Friday, November 30, 2012

Erdbeben!!!

Ha, dramatischer Titel!
Und: Heute fast nur Handyfotos weil... Ja, deshalb halt! 
Samstag waren wir nochmal auf dem Schulfest (ohne May, die hat lieber Bento unterm Kotatsu gegessen.:)) (Ich will auch einen Kotatsuuuu....;_;). Als wir kamen (gegen Mittag) wurde schon Football gespielt und weil das Wetter deutlich besser war als Freitag, gab es Flohmarkt und viiiel mehr Leute, und wir haben uns zuerst mal eine Taiko Aufführung angesehen. Super gut!! Schwer beeindruckend. Maika, das nächste Mal gehen wir wieder zu Yamato... Lustigerweise rühren mich Trommelaufführungen immer zu Tränen. Kann mir das jemand erklären? Ist es die Ursprünglichkeit von Getrommel?  Versteh ich nicht. Aber nun gut.
 Im Yukata
 Trommel Trommel
 Die Zugabe gabs oben ohne von den Jungs.:D
Dann gabs Essen, ein bißchen Drama (wenn Mädchen zu viel aufeinanderhängen...), ein bißchen Football (leider sieht man vom Spielfeldrand aus nicht besonders viel...), mehr Essen, A Capella Musik...
 Lecker Bälle. Irgendetwas aus Okinawa. Sataan-irgendwas... komisch klingender Name
 Football. Gakugei in Blau, deutlich besser gespielt
 A capella Boy-Band...
...mit reichlich Fans.
Anschließend waren Fabienne, Christina und ich noch in Kokubunji weil Feiertagswochenende bedeutet: Sale! Während wir im CD-Geschäft standen, fing plötzlich das Haus an zu wackeln. Das größte Erdbeben, das ich bisher gemerkt habe, das allererste für Fai und Tini. Abends stellten wir fest, dass das nur eine Stärke 2 bei uns war... Es war nur etwa eine, vielleicht anderthalb Minuten lang. Länger und Stärker darf es dann bitte auch nicht werden. Super: Die Japaner um uns herum haben sich keinen Deut darum geschert. Es hat einfach keiner reagiert. Ich frage mich, bei welcher Stärke die in Panik geraten und sich unter Tischen verstecken.
Ich hab danach u.a. bei uniqlo ein paar schöne Sachen gekauft.
 Z.B. diesen arg weichen Pyjama
 Und diese ebenso weichen wie niedlichen Handschuhe.
Random Fun Fact
Tokyo hat angeblich 160.000 Restaurants. Das bedeutet, um alle zu besuchen müsste ich in einem halben Jahr fast 1000 täglich besuchen.... O_O

Sonntag war gar nichts angesagt. Ich habe meinen schönen weichen neuen Pyjama gar nicht erst ausgezogen, habe saubergemacht, war kurz einkaufen (einfach ne Hose drüber gezogen), habe Kanji gelernt (vergeblich, wie ich glaube), habe eine Decke für Gesa von Tini geborgt... Total ereignislos. Sehr gut.
Montag:  Kanjitest, schon wieder anders als erwartet. Ich weiß nicht, wie ich für diese Tests lernen soll. Es ist mir ein Rätsel. Danach bin ich (im Regen der ungelogen anfing als wir uns trafen um zusammen zur Uni zu fahren) nach Kokubunji und von da aus nach Ueno wo ich nach ziemlich langen Warten, lesen und Tee trinken Gesa bei Starbucks aufgegabelt habe. Für die Unwissenden: Gesa ist eine Freundin, sie studiert in HH Koreanistik (also am gleichen Institut wie wir) und macht grad ihr Austausch-Jahr (!) in Seoul. Wir haben uns seit Februar nicht gesehen, also gab es viel zu bereden.
Kurz in Ueno, dann in Shinjuku mit nassen Füßen im Regen rumspaziert und viel über die abenteuerlichen Frisuren, Schuhe und kurzen Hosen in Shinjuku gelästert. Anschließend haben wir noch Yuriya zum Essen getroffen, das war super. Ich habe Gesa dann ganz und gar illegal bei mir im Wohnheim  untergebracht, war etwas eng in dem 1m/2m Bett, aber auch schön warm zur Abwechslung. Weil Gesa nur zwei Nächste geblieben ist, hab ich das Risiko, entdeckt und rausgeworfen zu werden, mal hingenommen...
