmosphäre arbeiten.
- Es gibt nur eine limitierte Anzahl an Aussagen, die man über Technologie und Übersetzen machen kann: Ja, ist gut oder nein, ist doof.
Bei Heimkehr hatte ich mich schon in Rage gedacht und hätte minimalem Anspruch durch Familie Idiot gebraucht um an die Decke zu gehen. Mein erst kürzlich bestelltes The Back Horn Album war aber angekommen, also habe ich das auf voller Lautstärke durchgehört. Glatte Eins das. Sowohl mal Krach zu machen als auch das Album.
Oh Freude!!!
Ab morgen wird geschrieben. In ERIC. Hauptsache diesem Haus entkommen.
Samstag:
Worst. Day. Ever.
Nachts wurde mehrfach unten an die Tür geklopft, so gegen halb drei? Außerdem fand die Nie-verschwindende Familie, dass Nachts über die knarzende Treppe herumgelaufen werden müsse. Und warum ist eine 6jährige bis nachts um zwei auf? Andere Kultur, andere Sitten? Oder ist das universal abartig?
Morgens aufgestanden, den Ordner mit dem Essaykram auf einen USB Stick kopiert, zur Uni.
Kaum hatte ich das Haus verlassen, fing es an zu regnen. Ich war nass als ich auf dem Hügel ankam und es schien strahlend die Sonne als in den Campus betrat.
In ERIC: 5 Leute arbeiten, alle an dem Tisch, an dem ich normalerweise arbeite. Was?
Computer an, USB Stick rein, nicht mal die Hälfte aller gebrauchten Dokumente waren drauf. Warum? Keine Ahnung.
Also nur mit den Daten gearbeitet, die ich gestern in der Bib gesammelt hatte. Immerhin ein Kapitel geschafft.
Schlechte Nachrichten vom Bieber gehört, hat mich zusätzlich runtergezogen.
Festgestellt, dass die theoretisch frischgewasche Strickjacke aus dem Schrank die ich mit hatte falls ERIC kalt ist, schimmelig ist. WAS?
Lecker Schimmel.
Nach ca 3 Stunden aufgegeben, einkaufen gegangen.
Als ich aus dem Supermarkt kam: Regen. Strömend. Gefangen in einer Unterführung 15 Min gewartet, dann trotzdem los.
Regen hörte auf, als ich durch die Uni durch war, also etwa auf halbem Wege. Grad als ich wieder schön nass war.
Zuhause: Familie Arsch macht Techno-Lärm.
Ich hasse diesen Tag.
Und trotzdem: auch zu Hause muss gearbeitet werden. Ging alles nicht so gut. ich habe insgesamt 1000 von 3000 Wörtern geschafft, bin aber gar nicht zufrieden damit. Erscheint mir alles unstrukturiert und wirr. Vielleicht, weil ich unstrukturiert und wirr bin in diesem Thema? Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, ich schaffe es gar nicht das Ding fertig zu bekommen. Toll. 

Sunday, May 4, 2014

Kuscheln mit dem General

Sonntag:
Rumgeschlonzt. Mittags mit Carrie getroffen und zur Meanwood Valley Urban Farm gelaufen An sich schon ein netter Spaziergang. Die Farm: Super! Ein Pfund Eintritt, ein Sack Tierfutter für 50p dazu und auf Ziegen und Schafe füttern. Es gibt auch Beete mit Gemüse und Blumen, Bienen, Hühner, Enten, Hasen, Meerschweine, Esel, Alpacas, Schweine... Die Kühe haben sich leider versteckt, aber wir haben die Pferde hinter der Farm besucht und ihnen Namen gegeben: The General, Lord Commander, Admiral Mushypeas, Major Applesauce und Private Sugarlumps. Sehr gute Namen!
Babyschaf
 Babyschaf
 Nicht-Babyschaf
 Mein Lieblingshuhn.
 Carrie und der General
 Lord Commander!
Pferdenase! <3
Anschließend noch im Pub was gegessen (mein Rätsel für den Barmann: Wenn ich 8 Pfund habe und Shrimps und eine große Cola haben will, kommt das hin? Seine Antwort war korrekt!) und dann in die Stadt spaziert. 
Sehr schöner Tag! 
Zuhause: Familie Glenn.
Morgen wieder Uni (meine letzten zwei Wochen...).
Montag
Erster Unitag. Gleich, Zack, DDR Literatur besprochen, Gabriele Stötzer-Kachold. Die den Wert von Kommas (und Groß- und Kleinschreibung, jegliche Punktuation etc.) deutlich unterschätzt. (Hier ein Gedicht zum Beispiele: Gabi) Wenn man raten muss, welcher Satzteil zu welchem gehört, ist übersetzen nicht einfach. Anschließend war ich kurz einkaufen und dann wieder heim.
Familie Glenn hat das Haus auch heute nicht verlassen, trotz gutem Wetter und einem Spielplatz quasi nebenan. Die machen generell nicht viele Geräusche tags, ich höre das Kind nicht (!?) und die bewegen sich kaum aus Robs (!!) Zimmer raus, nicht einkaufen, nicht Eisessen, nichts. Sehr seltsame Leute.
