Was haben wir eigentlich am letzten Tag
in Fukuoka gemacht? Wir haben ausgeschlafen so dass denn möglich war
(der blöde Mann nebenan hat mich nachts mehrfach
wachgeschnarcht!grrr...), haben zusammengepackt, ausgecheckt, die
Koffer stehen gelassen und sind zu Tempeln gewandert.
Ja, das ist halt das
historisch-kulturell interessanteste in Japan. Und die sind alle so
schön.
Nach den Tempeln haben wir noch mehr
Kaufhäuser, Einkaufsstraßen und so besucht (weils Spaß macht, auch
wenn man nix kauft), wir haben endlich klassischen Hakataramen gegessen (lecker):
Und abends haben wir uns wieder in den Bus nach
Osaka gesetzt. Zum Glück dieses Mal zusammen. Ich gebe zu, ich wurde
etwas wehmütig weil das unser letzter Tag zusammen war.
Schön wars, Bieberle! Besten Dank.<3
Morgens in Osaka den kompliziertesten
Weg zum Umeda Sky Building gefunden, dann was zum frühstücken
gesucht und dann bin ich auch schon auf dem Weg nach Tokyo gewesen.
Ohne den Bieber. Komisches Gefühl. Auch komisch: Wir sehen uns jetzt
ne Weile nicht, einen Monat mindestens. Und wer jetzt schreit „Aber
wir sehen uns nur alle XY Monate...“: Sarah und ich hängen seit
drei Jahren fast täglich an der Uni (und außerhalb) herum. Das
prägt schon irgendwie. Und jetzt ein halbes Jahr ohne
Bieber-Sichtkontakt... Uiuiui.
Die Fahrt war solala. Ich konnte Filme
und Fernsehen schauen und Fahrstuhlmusik hören, das war nett. Leider
war mein Mp3-Player leer, so etwas versaut mir schon mal den ganzen
Tag! Ich habe also einen japanischen Film namens Sidecar ni Inu geschaut, ganz gut verstanden, dann Transformers 3 auf
Japanisch (ging gar nicht. Scheiß-Film, nix verstanden), dann E.T.
mit japanischen Untertiteln. Ist einfach ein guter Film.
Am bemerkenswertesten an der Reise war
aber der Taifun. 10 Stunden Hardcore-Regen und Sturm! Ein bißchen
gruselig. In Tokyo wars dann aber nur noch stürmisch und ich konnte
trocken und nur teilweise weggeweht zu Vivian ins Wohnheim finden.
Auch weil Vivi und Sonja mich an Bahnhof abgeholt haben. War ein
schöner Abend, Mädels.:D
Sehr gut bei Vivian auf der
Luftmatratze geschlafen (besten Dank nochmal dafür! Das war SUPER!), morgens mit dem kleinen Koffer und Rucksack
ins Wohnheim, Decke und Laken (ein Frottee-Laken! Yay!) etc gekauft,
Putzzeug und Klopapier(!!) (auch wenn ich offenbar noch Glück hatte
mit meinem sauberen Bad, Mays war wohl nicht so schön... ) und
Kleiderbügel (zu wenige), dann wieder zu Vivian mit ihrer Hilfe und
Tasche meinen Horror-Koffer (die Rollen sind im Arsch, das ist in
etwa so, als würde man eine Leiche in einem Plastiksack hinter sich
herschleifen. Laut und schwer) nach Kodaira geschleppt und von dort
aus das Taxi zurück ins Wohnheim genommen. Das waren mir die 7 Eur
wert.
Erste Impressionen:
ZImmer von der Tür aus, noch kahl.
Der Eingangsbereich in dem ich mir im Winter die Füße abfrieren werde weil roher Beton.
Bad
Bett. Schon mit Decke und bezogen.
Balkon zum Wäscheaufhängen.
Aussicht.
Vom Balkon aus.
Koffer weggestellt, zur
Willkommensparty. Sehr nette Leute kennengelernt. Jetzt sitz ich in
meinem Zimmer, hab die Koffer ausgepackt, es fast wohnlich gemacht
und bin gespannt auf die erste Nacht.
Es fühlt sich sehr seltsam an hier. Es
riecht nicht wie ein Zuhause, es ist etwas... altbacken. Etwas
abgenutzt. Aber wie gesagt, das Klo ist sauber, ich hab ein Bett,
mein Bett... Leider gibt’s keine dunklen Vorhänge. Hab etwas Angst
vor dem Morgengrauen.
- Tag im Wohnheim
Nacht war Ok. Dank Schlafmaske gings
dann auch nachdem die Sonne aufgegangen war.
Hab mich hier bis mittags gelümmelt,
mit iTunes gestritten, und bin dann nach Shinjuku gefahren wo ich
versucht habe ein Loft zu finden, leider vergebens. Das hat
sich gut versteckt, Nicht gut versteckt hat sich der Second
Hand-Buchladen „Book Off“ bei dem ich einen kleinen Stapel Comics
für je 1 Eur kaufen musste. Ja, musste! Und ich hab mich
zurückgehalten...
