Sunday, January 27, 2013

Mein Nachbar Kumamon

Montag: Nach dem Kanji-Unterricht (die Lehrerin ist Satan! Jeder, der´s nicht glaubt, muss mir erst mal das Gegenteil beweisen) habe ich Jens und Kerstin in Kokubunji vom Bahnhof abgeholt. Sehr langsam weil jeder Kieselstein fotografiert werden musste, sind wir zurück zur Uni gegangen wo ich den Campus grob gezeigt habe und wir dann zusammen lecker Mensa-Essen gegessen haben. Wieder in Slow Motion und im Foto-Modus ins Wohnheim, Zimmer vorgeführt. Von da aus dann nach Tachikawa wo wir Stunden im Loft, im Book Off Super Bazaar, bei g.u. und im 100yen Store verbracht haben. Tachikawa ist toll. Lang lebe West-Tokyo.:D 
Dienstag: Grammatiklehrerin krank, kein Unterricht. Geil. Dank an Kiduck Kim der mir dies mitteilte. Leider bedeutet das auch, dass ich die Materialien aus den letzten beiden Stunden erst nächste Woche bekomme und entsprechend weniger Zeit zum lernen habe... Egal. Ich wollte ausschlafen, hat nicht funktioniert. Stattdessen verrotzt, müde und mit dickem Kopf Jens und Kerstin in Nakano gtroffen und dort Nerdkram angeschaut. Da Jens großer Godzilla-Fan ist hatte er einiges zu bestaunen.
Anschließend haben wir ein Café gesucht und nach einiger Mühe gefunden, Kuchen gegessen und nach Shinjuku gefahren. Ich bin ja kein Shinjuku-Fan, ich mag auch den Kiez daheim nicht (Reeperbahn und so...). Ist etwa das gleiche. Jens und Kerstin stromerten da so Touristen-selig herum und ich dachte nur: hoffentlich frißt uns die Yakuza nicht, hoffentlich spricht mich ein Host an, dem kotz ich ins Gesicht... 
Wir haben dann noch Shabu-Shabu gegessen und dann bin ich in die Bahn gestiegen. Jens wollte unbedingt zu Fuß nach Harajuku laufen, also hoffe ich, dass sie das geschafft haben. (Haben sie...:D)
 Kuchen, bildschön
 Random Tempel in Shinjuku (mit Kerstin)
 Roboter Café Werbe-Trucks. Ohrwurm Werbesong inkl.
 Shabu Shabu!
 Speedy Gonzales in Nakano. Ann!!
 Ich habe Bouya Harumichi gekauft!
Mittwoch: Cool Japan Referat überlebt. Hätte vielleicht meine zwei Woche alten Notizen vorm halten noch mal ansehen sollen... War nicht toll, aber nu is vorbei.
Danach nach Mitaka gefahren, mich anstarren lassen während ich auf Jens und Kerstin gewartet habe (so schlimm wars glaub ich echt noch nie... Als gäbs da nie Ausländer!) und dann sind wir zusammen zum Ghibli Museum gewandert. Das war super da. Leider darf man keine Fotos machen, also habe ich nur wenige.
 Nicht mehr weit!
 Yay!
 Kerstin und Totoro im Kassenhäuschen
 Das Museum von Innen
 Katzenbus zum bespielen. Natürlich wieder nur für Kinder...:(
 Museum von Außen
 La Puta Roboter auf dem Dach
Anschließend sind wir durch den Inokashira-Koen und Kichijoji gestromert und zum Abschluß noch Karaoke singen. Des war super!
 Ich wollte alles kaufen! Stattdessen gabs das: Postkarte vom Totoro-Haus, Anstecker und Makkuro Kurosukeanhänger
 In Kichijoji gefunden: Kiki Dose
 Und Kumamon Alk
Donnerstag: Nach dem Kotounterricht nach Shibuya, dort Kerstin und Jens eingesammelt und nach Yokohama gefahren. Zuerst nach Minatomirai ins Cupnoodlemuseum. Da haben wir selber Chicken-Ramen gemacht, mit Teig kneten, ausrollen, frittieren (lassen), Packung bemalen, mitnehmen. Laut Infobroschüre ist das für Kinder bis zur 6. Klasse, lustigerweise war in unserer Gruppe nur ein Kind, und auch in den anderen Gruppen konnte ich keine sehen. Riesenspaß. Auch wenn die nur mäßig auf Ausländer eingestellt sind. Ich konnte ja übersetzen... Aber wenn ich die Sprache nicht spräche, hätte ichs vermutlich nicht gemacht.