Muss noch Zeug fertig machen, das ich morgen abgeben muss. Meh. So ein fauler Tag im Bett macht nur Kopfschmerzen und Übelkeit.
Aber: der Frühling naht. Es wird deutlich wärmer.
Dienstag:
Das übliche: Unterricht (nix gecheckt. Sehr komplizierter, mathematischer Vortrag zu Machine Translation vom wundervollen Martin), Lunch auf der Wiese vor der Union mit Claire, Ayako und Antonella, dann wieder Unterricht. Bedauert, dass ich nicht Freunde mit Lauren bin. Dann schnell einkaufen gewesen und außer dem Essen alles vergessen, was ich noch besorgen wollte). Heim.
Stille im Haus ließ mich denken, Familie Glenn wäre fort, aber oho! Nachdem ich mein Mittagsschläfchen gemacht hatte, hörte ich tatsächlich mal normale Kindergeräusche im Haus. Lachen, vergnügtes Quietschen, Gepolter, so etwas. Wäre da nicht Glenns ekelhaftes Feebles-Lachen zwischen gewesen, wäre das nett anzuhören gewesen. Also auch heute gab es keinen richtigen Auslauf für die. Ich finde das derart suspekt.
Ich wundere mich auch, wie lange die nun tatsächlich bleiben.
Und wieder wird mir so klar wie... ach, was weiß ich, dass ich nicht mit Fremden zusammen wohnen mag. Ich vermisse meine Wohnung. Können meine Leeds-Freunde bitte mitkommen?
Mittwoch:
Fühlte mich bis mittags eingesperrt in meinem Zimmer. Familie Glenn war sehr aktiv und belegte permanent das Bad, ich hatte das dringende Bedürfnis die nicht zu treffen und hab abgewartet, bis die tatsächlich das Haus verlassen haben. Kaum zu glauben! Ich habe mich dann angezogen und bin in die Stadt, ein Geburtstagsgeschenk für Mariko M. besorgen. Nebenbei habe ich noch einen Stift (mit sechs Farben!) und ein Radiergummi bei Paperchase im Sale gekauft, einen Hühnchenstempel und dann schließlich fünf DVDs für unter 6 Pfund. Sehr guter Einkauf.
 DVDs, so billig. Die teuerste (Kick Ass) hat 2 Pfund gekostet.
Paperchase stuff,
Ich glaube, so viele Komplimente für eine Tasche habe ich noch nie bekommen wie für den Netzbeutel vom Kilo-Vintage-Sale.
Neue Tasche von Primark. Groß, billig, sommerlich.
Bei Heimkehr war die Familie noch nicht wieder da, schön so die Ruhe. Nur Ross dümpelt irgendwo herum. Den habe ich seit meiner Rückkehr nicht einmal gesehen!
Ich sollte lesen für meine Essays, stattdessen suche ich lieber interessante Bücher zum Spaßlesen. Zum Beispiel eines über Ed und Lorraine Warren. Ooooh, aufregend!
Na gut, Mittagsschlaf, dann arbeiten.
Nachts: Diese Leute bringen mich um. bis kurz vor Mitternacht dröhnte sowohl von unten als auch von nebenan Musik. Warum das Kind bei lauter Musik schläft oder schlafen soll, ist mir ein Rätsel. Sie kam dann hoch (offenbar waren Glenn und Mutter unten) und weckte das Kind (!). Schon beim hochgehen, rief sie nach ihr. Was? Mitten in der Nacht? Sie hat dann die Musik, die gerade aus war, wieder angemacht und sich wohl dazugelegt. Kein Scheiß, das sind die komischsten Leute ever und ich will, dass die alle verschwinden! Ich finde es tatsächlich deutlich zu stressig in einem Haus wie diesem, mit einem Bad und 5 Leuten, vor allem, wenn die Erwachsenen das Konzept von dünnen Wänden nicht verstehen.
Ich habe noch nie jemanden so sehr gehasst wie Glenn...
Donnerstag:
Zum allerersten Mal fällt bei mir Unterricht aus! Lacey Sensei ist krank also kein Übersetzen heute. Was? Ich bin ganz verwirrt davon.
Stattdessen: gegen halb elf war plötzlich das Internet tot. Ich gehe runter um den Rooter neu zu starten, stelle fest, es gibt keinen Strom. Renee kam aus dem Bad deren Wasser gerade plötzlich kalt wurde dank no Strom. Also kurz überlegen, wo sich wohl Glenn versteckt, ihm gesagt, er soll aufladen.
Normalerweise habe ich den Stromstick. Als ich heimfuhr, hab ich den natürlich da gelassen. Bei meiner Rückkehr hing das Ding in der Küche an der Pinnwand, war dann aber am nächsten Tag verschwunden und ich hoffte, dass jemand aufladen wollte. Eine gute Woche später dann das. Idiot! Gerade als ich dachte, ich könnte ihn nicht mehr verabscheuen.
