Sunday, May 11, 2014

Letzte Unterrichtswoche!!!

Sonntag:
Absichtlich und geplant: nichts. Die letzten Stunden ohne Familie Glenn genießen. Die Küche benutzen. Ich habe tatsächlich auch an der Summary für Writing gearbeitet. Mich ziemlich matschig und superverspannt gefühlt. Latente Übelkeit. Viel geschlafen. 
Gegen 23h kam dann La Familia wieder. Wenigstens leise. Trotzdem: meh! Ernsthaft, da werden grad deutlich Geduldsgrenzen überschritten. Ich fühle mich sehr unwohl so. 
Montag
Morgens nach einer schwierigen Nacht geschafft, Writing fertig zu machen. Mittags dann in die Stadt, mit Carrie getroffen und in der Trinity Kitchen hervorragende chinesische Crepes gegessen.
 Street Food Cart
Mmmh...
Ich wollte nur ein paar Socken von Primark, aber dann hatten die den Kermit Pyjama im Sale und Darth Vader Unterhosen... Damn you, Sale!
 Sparkly Darth Vader Unnerbuxen! 
Kermiiieee!!!
Wir sind dann noch weiter rumgerannt und haben geschnüffelt und besorgt und dann am frühen Abend sind wir zu Carrie und haben Kamen Rider Kuuga geschaut. Yeeeahhh! Ich musste mir dann zwei Folgen My Little Pony ansehen und habe als Ausgleich Carrie eine halbe Folge Jikou Keisatsu sehen lassen. Beides erweckte in der jeweils anderen nicht die gleichen Glücksgefühle (aber Gott, ich LIEBE Jikou Keisatsu!). Es gab veganes Chilli (mit Linsen und Bohnen) und gegen zehn bin ich heim, zurück in diesen kleinen Vorhof der Hölle. Familie Glenn zeigt nach wie vor keinerlei Zeichen von Aufbruch. Wie lange darf man wohl so als Phillippino in England bleiben ohne echtes Visum? Ich frage mich auch, wie lange Glenn freibekommt von der Arbeit. Oder arbeitet der am Ende gar nicht? Fragen, Fragen, viele Fragen.
Wegen arger Kopfschmerzen sehr früh ins Bett.
Dienstag:
Scheußlich geschlafen, danke Migräne. Jede Bewegung weckt mich auf, jedes Husten verursacht Übelkeit erregende Schmerzen. Alle, die keine Migräne haben, danken jetzt bitte mal kurz allen Göttern.
Trotzdem morgens zur Uni geschlichen. Frische Luft ist ja gut und so... Scheißidee. Hat mich doppelt so lang gekostet wie normal. Ich hab Claire mein Writing Kram in die Hand gedrückt und bin "kurz" einkaufen. Eine Stunde in Slowmotion!
Auch die Glücksnuss fand, aufstehen war ne doofe Idee... 
Natürlich! war Familie Glenn zu Hause als ich dort ankam. Lustigerweise sehe ich erst seit die Familie da ist, dass mal das Fenster bei Glenn offen ist. Meins: permanent. Ross': wann immer er daheim ist. Glenns: nie.
Trotzdem: Geht endlich heim!!!! Oder zieht aus, mir egal. Aber geht. Das Haus ist einfach zu klein.
Mittwoch:
Geschlafen bis Familie Glenn fand, es wäre gut, durchs Haus zu schreien. Wenigstens sind sie dann auch gegangen. Ich hoffe jeden Morgen, das Geräusch von großen Koffern zu hören die durch das Haus getragen werden, aber auch heute: Fehlanzeige.
Stattdessen auch heute: Kopfschmerzen. Etwas besser als gestern, immer noch unschön genug, dass ich mir den Weg den Berg hoch spare und zu Hause bleibe. Vielleicht schaffe ich stattdessen ein bisschen was für das blöde Essay zu tun.
Boah, war das ein langweiliger Tag. Nur Mails mit Maika, Fruits Basket online lesen und die Tatsache, dass "Frank" hier im Hyde Park Picture House gezeigt wird, haben ihn erhellt.
Donnerstag:
Das doofe M&A Seminar ausfallen lassen. Die letzten drei waren vollkommen nutzlos, warum sollte es bei diesem anders sein? Und ich kann diese Italienerin die meine Gruppe leitet nicht ertragen. Um zwei dann zum Writing, das letzte Mal. Und trotzdem noch Hausaufgaben aufbekommen. Yay. Aber, Anne hat mir tatsächlich einen Bienen-Brief mit Stickern mitgebracht. Da freue ich mich.
Bienen-Post!
Anschießend im Übersetzungsunterricht meine Übersetzung des Murakami Ryu Textes besprochen. Lustigerweise haben auch die Japanerinnen den Text stellenweise nicht verstanden, wir haben also mehr fröhlich geraten. Fehlte Kontext? Hat der Autor damals zu viele Drogen genommen? Garantiert. Was Goldlamé Pantalons sind, konnte zum Beispiel nicht anschließend geklärt werden. Und Fehler in der offiziellen Übersetzung haben wir dann auch gefunden. Sehr interessant.