Anschließend haben wir noch "My Cupnoodle" gemacht. Zutaten ausgewählt, Cup bemalt, Soße ausgesucht, einschweißen lassen. Großartig. Klar, das ist alles ne große Nissin Werbeshow, aber a) ich mag Nissin und b) es macht Spaß!
 Cupnoodles in Hülle und Fülle!
 Nudeln machen. Die Bandanas mit dem attraktiven Küken durfte man behalten
 Meine Verpackung...
 Kerstins...
 und Jens` ...
 Ich war die Nr 9...
 Lauter Erwachsene beim Cupnoodle Cups bemalen
 Meine Cupnoodles
Danach sind wir nach China Town gefahren und haben uns das angesehen und etwas gegessen (abgesehen von einem Brötchen am Morgen mein erstes Essen). Und dann wurde ich gezwungen am Hafen rumzulatschen. Müde, fertig, nicht-im-Urlaub... Nicht intressant. Aber witzig. Lieber Leser, hiermit fordere ich Dich heraus, Dinge, die mit F anfangen zu nennen. Und dann: Lebensmittel die mit F anfangen.
Ich genieße es ja Besuch zu haben, aber ich vermisse meinen Nachmittags/Mittagsschlaf, Me-Time, mein "Haushalt" (Wäsche, Lebensmittel, all so etwas) bleibt liegen... Aber ich will mich nicht beschweren! Ich will nur grundsätzlich das, was ich nicht haben kann!
Auch in Yokohama gefunden: Schicker Hut, rot
Freitag: Uni. Wie immer. Ich konnte endlich Erisa wiedertreffen, die hatte ich zuletzt um Weihnachten rum gesehen. Das war toll. Wir haben zwei kleine Absätze ins Englische übersetzt, das war richtig viel Arbeit, aber auch richtig viel Spaß. Übersetzen mag ich einfach.
Nach dem Unterricht bin ich nach Shibuya gefahren, habe eine Stunde vertrödelt, Kerstin und Jens getroffen und wir sind zu Smileland (wo Kerstin Sachen gefunden hat!) und zu Mandarake (wo Jens und ich Sachen gefunden haben). Um halb acht haben wir uns mit Yuriya in Shinjuku getroffen und haben versucht, etwas zu Essen zu finden. Ist ja immer nicht so einfach wie es erscheint. Zilliarden Restaurants, nirgendwo Platz auf einen Freitagabend. Schließlich haben wir doch noch Platz in einem sehr netten Okonomiyaki-Schuppen am Kabukicho gefunden. Takumi kam nach (obwohl er kein Deutsch spricht) und wir hatten einen schönen Abend.
Samstag: Flohmarkt in Harajuku/Yoyogi-Park. Ich nehme an, der ist im Sommer toller weil dann sicher mehr Menschen dort Zeug verkaufen. So fand ich den Markt an sich zwar nett, das Angebot aber enttäuschend. Auch weil es primär Klamotten gab. Ich will aber Zeug. Taschen! Schade. Danach waren wir beim quasi nebenan gelegenen Meiji-Jingu wo wir sagenhafte vier Hochzeitsgesellschaften sehen konnten. Das nenne ich Fließbandbetrieb! Aber es war nicht total rappelvoll, das Wetter war schön, was will man mehr. Ich mag auch einfach den Park in dem der Schrein steht, groß, grün, ganz friedlich und gefühlte Lichtjahre vom übermäßig regen Harajuku entfernt.
Flohmarkt
 Meiji Jingu
 Hochzeit Nr 2
 Das Taxi mit der Klappe für die Haube steht bereit...
...für Hochzeit Nr 4 (1 und 3 hab ich nicht fotografiert...)