ShabuShabu mit Gesa und Yuriya.

Am Dienstag war ich bei Grammatik, hab Frühstück gekauft und dann Gesa mit Kaffee aus dem Bett gelockt. Wir sind nach Kichijôji gefahren und haben den schönen Inokashira Park besucht. Das Wetter war perfekt, der Park ist wirklich ganz bezaubernd und wir waren sooo entspannt. Toll. Anschließend noch etwas im Viertel rumgeschnüffelt, dann nach Nakano, Nerdsachen ansehen, dann weiter nach Ikebukuro wo wir uns umgesehen, etwas bei Saizeriya gegessen und dann im Sunshine City Einkaufszentrum herumgestromert sind.
 Inokashira Koen
 Hübsches Haus mit deutscher Aufschrift: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit"
Wollte ich gleich einziehen...
 Auch von mir: obligatorisches japanisches Herbstlaub. Momiji. Sarah hats hier erklärt.
 So hübsch...
 ... so hübsch
 Und mittendrin ein Schwan
 Und seine Familie
 Ah, rot, gelb, grün, alles da was gebraucht wird um das so richtig schön zu bewundern, das Laub.
 Ein Tempelchen am See
 Typ mit Lätzchen
 Rabenkrähe sonnt sich
 Ein weiterer lustiger Automat. Dieser verkauft warmes, süßes Brot in Dosen, Ramen und Oden.
Mittwoch war dann auch schon der letzte Tag mit Gesa. Ich habe Manga und Japan Cool geschwänzt weil eh keine Anwesenheit kontrolliert wird und wir sind stattdessen zum Tokyo Bahnhof gefahren, haben das Gepäck weggeschlossen und den Kaiserpalast angeschaut. Oder zumindest die Bäume und die Mauern... Da gibts nicht sooo viel zu sehen. Und angefangen zu regnen hat es auch. Meh. Aber: Als wir da waren, wurden irgendwelche Staatsgäste mit Kutschen und Limos in den Palast chauffiert. Das war ganz nice anzusehen. So mit Pferde-Eskorte und so...
 Ooooh, eine Brücke! Mehr sieht man vom Palast nicht.
Man beachte aber die Schwäne: vielleicht sind das Hamburger Schwäne weil wir dem Kaiser mal welche geschenkt haben... Wir haben ja genug.
 Ein mir Unbekannter auf einem Pferd, unweit vom Palast.
 Aufgereiht wie Perlen, bereit auf die feinen Herrschaften herabzuscheißen.
 Pferde, Kutschen, Limos.
Wir sind dann zur Ginza gewandert ganz entspannt, haben im Yurakuchô etwas gegessen und dann die Bahn nach Suidôbashi genommen.
 Gyuyakinikudon (Gebratenes Fleisch auf Reis) bei Yoshinoya. Billig, schnell, gut.
 Ein weiterer lustiger Automat der mir geschnittene Äpfel verkaufen wollte.
Wir haben den Tokyo-Dome bewundert und sind dann da durch die lustigen Geschäfte gelaufen. Mein Favorit ist ja, egal wo, Village Vanguard (Untertitel: Exciting books). Ein ganz verrückter Laden in dem man ausgefallene, etwas spezielle Mangas und Bücher bekommt aber auch alles andere von Doraemon Socken bis zu Elvis-Spülbürsten... Großartig! Wir haben Tee/Kaffee getrunken, das weihnachtliche Geglitzere genossen und sind dann nach Iidabashi gekaufen wo ich Gesa Kagurazaka mit seinen kleinen Gässchen gezeigt habe.
