Sunday, August 7, 2016

Back! Die dritte...

Also... Ich bin mal wieder weg. In London dieses Mal und auf unbestimmte Zeit wenn alles gut läuft. Ich habe einen Job als German Content Executive (klingt fancy, huh?) bei Lovecrafts. Am Ende soll ich hauptverantwortlich für die Website loveknitting,de sein. Nennt mich Strickliesel. 
Und wiedereinmal werde ich hier ein bißchen mein Leben mit Euch, meiner sicher treuen und garantiert geliebten Leserschar, ja, allen beiden von Euch, teilen. Eher so, wenn etwas aufregendes passiert oder ich was tolles unternehme. 
Zum Beispiel: 
Meine erste Woche Arbeit habe ich nun schon hinter mir und ich finds toll. 
Ich mag meine Kollegen. Ich mag das Büro (funkelnagelneu). Ich mag den Job. Ich mag London. Ich mag Kerstin, bei der ich derzeit noch wohne bis ich mir von meinem ersten Gehalt etwas eigenes leisten kann. Aber eins nach dem anderen. 
Angekommen bin ich am Freitag, den 29.07. 
Samstag habe ich mich mit der zauberhaften Lauren getroffen, die ebenfalls seit Freitag ganz in der Nähe von London wohnt was bedeutet, dass wir uns herrlich oft sehen können. Wir waren in der Oxford Street shoppen. Auf einen Samstag. Das ist ganz sicher in Dantes Inferno beschrieben was da vor sich geht. Touristen sind der 6. Kreis der Hölle, davon bin ich überzeugt. Aber es war ein super Tag. Auch wenn hinterher meine Füße weh taten. Und angeschwollen waren. Und es blieben. Bis heute. Autsch! 
Sonntag mit Dana und ihrer Mitbewohnerin Sarah zum Lunch am Southbank Centre getroffen. Sehr nett. Anschließend noch mit Dana durch die Stadt spaziert. Auch sehr nett. Es hilft, wenn man gleich Freunde in einer neuen Stadt hat. 

Erster Arbeitstag: Puh! Soviele Leute, soviele Termine mit so vielen Leuten die mir so viel erklären und zeigen mussten, so viel INPUT!!! Aber: alle wirklich nett. Schön, wenn man begrüßt wird mit Aussagen wie "Ach, du bist Anna! Du wurdest ja hier schon sehnlichst erwartet..." Jup, vor mir hat keiner meinen Job gemacht... Irgendwie cool, aber das bedeutet auch, dass man nicht wirklich weiß, was ich alles machen soll am Ende. Aber ich finde bisher wirklich alle nett, es steht Obst, Brot, Cornflakes ets, Getränke in der Küche für alle, das Büro ist groß, hell, hat einen fantastischen Ausblick und weil es mitten in der Stadt ist, gibt es massig drumherum...
 Mein Platz mit nagelneuem Mini-Laptop und nagelneuem Riesenbildschirm. 

 Aussicht von meinem Platz nach Innen zur Lobby
 Aussicht nach links, wer vergrößert, sieht in der Ferne das London Eye.
 Aussicht auf die New Oxford Street
 Bodenlange Fenster lassen Schwindel zu.
 Nach rechts sieht man das British Museum.
Die nächsten Tage habe ich genauso verbracht. Leute treffen, Sachen lernen. Aber man hat mich auch von Tag eins an echte Arbeit machen lassen. Was dazu geführt hat, dass ich mich gleich nützlich gefühlt habe und gleich in echte Prozesse eingebunden wurde und gleich im Flow des ganzen Tagesgeschäfts drin ist. Und man fühlt sich gut wenn man, wie ich, nach drei Tagen den ersten Newsletter raushauen kann. Woohoo! Mit HTML spielen, mit den ganzen Programmen umgehen die wir benutzen (wer nachschauen will: zum Beispiel Asana, CoffeeCup, Sailthru, Magento...)
So ein neuer Job haut einen (sprich: mich) aber echt um. Ich bin die ganze Woche um halb elf ins Bett gegangen. Auch das frühe Aufstehen bin ich ja nun gar nicht mehr gewöhnt. 7.15h erscheint mir so früh. Zu Callmobile Zeiten war ich um die Zeit längst unterwegs zur Arbeit... 
Ich gehe bei Kerstin um 8 los und kann dann ganz entspannt in Holborn (meiner Haltestelle) noch etwas zum frühstücken oder zum Mittag besorgen und bin um 9 im Büro. Top. Arbeit geht bis 18h. 
Nur Freitags nicht, da gibts ab 17.15h Bier und Wein und so im Büro. Super, oder? 
Rolltreppe in Holborn. Nachmittags ist es da schön "leer".
Und diesen Freitag gabs noch mehr weil die loveknitting UK Website 4. Geburtstag feierte gabs Cocktails, Spiele, zur Eröffnung von Olympia gabs nen Wettspiel bei dem man zufällig Länder aus dem Pott ziehen musste von denen man jetzt hoffen muss, dass sie die meisten Medallien gewinnen. Ich habe die Schweiz und den Iran... Mmmh... Sind die bekannt für ihre Olympioniken? 
Noch dazu habe ich mein Welcome Package per Post ins Büro bekommen, das war nett. 
Und weil Freitag unsere Eigenmarke MillaMia ein neues Baumwoll Garn gelauncht hat, durften wir uns da aus zwei gigantischen Kisten die Sample Knäuel nehmen. So viel schöne Wolle! Da muss ich gleich meinen Angestellten Rabatt nutzen und auf der Website etwas bestellen.Ich brauch ja Stricknadeln und so... Hihihi. 
Welcome Package. <3

Abschließend bin ich (mit 30 Wollknäueln) zu Dana nach Süd-London gefahren um ihre Wohnung zu sehen, ihre Stammbar und ihren chinese take away Laden. Trotz Müdigkeit und Sozialem-Overload war das sehr nett! 
Auf dem Weg dahin ist mir aufgegangen, dass ich keine Hausaufgaben habe, nichts vorbereiten muss, keine Hausarbeit ansteht oder ich lernen sollte anstatt mich zu amüsieren. Wenn man arbeitet, dann hat man in seiner Freizeit tatsächlich frei. 8 Jahre lang mit Abendschule, Uni und Uni hatte ich diesen Luxus nicht. Ach, ist das schön! 
Bisher läuft also alles Top. Fehlt noch das eigene Zimmer und dann glaube ich auch, dass ich jetzt in London wohne. 
Viele Worte. Zusammenfassung: London ist super, Job ist super, mir gehts gut. 
Bonus Pics: 
Maggi und Maggi in scharf. Hä?
Mmmh, Krispy Kremes. Gabs in Büro. Die Damen sind aber alle grad auf Hochzeitsdiäten, da hat jede maximal nen halben gegessen. Ts!