Wir sind dann noch in den Takeshitadori weil ich Kerstin einen Laden versprochen hatte und haben ein Crepe gegessen. Die sind einfach zu gut hier. Und dann bin ich auch schon heim. Muss ja Kanji lernen. Dummerweise hat mich da etwas gepackt und ich habe es kaum heim geschafft, so schwächlich fühlte ich mich plötzlich. Ohrenschmerzen, Kopfweh... An lernen war gar nicht zu denken. Stattdessen geschlafen. Wehe, ich werd jetzt krank. Dann wiederum: Es ist Klausurenzeit, da werd ich doch immer krank!?
Natürlich hat mich die Tatsache, dass ich mich wie ausgekotzt fühlte, trotzdem nicht davon abgehalten, zur Nabe-Party zu gehen. Könnte ja meine letzte hier sein. Und es war, trotz rasender Kopfschmerzen, pochenden Ohren und allgemeiner Matschigkeit, echt witzig. Wieder neue Leute kennengelernt. Namentlich Mike aus Köln, Kenny aus Finnland, Hanae von der Hitosubashi Uni und Hiro von meiner Uni. Wie ich letzteren bisher nicht kennen konnte, ist mir ein Rätsel. Hot und nett... Und er hat nebenbei Johan noch schnell das Ohr gepierct. Kann er. Hat ne Lizenz und alles. Nice!
 Mein Partner-Llama. Ich nenne es Takiya Genji.
 Alles bereit für the Partay
Sonntag: Mit Jens und Kerstin in Akihabara getroffen. Da sollte Wochenends der Flohmarkt stattfinden den ich dareinst mit TJ gefunden hatte, aber da war nix. Stattdessen waren die Straßen gesperrt (sind sie in Shinjuku Sonntags auch, das ist super) und wir haben uns umgesehen. Soviele Läden mit Spielzeug, Anime, Manga und Game Krams, dass selbst Jens sagte, dass er langsam genug davon hätte! Wow!
Wir haben zusammen Puris gemacht, das muss man einfach einmal gemacht haben wenn man in Japan ist.
 Autofreies Akiba
 Fund des Tages: Jikô Keisatsu Puppen!!! Und ich habe weder einen Container zum heimtragen noch alles Geld der Welt... Ich fühle mich betrogen!
 
Puris. Einige undekoriert weil plötzlich die Zeit um war.

Sunday, January 20, 2013

Lange Woche, wenig Aufregung

Sonntag: Ein Paket, ein Paket! Nach über einem Monat in der Post ist der erste Teil meiner Weihnachtspost von Zuhause auch mal angekommen. Warum nur hasst die Post mich so? Aber auch verspätete Post ist gute Post. Darüber habe ich mich gefreut, über den Anblick des Fuji San auf dem Weg zur Dusche und dann über mein Zeug aus Korea als ich den Koffer auspackte. Yay! Gar nicht viel gekauft. Dafür aber gutes Zeug!
 Rucksack, Mandel-Snickers, Apfelkekse, Hefte... Außer dem Essen gekauft bei Artbox
 Ohrringe, soviele Ohrringe. Jedes Paar unter 1€
Gegen vier bin ich dann auf nach Shimokitazawa. Es spielten auf: Merry und Balzac als gleichwertige Partner. Der Club: klitzeklein. Wer daheim das Logo kennt: Das Shelter ist kleiner! Nur die Decke ist höher. Ist ja schon mal was. Hier war alleine anstehen für den Einlass etwas... doof. Niemand hat mir etwas getan oder so, aber alleine rumstehen und warten ist halt kacke. Drinnen hat mir der nette Barkeeper für meine Getränkemarke eine Cola mit mystery-Alkohol gegeben. Ich hab ihn drum gebeten, Cola mit irgendwas. Fand er witzig. War ordentlich irgendwas drin. Nun wissen die, die mich kennen, dass mich Alkohol nicht betrunken macht. Was macht er stattdessen? Rrrichtig! Er lässt meinen Kreislauf abkacken. Gegen Mitte des Balzac-Sets saß ich dann auch auf dem Boden und wollte sterben. Raus ging nicht weil: Dann darf man nicht wieder rein. Steht groß draußen dran. Toll... Als Balzac fertig waren, haben mir dann ein paar nette Mädels geholfen, einen Platz mit dem Rücken an der Wand und dem Gebläse der Klimaanlage im Gesicht zu bekommen. Super süß! Merry hab ich dann überstanden. Leider mit drei Typen vor mir, also fast null Sicht. Ich hatte noch nie einen gleichzeitig so guten und so schrecklichen Platz... Die Bands waren aber beide fabulös!