 Tokyo Dome
 Genmaicha und Grüner-Tee-Schokolade
 Glitzibaum vorm Tokyo Dome
 Lustige Deko
 Kagurazaka
Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass ich Gesa genau die Orte gezeigt habe, die ich mir vorher von Yuriya habe zeigen lassen. Ich liebe es, dass Yuriya nicht nur unglaubliche gute Gespräche und mentale Anregungen bietet, sondern auch ein Tokyo, das so nicht im Reiseführer steht. Weil, das hatte Gesa schon gesehen und  ich auch. So war es super! Also: Danke, Yuriya! Du bist und bleibst die Beste! :D
Anschließend haben wir am Bahnhof Tokyo Gesas Gepäck eingesammelt, haben einen 100yen (1€) Burger bei McD gegessen und ich habe sie beim Bus abgegeben.
War schön! Das nächste Mal lass ich mir von ihr Seoul zeigen. Hoffentlich bald.^^
Einziger Wehrmutstropfen für mich wenn Besuch kommt: Das ist irre teuer. Dieses Rumfahren! Echt, das ist das bei weitem teuerste hier, die Fahrtkosten!  Ich hab in den 3 Tagen bestimmt 50€ in den Automaten gesteckt...O_O
 Mitbringsel aus Korea. So süß! Danke, Gesa! :3
Am Donnerstag wollte ich mir den Unterricht sparen und stattdessen schlafen. Gesagt, getan. Und dann erfahren, dass der Koto-Unterricht ausgefallen ist! Und wir Deutschen (und Kenneth) waren die einzigen, die nichts davon wußten. Wtf? Aber yay! Nichts verpasst. Nachmittags dann mit den anderen Austauschdeutschen kurz einkaufen gewesen und dann eine laufende Nase und zugerotzte Nebenhöhlen festgestellt. Toll...
Freitag ist ja schultechnisch einer der guten Tage. Leseunterricht ist super und lehrreich, dann treffe ich Erisa und dann kommt der Schönschreibunterricht. Ja, ich sitz bis 16Uhr in der Uni, aber ich beklag mich Freitags nicht. Heute haben Erisa und ich uns irgendwie verpasst und erst sehr spät gefunden (ich war in der Lounge, sie in der Mensa) und gerade habe ich die Teilnahme an der Danceparty hier im Wohnheim abgesagt weil ich Bauchweh habe. Dieses Mal weiß ich wenigstens wo es herkommt... Joghurt ist der Übeltäter. Normalerweise geht  fettarmer Joghurt, hier scheint nicht mal der fettfreie zu gehen (und lecker ist er auch nicht...). Tja, dann sitz ich halt hier, kuschel mit der Wärmflasche und schaue bekloppte Serien.
Und blogge ein bißchen.
Bonus Pics:
 All diese Menschen stehen an, um Lotterie-Lose zu kaufen. Ist wohl grad nen super-Jackpot...
 Bei Yoshinoya: alles Männer, alle allein, alle innerhalb von 15min wieder weg.O_O
 Lustiges Element: Das pinke Schild im Hintergrund sagt "Women only"....
 Weihnachtsdeko am Wohnheim
 Weihnachtsdeko vorm Wohnheim
 Das Küken verkleidet sich als Huhn, das ist super. Aber warum brät es Spiegelei....? o_O
Auch ich: Spiegelei. Riesentoast? Nein, mini-Eier! Wachteleier sind hier sehr billig...

Dinge, die in Japan deutlich besser sind als in Deutschland:
- Automaten (Getränke, Reis, Konzertkarten, Essen im Restaurant bestellen...)
- Konbinis
- oft: Essen
- Comic-Kultur
- Toiletten (Sauberkeit und Funktionalität)
- Maskottchen (alle und sein Bruder haben eins und die sind alle süß!) 
- Used-Book-Stores
- 100en-Stores
- Fahrräder (auch preislich)
- Service (Freundlichkeit und Extras wie immer Wasser umsonst zu allem etc.)
- Esskultur
- "meine" Bands sind hier, also: Konzerte
- Neujahrskarten mit Losnummer

Friday, November 23, 2012

In? Auf? Gegen? Über? Ach, Ginza...

