Sunday, May 25, 2014

Kuchen, Dates und Regen

Sonntag:
Nach sehr seltsamen Träumen, inspiriert von Donna Tartts "The Goldfinch", war das erste, was ich morgens machte: Glenn anschnauzen, er möge die verdammte Tür schließen wenn er im Bad ist. Weniger befriedigend als ich erhofft hatte. Wenig später traf ich ihn im Flur und er redete sich raus, er hätte grad nur vergessen... Nee, Freund, Du machst das seit Tagen. Mit Anna in so genervt wie derzeit ist nicht spaßen. 
Ich hab dann auch gefragt, wann die Familie wieder verschwindet. Angeblich am Mittwoch. Glaub ich erst, wenn sie weg sind. Er hat dann so getan, als hätte er nie etwas von zwei Wochen gesagt. Klar, deswegen sind Ross und ich beide der Meinung. Und ich erinnere mich seeehr deutlich an das Gespräch, Kumpel... 
Kein Spaß mit mir! Kacklügner! 
Arrrghghhh... 
Erst mal einkaufen, dann Case Study. Mal schauen, ob ich nen Platz in der Bib bekomme...
Einkaufen. Bei Primark Taschen angeschaut (zwei gekauft, 3 und 1,50 GBP). Kommt ein ansehnlicher Mann zu mir und sagt "You look fine!". lächelt und geht. Na, wenn das mal nicht nett ist.
 Beste Sommer-Gammelhose ever!!!
 Tasche 1
Tasche 2
Kopfschnerz bahnte sich an. Ich also langsam, langsam mit so wenig Erschütterungen wie möglich, heim. Plan war, dort ne Tablette, ein Schläfchen, dann Case Study. Ha!
Realität war, kurz mit Ross geplauscht, dann Schläfchen, danach geht gar nichts. Mir ist kotzübel. Migräne. Yay!!!
Und das trotz Mutterkraut.
Update: Noch keine News zum Thema Translation Exam. Deadline: morgen mittag.
Gegen 22h endlich Nachricht, das Exam wird rescheduled, Deadline wird neu gesetzt. Arrrghh....
Immerhin gehen wir nun morgen zusammen Kuchen essen, mein Translation Kurs und ich.
Montag:
Warum kommt, wann immer ich denke "Ich muss echt dringend auf Klo!", jemand aus dem Zimmer gekrochen und besetzt das Bad für eine halbe Stunde? Es muss langsam Mittwoch werden!!!
Unsere kleine Kuchenparty artet aus: plötzlich sind noch tausend andere Leute eingeladen... Stress!
Es waren dann doch nur Leute aus unserem Kurs da, kein anstrengendes Kennenlernen. Der Laden war toll.
Mein Japokurs (-Aidan, der wohnt weit weg, Mikiko machte das Bild)
Kuchen und Scone!
Leider heißt es jetzt: zurück zu Familie Dauergast und der Case Study.
19h: 390 Wörter. Einleitung und das Set Up stehen. Fehlt noch der Hauptteil. Ich war selten derart unmotiviert.
19.40h 700 Wörter. Ich stelle fest, ich habe viel zu viel. Ein neuer Schlachtplan muss her, eine neue Struktur. Mein Hirn schmerzt aber und grad geht gar nichts. Erst mal ne Folge Ghost Hunters. Dann weiterdenken.
21.20h Thema eingegrenzt. Ich schau jetzt nur, welche Features die Produktivitätsrate erhöhen können und wie die im Vergleich in beiden Tools ausfallen. Ob das reicht?
23h fertig. Alles umstrukturiert, runtergeschrieben. Feeling very accomplished. Mal schauen, ob das morgen auch noch Sinn macht.
23.15h Feuerwerk. Kein Scheiß. Jemand nicht weit von hier, fand es wär Feuerwerkzeit.
Dienstag:
Ein freier Tag. Ganz unerwartet. Klar, die Case Study muss durchgesehen werden und so, Bibliographie etc, aber das ist ne Sache von... kurzer Zeit.
Ich kann den ganzen Tag im Bett gammeln, meine auf der Fensterbank gereifte Avocado genießen und die kurze Pause voll auskosten. Ich glaub, ich les mal was.
Heute könnte ich Geräusche von Familie Würgereiz ertragen weil ja Koffer für die morgige Abreise gepackt werden müssen. Aber im Haus herrscht gespenstische Stille. Da zwei Zimmer okkupiert wurden, erwarte ich, dass Dinge herum getragen werden...Wohl nicht. Immerhin hörte ich ganze zwei Minuten lang das Kind mal lachen...
Nachdem die gestern erst gegen 1h zu Hause waren. Nachts. Mit ner sechsjährigen. Tut mir leid, aber ich finde das sehr seltsam.
WM M&Ms
Rumgeschlonzt. Herrlich. Ein paar Mal das Essay gelesen, verbessert. Gegen 18h eingereicht. Mir ein Eis gegönnt. Morgen gehts los mit dem nächsten.
Mittwoch:
Seltsame Nacht mit seltsamen Träumen. In einem war ich mit Marina und Erisa in einer heißen Quelle und wir haben Ramen gemacht. Nice. Um 4 aufgewacht und davon überzeugt gewesen, ich müsste den Rechner anmachen. Was das sollte? Keine Ahnung...
Jetzt Gepolter im Haus das tatsächlich nach Koffer tragen klingt. Oh, wie schön. Das könnte bedeuten, dass ich heute abend etwas kochen kann. Ahhh, auf Nimmerwiedersehen Familie Dreckkackscheiß!
Großartiges Wetter und ich habe ein Coffee-Date mit der wunderbaren Lauren. Yay!
Das könnte ein Supertag werden.
Wahrheiten über die University of Leeds: Ten things & Nine things.