 Kleines Handyvideo. Ich hoffe, das funzt!
Infos quasi für Maika weils sonst niemanden intressieren wird:  Balzac haben Haraiso gecovert und Hirosuke war dann zu Merrys Zugabe nochmal mit auf der Bühne und die haben den Song nochmal zusammen gesungen. Großartig! Akio: Arschcool as usual. Ärmelloses Hemd, danke dafür.:D 
Merry... O_O Ich hab die schon einmal live gesehen, aber das war 2006 und ich hatte ehrlich vergessen wie endgeil die sind live. Gara hat sich nach dem 3. Song schon ausgezogen, er hatte den Tisch mit und die Hasenmaske und und und... Balzac haben sich nacheinander immer mal wieder reingedrängelt und Merry zugesehen, haben die sich amüsiert über die Mädels und wie die abgingen! :D Und Kenichis Frisur ist super! Ich habe ernsthaft nach einem Bild gesucht auf dem man den Schnitt erkennt damit ich den bei, Friseur verlangen kann! Und ja, einige Typen in VK Bands haben durchaus... mädchentaugliche Frisuren.
Für alle zu Info: Balzac sind Punk für Männer. Bekloppte Texte, viel mitgröhlen, moshen. Merry sind Punk für Mädchen. Hochemotionale Texte, "hübsche" Burschen in der Band. Aber: Jeder Song, auch die "ruhigen" haben einen Punkbeat und die kleinen Mädchen gehen ab wie Sau. Kein Moshpit aber Alter, können die ihre Haare schütteln.
War super. Ich versuch noch ein Merry Konzert mitzunehmen. Lohnt sich.
Montag: Frei weil Seijin no hi - Tag der Erwachsenen. Ist ein Feiertag hier. Yay! Den halben Tag im Bett gelegen und mich vor dem Schnee versteckt der in dicken Flocken fiel. Leider wurde der Schneefall zu Regen und die etwa 10cm Schneeschicht die lag wurde unüberwindliche Matschepatsche. Meh! Schnee=cool. Schneematsch=scheiße. Ich war auch nur kurz zum einkaufen draußen und hab den Rest des Tages damit verbracht mich im Bett vor der Kälte zu verstecken und mich so vorm Ausarbeiten des Referats für Mittwoch zu drücken. Erfolgreich.
Eingeschneiter Campus. Und das wurde noch sehr viel mehr!
Dienstag: Noch ein sinnloser Gammeltag. Herrlich! Morgens versucht mit dem Fahrrad zu fahren, aber der Schneematsch vom Vortag wurde unebenes Eis. Kein Spaß. Durchlaufen auch kein Spaß. Ich war dann auch zehn Minuten zu spät an der Uni. Grammatikunterricht gehabt, aber kaum etwas geschafft. Wir sollten an den Rechnern im Computerraum arbeiten, aber bis die liefen und alle eingeloggt waren... Anschließend schnell eingekauft und dann wieder im Bett versteckt. Ja, so macht man das hier wenn es drinnen kälter ist als draußen.Und die Klimaanlage nur einen Teil des Zimmers wärmt. Und teuer ist.
Vereister Uni Campus. Rutsch, Glitsch, Schlitter...
Gegen mittag hab ich dann doch noch schnell das Referat gemacht. Und Abends dann bei May mit (den meisten) anderen der Gruppe besprochen/getratscht und upgedatet. Ich hatte May tatsächlich seit Weihnachten nicht gesehen! Und während ich in Korea war, war das Trier-Trio in Osaka beim Big Bang Konzert. Mit Heimfahr-Odyssee mit gecanceltem Flieger wegen Schnee und letzter Shinkansen nach Tokyo verpasst und so. Super!