Schön ist, wenn man nichtsahnend ne Mail bekommt, man soll vor die Tür kommen und dann winken einem vom Balkon der Küche im Nebenhaus die drei aus Trier zu...:D 
Samstag: Mit May und Andrea getroffen und nach Kichijoji gefahren weil es dort Flohmarkt geben sollte. Nix da! Keine Ahnung, ob das outdated Infos waren oder ob´s am Winter oder am Wetter lag...  Wir haben also stattdessen die deutsche Bäckerei "Linde" aufgesucht, betrieben von einem Japaner, haben lecker Roggenbrot und Käsebrötchen gekauft (Roggenbrot kostete fast 6Eur....aber: echtes Brot!), dann zu Shakeys essen gegangen (Pizza und Pasta all-you-can-eat) und schließlich nach Hachiôji gefahren weil das nicht weit von uns weg ist, also mal ansehen. Außerdem gibt es da auch einen Book Off Super Bazaar und davon sind wir alle Fans. Dort mit Christina und Fabienne getroffen. Nachdem unsere Bahn sagenhafte 20 Minuten länger gebraucht hat als auf dem Fahrplan stand.
 Lecker Roggenbrot!
  Käsebrötchen!
 Avocadobrot!
 Mit seltsamen Schimmelfreien Camenbert...
In Hachiôji gabs einen Töpferwarenmarkt, sehr schön. Alles voller Schüsseln, Krüge, Teetassen und -becher, Teekannen... Wunderschön. Mein Favorit war eine klassische japanische Teeschale für sagenhafte 350Eur... Und so traumhaft!! Ich habe zwei süße Porzellanlöffel und einen Teebecher gekauft den ich gleich im Bahnhof, etwa 20 Min später hab fallenlassen und der nun gesprungen ist. Meh!
 R.I.P. schöner Teebecher.
 Töpfermarkt
 Süße Porzellanlöffel
Anschließend sind wir zum Super Bazaar gefahren, das war noch mal zwei Stationen mit der Bahn weg. 
Als wir reingingen, nieselte es.
Und man, das war echt ein super Bazaar! Die haben da ALLES! Tauchausrüstung, Golfkram, Baby-Zubehör, Bücher, CDs, DVDs, Klamotten, Spielzeug, Elektronik etc... Wow! Ich habe fette Beute gemacht:  Eine CD, eine DVD, zwei Zeitschriften uuuuund! eine Osechi-Kiste für nur etwa 5Eur. Geilo!  Neu kosten die richtig viel Geld! Sumire: Vielleicht mach ich mir einfach selbst was zu Neujahr und setz mich hier in die Küche und schau den Kôhaku Uta Gassen! :D Hast Du Vorschläge was wenig kompliziert zu machen ist?
 Osechikiste
Als ich rauskam (die anderen waren schon vorgegangen) regnete es in Strömen.
Und schon auf den vllt 100 Metern zum Bahnhof sind mir die Schuhe durchgeweicht. Und ich war mit dem Fahrrad nach Kokubunji gefahren. Ich bin dann schließlich klitschklatschnass zu Hause angekommen. Und ich meine ein Meer in den Schuhen und Mascara bis zum Hals verlaufen und Unterhose auswringen und all das. Riesenspaß. Im Regen Fahrradfahren: Nicht sooo geil. Ich konnte irgendwann einfach nichts sehen wegen mangelnder Scheibenwischer...
Abends hab ich mir dann die Floorparty im 7. Stock erspart, war wohl auch nicht soo toll.
Sonntag: Bauchschmerzen are back. Was das soll? Ich schiebe es einfach auf erhöhten Laktosegenuss in letzter Zeit, freue mich über die Phasen in denen ich keine Magenkrämpfe habe und bedauere mich selbst.
Um trotzdem etwas frische Luft zu bekommen, bin ich Mittags noch einmal nach Hachiôji gefahren und hab mir den Becher neu gekauft. Und dabei noch eine Schüssel gefunden, ebenfalls für etwa 5Eur in der man Dinge... reiben kann. Eine sogenannte Suribachi. Brauchte ich, stand auf meiner Liste. Und ja, die, die ich jetzt gekauft habe, ist groß, lackiert (auch innen) und leider schwer. Aaaaaber.... >_<
Suribachi
Und dann wieder heim, ins Bett, weiter Zeichentrickfilme geschaut.