Dann bin ich zu einem 100 Yen Store
gefahren und habe Zeug gekauft:
Mülleimer fürs Bad, Handtuch zum
Händetrocknen, Stäbchen, Besteck, einen Teller und einen Becher,
Handfeger, Wäschesammel-Ding, ein Block, Sticky-Dinger damit ich
Sachen an die Wand hängen kann... Wichtiges Zeug. Anschließend hab ich hier im
Supermarkt Brot, Wurst und Käse gekauft und freue mich nun auf mein
erstes Frühstück morgen. Und auf die Orientierungs-Kiste die morgen
nachmittag stattfindet. Vielleicht finde ich da raus, wie ich den
Briefkasten aufbekomme... Und wie ich Internet bekomme. Kein Internet
haben saugt. Ich fühl mich steinzeitlich.
Hab ich erwähnt, dass in Heiwadai wo
Vivian und Sonja wohnen einen Mandarinenbaum gesehen hab? Mit
Mandarinen! Und hier auf dem Wohnheim-Campus wächst ein Kakibaum:
Das freut mich.
Gute Idee für heute Nacht: Bei offenem
Fenster schlafen. Trotz der Grillen die vor dem Fenster schreien als
ginge es um ihr Leben. Und ja, Grillen. Zikaden schreien anders. Und
tags.
Hab ich erwähnt, dass die Balkontür
eh nicht abschließbar ist? Aber wer soll schon in den 6 Stock
hochklettern?
Und das auch noch hier... Ernsthaft,
man fühlt sich hier generell sicher. Die Geldbörse oder das Handy
in die vorderste Tasche vom Rucksack stecken? Würd ich daheim NIE
machen. Hier: Kein Ding. Nicht anschließbare Balkontür, Koffer im
Hostel stehen lassen, mit der Tasche einen Platz reservieren während
man selbst außer Sichtweite für Kaffee ansteht? Geht hier...
Ziemlich cool!
3. Tag im Wohnheim
(Keine Angst, das geht nicht so weiter...)
Die Orientation brachte viele geklärte Fragen (Wie ist die Zahlenkombination von meinem Briefkasten? Was, wenn ich ein Paket bekomme und bin nicht daheim? Gibts Staubsauger?) und seeeehr viel Papierkram! Schon bißken blöd wenn man die Formulare nicht richtig lesen kann die man da ausfüllen soll...
Vorhin habe ich aber ein bisserl die Gegend hier und am nächsten größeren Bahnhof Kokubunji erkundet (wer Kokubunji oder auch hier, Hitotsubashigakuen mal google street viewen will, wird feststellen, hier gibts nicht sooo viel). Außerdem habe ich meine erste Konzertkarte gekauft. Am Automaten im Conbini. Ich war durchgeschwitzt als ich fertig war (mit Hilfe der freundlichen Dame...). Aber nun habe ich ein Date mit den Bands Candle, Usagi, Pandemic und mit Satô Yûta (also quasi mit allen, die mal La vie en rose waren... Ich bin so aufgeregt!!! Und ja, mir ist klar, dass hier max drei Leute wissen wovon ich spreche. Aber: LA VIE EN ROSE!!!! *faint*
Egal. Hier mehr Impressionen vom Wohnheimcampus (nicht zu verwechseln mit dem Uni-Campus. Der ist 40 min mit der Bahn entfernt...):
Eingangsbereich meines Hauses. Nur durch den Blitz so hell...
Von vor meiner Tür aus...
Obligatorische Getränkeautomaten auf dem Campus.
Seitenausgang. Viel praktischer als das große Haupttor...
Der vom Seitenausgang zum Bahnhof. 10 min geradeaus.
Einkaufsstraße am Bahnhof.
Der Bahnhof (duh!)
Hübsch und rausgeputzt wie das große Tokyo, bekannt aus Film und Fernsehen ist es hier wahrlich nicht...
Wohnheim entrance. Oder so.
Meine Tür. Kann man sehen, dass es keine Türklinke gibt? Rein komme ich mit Transponderschlüßel. Was ist bei stromausfall, frage ich mich...?
Wenn ich aus der Tür trete, wähne ich mich zuerst in einem von Jens` schrecklichen Frauenknast-Filmen...
Aber dann sehe ich den Fahrstuhl und sechs recycle Mülleimer die ich nicht verstehe und weiß, ich bin im Wohnheim.
Weils lustig ist: TIERwelt Es ist ein wundervoller Freund immer in der Nähe, wer ist.
Ooookayyy...
Jetzt, wo ich wieder Internet habe, fühle ich mich auch komplett hier und freue mich nun auf den Besuch im Rathaus zum anmelden morgen. Yay, mehr Papierkram!
Loft gibts z.B. in Shibuya hinter der Sentagai! :D
ReplyDelete(http://www.loft.co.jp/shoplist/shibuya)
ansonsten bin ich immer zum Loft im Sunshine City in Ikebukuro gegangen weil das bei mir näher dran war :D
ich wünsch dir weiterhin viel spaß in schäpän auch ohne das bieberle & freu mich auf weitere einträge" <33
Jaaa, das schöne große... Ist leider sehr weit weg von hier...Shinjuku hätte sich Fahrkartentechnisch halt angeboten. Jetzt hab ich aber eins hier ganz in der Näe gefunden.:D
ReplyDeleteIch hoffe, Du schaffst es noch her bis März. Hau rein! Und schlaf mal.:D
Dein Zimmer ist größer als meine Wohnung!
ReplyDeleteWar das da ein kühlschrank nebem dem Schrank? sehr cool. Dann kannst Du vom Bett aus Bier aus dem Kühlschrank nehmen...
Frauenknastfilme sind die besten Filme der Welt!
Schön, dass alles geklappt hat