Mittwoch: Doch nicht das Referat gehalten. Nächste Woche. Dafür geht Fahrradfahren wieder. Yay! Ich habs vermisst. Mein treues Ross musste fast zwei Wochen ohne mich auskommen! Und die Knieschmerzen sind zurück. Was ist falsch mit meinen Knien? Ansonsten: Nichts. Ich genieße einfach mal die Ruhe vor dem Sturm. Der Sturm: Jens und Kerstin die am Sonntag kommen! Das wird Spaß! Woohoo! ^^
Abends mit Sarah unsere nächste Reise angedacht. Uwarharhar!
Donnerstag: Schöne Koto-Stunde. Fast unbeachtet durfte ich die Stunde vor mich hinklimpern und einfach mal üben ohne abgefragt zu werden. Langsam hab ich O-Edo Nihonbashi drauf und fürchte mich jetzt nach dem Übungsstück vor dem nächsten Stück, Rokudan.
Lustigerweise habe ich bisher noch keine Liebe zu dem Instrument entwickelt. Macht schon Spaß, aber... Vielleicht liegts aber auch am Unterricht? Deutlich lieber würde ich Shamisen spielen. Ob ich mittlerweile davon richtiger Fan wäre? Mmmhh....
Weil Yuriya krank ist (gute Besserung!<3) bin ich dann heim, hab zwei Stunden Schlaf nachgeholt und dann... gechillt. Auch wenn ich das verrückte Tandem vermisst habe: Ach, herrlich ist es nichts zu tun zu haben.
Freitag: Aus mir unerfindlichen Gründen war kein Unterricht, Yay! Also habe ich den halben Tag mit American Horror Story verbracht (find ich ganz gut) und bin dann nach Yokohama gefahren um mich mit May und Sonja und Maikao, Yôjirô, Kana und Yuri zu treffen die wir letztes Jahr in der Summer School unterrichtet haben. Warum Yokohama? Ist mir ein Rätsel. Wir waren essen, haben uns amüsiert und sind dann wieder heim. War aber sehr schön die Mädels (und den Burschen) wiederzusehen.
 Yuririn
 vlnr: May, Maiko, Yojiro, Kana
 May kuschelt auf dem Heimweg mit einem romantisch scharchenden Herrn.
Samstag: Sollte Hausaufgaben machen weil ab Sonntag dafür keine Zeit sein wird. Aber, haha, Migräne. Grundgütiger, was ist denn los? Ich hatte noch nie so viel Migräne wie seit ich hier bin. Was im Wasser? In der Luft? Ich habe also geschlafen und Teile der zweiten Staffel von American Horror Story mit meist geschlossenen Augen angesehen.
Und dann, vollgestopft mit Schmerzmitteln bin ich mit den Mädels Karaoke singen gegangen. Singen hilft immer. Karaoke ist toll.
Sonntag: Nicht so viel geschlafen weil Karaoke bis 2 Uhr... Aufgestanden, nach Ueno gefahren und nur etwa 15 Minuten auf Jens und Kerstin gewartet die offenbar super gut durch alles gekommen sind. Wir haben deren (sehr schönes) Apartement in Harajuku gefunden und sind dann ein bißchen ebendort und im Yoyogi-Park bummeln gegangen. Ist ein lustiges Gefühl, Freunde aus Deutschland in der Stadt zu haben.
Zum Brahman-Konzert haben wir es dann nicht mehr geschafft, so ein Flug schlaucht dann doch.:D
Ich bin heimgefahren, hat ewig gedauert weil sich in Kichijôji jemand vor den Zug geworfen hat, und habe Hausaufgaben gemacht. Super...
 Lustige Rocker tanzen im Yoyogi-Park
 Gutes Schild für einen Friseur!
Random andere Bilder: 
 Fanta Muscat? WTF? Ich mag kein Muskat also hab ich das gelassen...
 ... und stattdessen Pepsi White mit (angeblich) Mandarinengeschmack gekauft. So lala.
 Mein Rucksack schimmelte unbemerkt vor sich hin. RIP, Bruder, Du hast mir treu gedient!
Artbox-Tüte. Deutlich ihre 100won wert.