Die sind das Gute am zu Hause hängen und kränkeln: Zeichentrickfilme. Ich hab die erste Folge "Tiger&Bunny" geschaut. Hat mich nicht umgehauen. Zuviel computeranimiert, zuviel Werbung (!!!). Das geht gar nicht! Außerdem Jojo´s Bizarre Adventure und Mahou Shojo Madoka Magika weil mir beide ans Herz gelegt wurden. Madoka ist super und irgendwie deutlich düsterer als es aussieht. Gefällt mir soweit gut. Jojo geht leider gar nicht für mich. Schrecklich gezeichnet, absurde Story. Ich gebe auf.
Montag: Unterricht, ein kleiner Ausflug zu unserem großen Supermarkt/alles-Kaufhaus, heim und schlafen (meine Hände waren Eisbrocken und sind wärend des ganzen einstündigen Schläfchens nicht warm geworden. Trotz zwei Decken und Yoyo dem Bären!). Im Supermarkt/Alles-Kaufhaus habe ich ein Paar neue Hausschuhe gekauft die versprachen wärmer zu sein als die alten (ca 8Eur), ein Paar billige Handschuhe zum Fahrradfahren (ca 2Eur) und einen Topf. Ich habe nämlich in der Küche eine Heizplatte gefunden und sie einfach mal mitgenommen. Leider ist die Platte Induktion und der Topf nicht. Darf ich also morgen umtauschen. Super! Aber: Ab sofort kann ich mir hier in meinem Zimmer Sachen kochen. Yay! Die Küche ist einfach nicht sooo lecker. Ich versuch mal Fotos zu machen.
 Warme Schlumpfschuhe Hausschuhe
 Hübscher, aber nutzloser Topf
Um sechs waren wir beim neuen Gakugei-Stammtisch. Japaner die Deutsch sprechen, treffen sich mit Deutschen. War ganz witzig. Erisa war da, Kana, Junichi und Kazu, alles Leute die ich ganz gern hab und freilich Leute, die ich noch nie gesehen habe. Und ich habe endlich die dritte Mensa entdeckt! Yay! Über der zweiten. Etwas bizarr, aber was solls.
Morgen freue ich mich auf lecker kochen mit Malgosia in Yokohama. ^^
Dienstag: Ich hatte mich doch schon gefreut, dass der Grammatikunterricht mittlerweile erträglicher ist? Ha! Zu früh gefreut. Heute hat Cho san, ein Chinese den ich ganz schlecht verstehen kann weil er ganz doll nuschelt, einen Vortrag zum Thema "Passiv- und Potential-Form" gehalten. Passiv ist nicht mein Freund. Und tatsächlich hatte sich die japanischen Bezeichnungen noch nie zuvor gehört. Er hatte Aufgaben vorbereitet und als ich sagte, ich wüßte es nicht (einfach weil ich keine Ahnung hatte, welche Form er eigentlich meint), stellte sich die Lehrerin neben mich, sagte "Ganbatte Anna-san!" und ich musste ab da ALLE Aufgaben machen. Super! Und dann hat sie mich nicht verstanden und meinte, es wäre falsch obwohl meine Antwort richtig war und das hat mich vollkommen aus dem Konzept gebracht... Super. Ich wäre am liebsten aufgestanden und gegangen. Sie hält mich eh schon für nen Idioten. Ich konnte dann aber doch noch mit richtigen Antworten punkten im späteren Verlauf des Unterrichts. Witzig: beim Stammtisch habe ich Erisa gezwungen, meine Hausaufgaben zu korrigieren und die wußte auch bei einigen Sachen nicht, was da rein gehört. So viel zu dem Niveau von diesem Kurs... Grrr....
Das Umtauschen des Topfes war kein Problem. Ich habe mir einen weniger hübschen aber gleichteuren Induktionstopf ausgesucht und die freundliche Kassiererin hats getauscht.
Die Herdplatte aus der Küche hab ich versucht sauber zu machen... Vergebens. Krass, wie schmutzig etwas sein kann.