Danach einkaufen und heim. Ich würde gern mal wieder etwas kochen, mag aber nicht so lange die Familie hier rumgammelt. Ist mir irgendwie unangenehm.
Jetzt sitzen die nebenan und schauen einen Film oder spielen Videospiele (sagt man das heute überhaupt noch?) in unfassbarer Lautstärke. ARRRGGHHHH!!!
Freitag:
Letzter Unterricht mit Alina. Sie hatte uns Schoki mitgebracht, wir hatten ihr ne Karte gemalt, Blumen besorgt, Schoki gekauft. Und Sara auch. Ja, hier lieben wir unsere Lehrer und verschwinden nicht einfach.
Das wars dann mit Unterricht. Wenns gut läuft nie wieder Unterricht! Woohoo!
Anschließend sind wir zu sechst ins Cosmo lunchen gegangen bis wir fast geplatzt sind. Die anderen hatten leider keine Zeit.
 Vortrag von Deborah (hieß sie so? vergessen...)
Links: Francesco und Alexandra
Rechts: schlafende (!) Ayako und Antonella
Danach zurück zur Uni gerollt, den CAT Kurs beim Abschiedstrunk in der Terrace besucht. Ich hab nur kurz Hallo zu Mariko gesagt die mich vorher angebettelt hatte, ich möge doch kommen, und bin dann in die Bib. Wo ich drei Stunden lang in zehn Büchern etwas über die Vor- und Nachteile sowie den Einfluss von Technologie auf die Language Industry gelesen habe.
Feststellungen:
- Der IE ist das LETZTE. Die lahmen Rechner in der Bib helfen da leider gar nicht.
- Solange ich Musik in den Ohren habe, kann ich auch im Erdgeschoss der Edward Boyle Library mit lebhafter Schwimmbad-Atmosphäre arbeiten.
- Es gibt nur eine limitierte Anzahl an Aussagen, die man über Technologie und Übersetzen machen kann: Ja, ist gut oder nein, ist doof.
Bei Heimkehr hatte ich mich schon in Rage gedacht und hätte minimalem Anspruch durch Familie Idiot gebraucht um an die Decke zu gehen. Mein erst kürzlich bestelltes The Back Horn Album war aber angekommen, also habe ich das auf voller Lautstärke durchgehört. Glatte Eins das. Sowohl mal Krach zu machen als auch das Album.
Oh Freude!!!
Ab morgen wird geschrieben. In ERIC. Hauptsache diesem Haus entkommen.
Samstag:
Worst. Day. Ever.
Nachts wurde mehrfach unten an die Tür geklopft, so gegen halb drei? Außerdem fand die Nie-verschwindende Familie, dass Nachts über die knarzende Treppe herumgelaufen werden müsse. Und warum ist eine 6jährige bis nachts um zwei auf? Andere Kultur, andere Sitten? Oder ist das universal abartig?
Morgens aufgestanden, den Ordner mit dem Essaykram auf einen USB Stick kopiert, zur Uni.
Kaum hatte ich das Haus verlassen, fing es an zu regnen. Ich war nass als ich auf dem Hügel ankam und es schien strahlend die Sonne als in den Campus betrat.
In ERIC: 5 Leute arbeiten, alle an dem Tisch, an dem ich normalerweise arbeite. Was?
Computer an, USB Stick rein, nicht mal die Hälfte aller gebrauchten Dokumente waren drauf. Warum? Keine Ahnung.
Also nur mit den Daten gearbeitet, die ich gestern in der Bib gesammelt hatte. Immerhin ein Kapitel geschafft.
Schlechte Nachrichten vom Bieber gehört, hat mich zusätzlich runtergezogen.
Festgestellt, dass die theoretisch frischgewasche Strickjacke aus dem Schrank die ich mit hatte falls ERIC kalt ist, schimmelig ist. WAS?
Lecker Schimmel.
Nach ca 3 Stunden aufgegeben, einkaufen gegangen.
Als ich aus dem Supermarkt kam: Regen. Strömend. Gefangen in einer Unterführung 15 Min gewartet, dann trotzdem los.
Regen hörte auf, als ich durch die Uni durch war, also etwa auf halbem Wege. Grad als ich wieder schön nass war.
Zuhause: Familie Arsch macht Techno-Lärm.
Ich hasse diesen Tag.
Und trotzdem: auch zu Hause muss gearbeitet werden. Ging alles nicht so gut. ich habe insgesamt 1000 von 3000 Wörtern geschafft, bin aber gar nicht zufrieden damit. Erscheint mir alles unstrukturiert und wirr. Vielleicht, weil ich unstrukturiert und wirr bin in diesem Thema? Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, ich schaffe es gar nicht das Ding fertig zu bekommen. Toll. 

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