Saturday, January 12, 2013

Ze jerman Bär und Huhn mit Nikolaus Kim

Samstag: Super Shitty Tag. Schon mit dem Gefühl aufgewacht krank zu werden. Dicker Kopf, verrotzt, hustig... Nicht wirklich etwas zu essen im Haus. Warum nur? Egal, Spiegeleier gehen immer. Dann: mich für den Flug nach Osaka online eingecheckt und losgeradelt um die ganzen Flugsachen im Lawson auszudrucken. Im Konvini geht ja alles. Ha! Nicht bei Lawson. Da funktionierte der Drucker nur als Kopierer. Ich also zur Uni gefahren, in der Hoffnung, dass die Lounge geöffnet hat samstags. Hat sie nicht. Heim, was gegessen, nachgedacht. Sarah war so freundlich, mir nen Link zu nem Copy-Shop zu schicken, das hätte aber morgen einen bekloppten Umweg für mich bedeutet. Also bin ich nochmal los, habe 5 (!) Konvinis abgeklappert und schließlich bei 7/11 vom USB-Stick ausdrucken können. Schnell noch einkaufen, dann Gedanken gemacht, was ich mit meinem Gepäck mache wenn ich morgen abend auf dem Konzert bin. Keine Locker am Budokan, sagt das Internet. Mitnehmen? Woanders einschließen? Der letzte Zug zum Flughafen geht um kurz vor halb zehn. Bleibt nach dem Konzert noch genug Zeit das Zeug zu holen? Super-angepisst weil alles doof. Halsschmerzen. Kopfschmerzen trotz Medikamenten. Ins Bett gelegt und "Golden Bowl" geschaut. Probleme lösen für die Zukunfts-Anna morgen übriggelassen. Auch Koffer packen. Soll die sich drum kümmern. 
Ich habe richtig Lust auf Korea aber GAR keine Lust auf die Fahrt. Nicht die Nacht am Flughafen, nicht die Flüge, nichts. Verreist sein ist super, reisen ist kacke! 
Sonntag: Zukunfts-, dann Gegenwarts-, jetzt Vergangenheits-Anna hat brav gepackt, und dann auf nach Shinjuku, das Gepäck wegeschließen. Wer schon mal einen Coinlocker in Shinjuku gesucht hat, wird feststellen, es gibt unzählige. Und fast alle belegt. Aber: gefunden und auf zum Budôkan. Beeindruckendes Gebäude, riesengroß, mit Eingangstoren und so... Leider wars zu dunkel für Fotos. Und SO voll! Die Schlange vor den 8 (!) Merchandise Ständen war so lang, dass ich ne Stunde hätte warten müssen. Also rein, Platz finden. Ich saß im 2. Stock und habe bei Ankunft noch einen besseren Platz weiter vorn bekommen weil die hinteren Reihen abgesperrt waren. Nice!
 Yeah, The Back Horn, Baby!
 Budôkan
 Die Band
 Die Massen, begeistert!
Die Band hat gerockt, Anders kann ich es nicht sagen. Ich hab mich, auch allein, prächtig amüsiert. Es war super. Und ich würde einiges geben, die nochmal in einer kleineren Location zu sehen. Herrlich wars.
Aschließend noch schnell ein T-Shirt gekauft, dann mit den Massen zur Bahn, zurück nach Shinjuku, Koffer geholt, zum Flughafen.
Dort angekommen wollte ich mir eine dunkle Ecke suchen, mich zusammenrollen und schlafen. Aber nix da. Sicherheitsmenschen trieben alle Wartenden zusammen und wiesen uns Plätze am Zentralausgang zu. Dort wurden unsere Personalien aufgenommen (ich hab gefragt: wegen Erdbeben. Damit man weiß, wer wo sein sollte) und bewacht durften wir dann alle dort schlummern. Hatte ziemliches Zeltlagerfeeling.
Der gutvorbereitete Amerikaner mit Decke und unsere Wachen!