 Schmutzige Heizplatte, nach dem Saubermachen
Gegen halb 5 losgefahren und auf dem Weg zum Bahnhof noch als Ausgleich für durchstandende Erniedrigung im Grammatikunterricht und als verfrühtes Weihnachtsgeschenk an mich selbst Konzertkarten für a) Merry/Balzac am 13.01. und b) The Back Horn am 6.01. gekauft. Yay! Wenn ich tatsächlich wie geplant von Yasue san Karten für Mucc bekomme, habe ich meine Lieblingsbands damit eigentlich abgehakt. Woohoo. Brahman würd ich gern noch sehen, aber die Karten sind noch nicht im Vorverkauft. Und Vola and the Oriental Machine spielen nicht, die Wichser! Nico Touches The Wall sind mir zu teuer.
Ok. Für die meisten unverständlicher Music-Rant over.
Ich bin dann nach Yokohama gefahren mit einer proppevollen Bahn von Hachioji aus. Boah, hatte ich zuviele Taschen im Gesicht, Schritte vor dem Gesicht, Körperkontakt mit fremden Menschen.... Aber in Yokohama hat Malgosia mich abgeholt, wir sind kurz einkaufen gegangen und haben dann in ihrem kleinen aber schönen Luxus-Wohnheimzimmer (mit Concierge, Kameras, Besuch in Listen eintragen etc) Nikujaga gekocht und beim Fernsehen gegessen. Fernsehen!! Wie lange habe ich nicht ferngesehen? Das war super! Weil ich so hungrig war, hab ich vergessen das Essen zu fotografieren, aber es war seeeehr lecker! Und dann viel zu früh wieder heim weil ich 1 1/2 Stunden heim brauchte. Ein schöner Abend.:)
 Malgosia supersüß in Schürze beim Kochen
Mittwoch: Nach dem Manga-"Unterricht" wieder heimgefahren weil schon wieder Magenkrämpfe. Was das bloß soll? Und wo kommt es her? Ich wundere mich... Aber vielleicht ist das der Ausgleich dafür, dass es mir sonst gut geht, der Körper macht schlapp? Knie, Magen, Haut... Spaß!
Auf dem Heimweg von einem Polizisten angehalten worden. Die lungerten da zu Hauf an der Ecke herum und kontrollierten Fahrradfahrer. Meine Musik in den Ohren störte ihn, trotz des minimal-Tons. Ich kann tatsächlich Blätter rauschen und Gespräche hören durch die Musik. Aber ok, Herr Wachtmeister. Und dann musste ich erklären dass das Fahrrad meinem Kumpel Yutaka gehört (wir haben es noch nicht umgeschrieben) und der Polizistenmann hat das per Funk überprüft. Wahnsinn!
Ernie das Fahrrad
Danach ins Bett, Wärmflasche und Serien schauen.
Der Donnerstag war wieder Tokyo-mit-Yuriya. Immer ein Erlebnis. Wir haben uns um 9 halb zehn kurz vor zehn an der U-Bahn Haltestelle "Tsukiji" getroffen, ich war zu spät weil Umsteigen aktig war, Yuriya war noch später weil ihre Bahn komisch fuhr. Wir sind dann zum Tsukiji Fischmarkt gelaufen und haben uns dort umgesehen und... Fischkram angesehen. Und sehr leckeres Zeug gegessen.
 Ein Stapel Tintenfisch
 Frischer Tunfisch
 Gekauft, gegessen, lecker!!
 Fischies
 Fischbuletten (auch lecker)
 Tamagoyaki mit Sojasoße und Daikon. *_*
 Klitzekleine Buden...
 ... in denen Typen wie der arbeiten. Sehr sympathisch.
Altes Schild
 Frisch gehobelter Katsuo
 Kisten
 Warten aufs Restaurant
 Altes Schild
 Menü, zu wählen während man wartet
 Creepy Puppen vor uns auf dem Tresen
 Frischer Lachs und Ikura auf Reis
 Schüsselshop
 Superhübsche Okashi. Gefüllt mit Anko.
Lustig war es, als wir uns über deutsche Esskultur auskotzten und dann plötzlich auf Deutsch angesprochen wurden. Ein älterer Herr wollte wissen, wie lange man wohl warten muss. Wir fühlten uns ertappt. Man wähnt sich schon sicher vor Lauschern wenn man hier Deutsch spricht... Den Herrn trafen wir später auch noch einmal und halfen ihm bei Finden des Wegs zu seiner U-Bahn.