Okay, hier mal die Lauren-Story. Ich traf sie im Deutsch-Kurs und im Writing Kurs und wir haben, sagen wir, 12 Worte miteinander gewechselt. Irgendwann stellte ich fest, wir sollten Freunde sein (ich hatte so ein Gefühl) und wir haben uns bei Facebook geadded. Und dann beschlossen, wir gehen mal nen Kaffee trinken. Das war dann heute. Um eins haben wir uns getroffen und haben Mittag gegessen. Gegen halb sechs kam ihr Freund Sully vorbei und wir sind ins Pack Horse (ein Pub) gewandert. Da sind wir um halb neun wieder rausgekommen. Ich hatte Bauchschmerzen vor lachen, ich habe mich großartig unterhalten über alle Themen der Welt, wir haben gelästert und diskutiert... Ich hatte recht, wir sollten Freunde sein.
Was lernen wir daraus? Manchmal muss man Menschen um Freunde-Dates bitten. Wenn das romantisch geht, warum dann nicht freundschaftlich? Ich bin dafür! Traumtag, der besser kaum hätte sein können.
Zuhause wartete ein Stück Brownie auf mich das Ross mir schenkte. ^^
Brownie!
Leider auch Familie Arsch die nicht, wie von Glenn dem Lügenbaron angekündigt. Ich bin mordsmäßig angefressen. Die sollen endlich abhauen, verdammt!!!
Donnerstag:
Komisch geschlafen, komisch geträumt. Was geht damit in letzter Zeit?
Von Familie Grrrr geweckt worden die um halb zehn das Haus verließen. Schuhe sind noch da. Ich habe ehrlich keinerlei Hoffnung mehr, dass die je verschwinden. Dafür aber soviel Wut auf Glenn im Bauch... Uiuiui...
Glenns "saubermachen". Man beachte den Rand links und den Wasserhahn...
Um 12 war ich an der Uni und habe Subtitling angefangen. Das erste Mal subtitlen seit... 2 Monaten etwa? Ich bin deutlich ein Übersetzer, kein Subtitler. Viele Leute da, Claire, Mariko, Mikiko, Jen, Anna-Maria... Und doch jeder in seiner eigenen kleinen Welt. :/
Gegen 5 hatte ich die Schnauze voll und einen knurrenden Magen. Also einkaufen und heim.
Das Haus leer. Aaah, feini! Ross hatte heute ein Exam, der gibt sich sicher seit drei und mindestens noch bis drei ordentlich die Kante. Familie Elefantenfuss ist hoffentlich auf See verschollen.
Zwischendrin: Familiendrama, besten Dank dafür. Tatsächlich macht das, dass ich trotz heimwollens nicht heim will. Danke.
Morgen gehts weiter mit den Untertiteln. 15 Minuten "My Name is Earl". Diese Folge. Klingt gut? Ist ne Supershow, Alptraum zu untertiteln.  Aber wenigstens hab ich was zu lachen.
Freitag:
Fast an dem Kack Clip verzweifelt. Das passt alles gar nicht.
Nett Mittagessen gegangen mit Mariko, Chikako und Sakuya. Mich für ein Career Forum in London angemeldet das Jobs in Japan vermittelt. Bin gespannt.
Nach sechs Stunden in ERIC kurz in die Stadt gelaufen. Da wurde mir der Regenschirm von der Tasche gestohlen. Natürlich fing es an zu regnen als ich rauskam. In verfickten Strömen. Dermaßen angepisst... Als ob mir so etwas noch fehlte...
Zuhause die Texte für mein Final Project fertig gemacht und an meine Supervisors verschickt. Hoffentlich werden die am Mittwoch dann approved.
Ins Bett gelegt und gebetet, dass mich das Gewitter erschlägt. Ist mir grad alles etwas viel so.
Positiv bleiben: Lichtblicke heute waren:
- Schnacken mit Claire
- meine Mariko
- SMS von Ross, dass er ein Paket für mich angenommen hat.
- Paket von Yasue. Wird am Montag geöffnet.
- Möglicherweise ist die Familie weg...
...
Samstag:
Gemischter Tag. Geweckt von Arschibald Glenn. Kurz nach zehn auf. An der Uni alles voll mit Bandbussen und Emo-Kindern. Rockmusikfestival. Aaahh.... Da standen zwei deutsche Busse, ich kannte keine der Bands im (langen Line Up als deutsch...).
Mit Ayako getroffen und zum Kilo-Sale gegangen. Ein Kleid und eine Strickjacke gefunden. Nice.
In der Trinity Kitchen gegessen, dann zur Uni, da waren wir gegen eins? Alles rappelvoll, Schlangen rund um die Uni.
Stilton Sandwich mit Birnenchutney.
Mit Alexandra und Julian, später noch Encarna im Keller im Linguistics Lab gesessen und die Subtitle fertig gemacht. Es verbleiben einige Probleme, aber das gröbste ist geschafft.
Da die Uni jetzt drei Tage lang geschlossen ist (Sonntag, dann Feiertag, dann... Ärger-wir-die-die-noch-an-die-Computer-müssen-Tag?) haben wir schnell noch die Tür präpariert damit wir ggf doch reinkommen. Mal schauen.
Gegen halb acht sind wir raus. Ayako und ich haben dann noch das Food Festival gesucht, vergeblich. Also sind wir stattdessen Steak essen gegangen. Nicht billig, aber für die Menge essen vollkommen ok.
Sttteeeaaakkkk!!!!
Durch die in die Stadt strömenden Festivalbesucher richtung Heimat.
Daheim schon beim Anblick von Glenns erleuchtetem Zimmerfenster das Kotzen bekommen. Das wird langsam echt ungesund für mich. 

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