Lustiger Fakt: Ich hatte Duschgel gekauft, seifenfrei und PH neutral. Nicht vertragen, randomly im Bad gelassen. Mittlerweile ist es halb leer und ich wundere mich, wer das wohl benutzt. Nicht Renee, die hab ich gefragt. Wenn's Ross wäre: supi, hau weg den Scheiß. Glaub ich aber nicht dran... Ich werd's verstecken müssen. Ja, so sehr hasse ich Glenn.
Für 1,50 bei Morrisons: Shortbread in schöner Dose.
Nachmittags in die Uni, endlich Natasha getroffen. Im Unterricht einen Brief der "Save the Bees" Stiftung analysiert. Der fing an mit "Dear human friend of bees..." Da hatten die für mich schon gewonnen.  Weil wir (ich und die andere Anna im Kurs) uns so über die beigelegten Sticker freuten, machte Anne, die Lehrerin, eine Notiz an sich selber uns das nächste Mal welche mitzubringen. Yay, Bee-Stickers!
Danach hätte ich mich in ERIC setzen und arbeiten können, hab mich aber stattdessen für einen Talk mit ein paar Typen von der UN entschieden. Falsche Entscheidung, Mit meiner Sprachkombi brauchen die mich nicht. Ich war trotzdem sehr beeindruckt von dem ungeheuer selbstsicheren Head of Arabic Translation Typen. Ein Traum, der Mann: selbstsicher, charismatisch, nett, kompetent... außerdem Schnurrbart, Bauch und verheiratet. Keine Frage von äußerlicher Attraktivität das.
Danach einen Haufen Leute (inkl. Erin und endlich meine Mariko) am Hauptgebäude getroffen und zusammen essen marschiert zur Feier von Kathys Geburtstag. Im Cosmos, Panasian all you can eat Buffet. War nicht schlecht. So viel Auswahl, zu viel Auswahl.
Ein großer Haufen ist dann noch in nen Pub, ein kleiner Haufen ist heim, ich inklusive.
Zuhause: herrliche Stille. Renee sagte so etwas, dass Familie Glenn irgendwo hin wollte... So oder so: heute gibts Schlaf!
Freitag:
Von wegen ausschlafen. Grundlos war ich schon um halb acht wach und auch wenn ich gegen neun noch einmal einschlief, war ich den Rest des Tages matschig.
New! Milky Way! Stripey Spread! 
Gegen Mittag in die Stadt, Miete überweisen und einkaufen. Heim, schlafen. Unaufregender Tag. Größtenteils allein im Haus weil Familie Glenn immer noch fort ist. Ich hoffe, das bleibt so. Soll Glenn mal schön mit denen zurück heim.
Grauer Nagellack, braune Wimperntusche und die, die ich für schwarz hielt, stellte sich als silbern heraus.  Also, ich hab jetzt silberne Wimperntusche... 
Samstag:
Ausgeschlafen. Herrlich. Dann in die Stadt gewandert um zu checken, was der Free Comic Book Day so hergibt. Keine Umsonst-Comics, leider. Aber: Bei Forbidden Planet gab es massiv Prozente auf Graphic Novels (ich habe nur 10GBP für ein Buch gezahlt, das original 19 kostete) und bei dem Comicladen in der Arcade gab es alle nicht-brandneuen Comics für 25p das Stück. Leider war da die Schlange so lang und unbeweglich, dass ich mir lieber neue Schuhe zugelegt habe.
Wildc.a.t.s.!!!
Mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst: Clarks. So bequem.*_*
Daheim habe ich angefangen zu kochen und dann kam Ross und wir haben uns gut zweieinhalb Stunden unterhalten. Und viel über Glenn gelästert. Auch Ross fühlt sich gefangen in seinem Zimmer und kommt möglichst wenig heraus. Allerdings sagte er auch, dass die Familie schon seit drei oder vier Wochen da ist. Zwei Wochen sind das nicht. Ein Blick in Robs Zimmer zeigte uns auch, dass die mit drei gigantischen Koffern angereist sind. Eine Frau und ein Kind... Nun gut... Ich hoffe, wenn die wieder da sind, ist es das dann auch gewesen. Findet auch Ross.
Schönes Wetter (wenigstens den halben Tag)
Gegen halb sieben dann auf zu Erin. Die hatte zum Essen geladen, alle sollten etwas mitbringen. Wir waren zu fünft und hatten richtig viel Spaß. Ein sehr schöner Abend.
 Chirashi Sushi, Quiche, Auflauf, Pasta...
Und dann Erins Tiramisu!!! <3
Gegen halb eins war ich daheim und wollte bloß kurz Ross, bei dem die Tür auf und Licht an war, den Rest von der Quiche reinreichen. Um kurz vor drei bin ich dann auch mal in meinem Zimmer angekommen. Plauschen mit Ross artet immer aus. So stell ich mit Mitbewohning vor.
Morgen wird gearbeitet! ;_;
HAPPY BIRTHDAY JENS!