Über die unterschiedliche Esskultur lass ich mich ein anderes Mal aus. 
Folgende Feststellung ist zu machen: Japaner entspannen sich deutlich wenn sie feststellen, dass man ihre Sprache spricht. Ist ganz lustig zu beobachten. Und meist wird man dann für das Stammeln von einfachsten Floskeln die jeder in einem Sprachreiseführer finden kann übermäßig gelobt. Süß, aber auch irgendwie.. awkward. Man fühlt sich für Leistungen gelobt, die man gar nicht erbracht hat.
Dann sind wir über die bekannte Ginza-Straße (und weniger bekannten Seitenstraßen) gelaufen, wo es meist teure, namhafte Geschäfte gibt, haben einen 12 stöckigen uniqlo gefunden, einen Schuhladen für "Übergrößen" (ab 39/40), dann Kaffee bei Illy getrunken wo uns dann Takumi gefunden hat mit dem wir noch etwas rumstromerten und dann von "Yurakuchô" vorm Kaiserpalast aus zur Haltestelle "Jimbôchô" gefahren wo es massenhaft gebraucht-Bücher-Läden gibt. Traumhaft. Bücher angeschaut, Bücher angeschaut, Bücher angeschaut, Lecker gegessen und schließlich, gegen halb sieben, wieder heimgefahren.
Ein Reisautomat! 
 Ginza Architektur
 Armani mit sehr guter Fassade
 Das Theater gegenüber vom Kaiserpalast
 Bücher
 Bücher
 Bücher
 Bücher
 Bücher
 Bücher
 Yuriya in praktischer Bankräuber-Maske
 Kare-Udon
 Frittiertes Ei und frittierte Krabbe
 Yuriyas Essen (weniger als es aussah)
 Donnerstags-Super-Buddies!(Boah, seh ich fertig aus...)
Yuriya und Takumi
 Nach der Bücherstraße kommen erst Sportgeschäfte, dann Musikgeschäfte. Und die Meiji-Universität.
 Ochanomizu Haltestelle von der Brücke aus.
So in der Digest-Version klingt das gar nicht sooo lang... Wars aber.:D Und lustig. Wie immer Donnerstags! ^^
Freitag war der Plan eigentlich morgens zum Flohmarkt in Shinagawa zu fahren und dann aufs Schulfest. Leider regnete es morgens, so dass ich statt Flohmarkt lieber noch ne Stunde geschlafen habe. Und dann aufs Schulfest bin. Das war ganz nett, ein Haufen Fressbuden, viele Bühnen, viele gutgelaunte Leute. Viiiiel kleiner als das Fest der Hitotsubashi Uni, aber auch irgendwie sympathischer. Highlight war die Band "Everly" die spielte, ex-Gakugei-Studenten die mittlerweile einen Plattenvertrag und all das haben. Die haben hinterher auch CDs verkauft und signiert und der Bassist flirtete freundlich mit mir wenn er grad nichts unterschrieb. Ego:Boost.
 Kotospiel, sehr gut
 Fressbuden
 Kunst in the making
 Der Gitarrenclub spielt auf
 Fressbuden (und Herbstlaub)
 Takoyaki (nur ein Euro...)
 Weißes Taiyaki (Mochi gefüllt mit Vanillecreme)
 Portaitmaler
 Everly
 Everly beim unterschreiben
 Kunst geht weiter
 Schulfest Picknick
 Irgendne Studentenband (nicht schlecht) im Vordergrund: Andrea aus Trier, vergnügt
 Mein Mangaportrait
Das war ein schöner Tag.


Dinge, die Zuhause deutlich besser sind:
- Nagellack, Auswahl, Farben, Qualität und Preis
- angestarrt werden (kann hier doch recht oft und ausgeprägt vorkommen)
- Obst- und Gemüsepreise
- meine Küche!!!
- Die Sitzplatz-Situation in der Bahn
- Semesterticket
- Brot
- Wimperntusche (die, die ich hier ausprobiert habe, hat mein Auge allergisch gemacht)
- mein Kissen
- Wärmflaschen
- bestimmt noch irgendetwas

Nächste Woche: Dinge die in Japan deutlich besser sind als zu Hause.