Montag: Morgens dann in den Flieger nach Osaka (noch einen schönen Platz mit endlos Beinfreiheit am Notausgang bekommen), da am Flughafen noch ne Weile gedöst, Sarah getroffen, gegessen und Mittags dann gen Korea. Beide Flüge waren kurz, schmerzlos und pünktlich. Sehr nett. Boah, war ich fertig als ich ankam. Aber: In Korea ist es arschkalt. Es lag Schnee. Ich hatte endlich mal Wintergefühle! So hätte Weihnachten kommen können. Nicht bei 10°+...
Gesa hat uns netterweise vom Flughafen abgeholt und wir sind zu ihr in die Gegend, haben etwas gegessen und sind dann auch heim.
Chinesisches Essen in Korea: Jjajangmyeon (Nudeln mit schwarze Bohnen Paste), Tangsuyuk (frittiertes Huhn) und Bratreis
Dienstag: Während Gesa in der Uni war, haben Sarah und ich ausgeschlafen und dann ein bißchen die Gegend erkundet. Sehr intressant. Ganz anders als Japan.
 Gesas Straße
 Knabberkram Stand
 Bohnen und Reis
 Frittiertes am Stock
 Fisch
 Sitzplätze?
 Auf dem Dach: eine Sammlung alter Reifen
 Traditionelle Kleidung
 Waedae (Hankuk University of Foreign Studies)
Mit Gesa sind wir dann zum Han-Fluß gefahren und haben uns die darin gelegene kleine Insel Seonyudo angesehen. Sehr hübsch.
 Han-Fluß ziemlich gefroren
 
 Gesa im Park auf der Insel
 Weihnachtlich! 
Fahrrad
Von da aus sind wir mit der Bahn nach Hongdae, einem Künstler- und Vergnügungsviertel rund um die gleichnamige Kunst-Uni. Sehr cool! Ich habe einen Haufen Ohrringe gekauft. Je unter einem Euro das Paar. Korea ist herrlich preiswert!
 Künstlerviertel: Streetart! Yay!
 Unfassbar leckere geeiste Suppe mit Rettich. Leider weiß keiner, wie die heißt. Mein Highlight!
 Jjimdak: Scharfes Huhn mit Nudeln
Mittwoch: Ausgeschlafen und gechillt während Gesa Unterricht hatte, dann nach Insadong gefahren wo es Restaurants, Bars etc. und dann massig Touristennepp-Läden gab. Hochintressant! Besonders witzig war die Show die die Typen an so Ständen für traditionelle (sehr leckere) Honigsüßigkeiten abgezogen haben... Unbeschreiblich leider. Wir sind ins Bukchon Hanok Village gegangen wo man sich, immer noch sehr bewohnte, ganz traditionelle koreanische Häuser ansehen kann. Sehr hübsch da!
 Insadong
 Gesa brät lecker Fleisch
 Ann House

 Architektur
 Traditionelle Häuser
 Häuser
 Häuser
 Steile Straßen
 Random Buddah
 Was mag es im Seoul Museum of Chicken Art geben?
 Eiszapfen!
Anschließend gabs Riesentoast (und einen Migräneanfall für mich) und dann sind wir zu einem hübschen, kleinen Flüßchen namens Cheonggyecheon wo man im Sommer sicher herrlich sitzen kann. Von dort aus haben wir uns die gigantischen Statuen vom tollen Admiral Yi und König Seojong und das dazugehörige, kostenlose, unterirdische Museum angeschaut. Ersterer hat laut Museum mehrfach in Seeschlachten die Japaner besiegt (die davon nichts wissen...), letzterer hat die Koreaner vom Joch der chinesischen Zeichen erlöst und Hangul entwickelt.
 Riesen Schokotoast. Lecker!
 
 Admiral Yi
 König Sejong
 Ein Tor zu einem Palast
 Nochmal.
 Im Museum: Thron
 Glockenspiel. Durfte man nur virtuell ausprobieren
 Gesa und Admiral Yi in Heldenpose
 Des Admirals Boot
Auf dem Heimweg haben wir Fried Chicken geholt (sehr beliebt in Korea, besonders mit Bier) und haben mit Gesas Mitbewohner gepicknickt. Sehr netter Bursche. Der am nächsten Tag in den Urlaub gefahren ist, also haben wir ihn nur das eine Mal gesehen. Schade.
 Mamis Chicken
 Immer dazu: Chilsung Cider. Deutlich besser als Sprite!
Donnerstag: Shoppen. Wir sind nach Myeondong gefahren. Alter, da kann man Shoppen. Nur Geschäfte! Total krass, echt. Und jede Kette hatte in jeder Straße einen Laden. Besonders die Kosmetikketten! Kosmetik ist sehr beliebt in Korea und für Touristen (besonders wohl die Japanischen). Dann sind wir zum Dongdaemun, einem attraktiven Tor. Da herum gibt es Klamottenläden noch und nöcher. Kaum auszuhalten. Wir waren in einem Kaufhaus namens Migliore, vollgestopft mit kleinen Shops, nur Klamotten. Für Fashionvictims sicher das Paradies. Etwas nervig für mich ist, dass man in Korea immer überall gleich angesprochen wird von den Angestellten in Läden. In Ruhe schauen ist da nicht. Das gilt dann auch für so etwas. Man geht vorbei und schon wird man zugelabert. Ganz schlimm: In der Männerabteilung. Oh Gott, das war Krieg! Wir sind rein und wurden von allen Seiten angeschrien. Wenn die dann raushatten, dass Gesa die versteht wurde es meist nur schlimmer! O_O Ich habs da keine 5 Minuten ausgehalten!
Abends gabs dann Frittiertes und zum Film den wir dann schauten (Shutter Island) einen Rieseneimer Baskin Robbins Eis.
 In Myeondong: Dakgalbi. Highlight: Der Kohlsalat mit Apfeldressing
 Abends: Frittiertes (Twigem)
Freitag: Gesa von der Uni abgeholt (ihre Wohnung ist etwa 4 Gehminuten davon entfernt) , gegessen und dann endlos auf sie gewartet während sie irgendein Interview gegeben hat. Dann nach Edae (spriche Idae) gefahren, die Umgebung der gleichnamigen Frauenuni. Da kann man Schuhe kaufen! Wow! So viele Schuhläden.:D Von da aus nach Shinchon gelaufen, Puris gemacht und Tacos bei Taco Bell gegessen. Wenn es schon Taco Bell gibt, muss ich wenigstens einen Taco haben! Auch hier gab es massig Läden also haben wir Artbox überfallen und dann Mitbringsel gekauft. Und ich habe endlich, zum ersten Mal dieses Jahr weil sie hier sehr teuer sind, gebratene Maronen essen können. Ach, war das schön. Und so winterlich in der klirrenden Kälte! Toll!
 Edae Campus
 Taco
 Samgyopsal
 Im Supermarkt: Fisch in Ketten
 1,6 L Bier gefällig?
Im Supermarkt: Fleischflocken
Samstag: Gefrühstückt und dann auch schon zum Flughafen gefahren.
Schön wars in Seoul. Und Gesa war eine eins A Führerin! Danke Kleine Gesa!!! <3
Meins wäre Korea auf Dauer vermutlich nicht mit den etwas distanzlosen Menschen, die sind auch irgendwie... grantiger als hier, es ist lauter, schmutziger, chaotischer... Aber Spaß. Ich fand es dort wirklich ganz anders als hier. Und: nicht die Sprache zu sprechen hat mich schon ziemlich gewurmt! Man fühlt sich ja total bekloppt. Nicht mal nach dem Preis von irgendetwas fragen können. Ätzend!
Als ich dann nach gefühlten 100 Stunden im Flugzeug und am Flughafen (erst in Seoul, dann in Osaka) wieder in Tokyo ankam, fühlte ich mich auch deutlich wohler. Ich versteh die Leute hier. Unbezahlbar! Und dann fühle ich mich in Tokyo einfach sehr wohl!
Das Flugzeug war fast 20min früher da als geplant, aber trotzdem musste ich a) den Local nach Kokubunju nehmen (ich wußte nicht, dass es soetwas gibt, Hab ich noch nie gesehen vorher!) und b) von Kokubunji aus eine Dreiviertelstunde Heim laufen. Um halb zehn gelandet, um Punkt eins Zuhause. Wow! Aber: Hallo Zimmer! Hallo, Tokyo! Ich hab Euch vermisst!