Samstag: Super Shitty Tag. Schon mit dem Gefühl aufgewacht krank zu werden. Dicker Kopf, verrotzt, hustig... Nicht wirklich etwas zu essen im Haus. Warum nur? Egal, Spiegeleier gehen immer. Dann: mich für den Flug nach Osaka online eingecheckt und losgeradelt um die ganzen Flugsachen im Lawson auszudrucken. Im Konvini geht ja alles. Ha! Nicht bei Lawson. Da funktionierte der Drucker nur als Kopierer. Ich also zur Uni gefahren, in der Hoffnung, dass die Lounge geöffnet hat samstags. Hat sie nicht. Heim, was gegessen, nachgedacht. Sarah war so freundlich, mir nen Link zu nem Copy-Shop zu schicken, das hätte aber morgen einen bekloppten Umweg für mich bedeutet. Also bin ich nochmal los, habe 5 (!) Konvinis abgeklappert und schließlich bei 7/11 vom USB-Stick ausdrucken können. Schnell noch einkaufen, dann Gedanken gemacht, was ich mit meinem Gepäck mache wenn ich morgen abend auf dem Konzert bin. Keine Locker am Budokan, sagt das Internet. Mitnehmen? Woanders einschließen? Der letzte Zug zum Flughafen geht um kurz vor halb zehn. Bleibt nach dem Konzert noch genug Zeit das Zeug zu holen? Super-angepisst weil alles doof. Halsschmerzen. Kopfschmerzen trotz Medikamenten. Ins Bett gelegt und "Golden Bowl" geschaut. Probleme lösen für die Zukunfts-Anna morgen übriggelassen. Auch Koffer packen. Soll die sich drum kümmern.
Ich habe richtig Lust auf Korea aber GAR keine Lust auf die Fahrt. Nicht die Nacht am Flughafen, nicht die Flüge, nichts. Verreist sein ist super, reisen ist kacke!
Sonntag: Zukunfts-, dann Gegenwarts-, jetzt Vergangenheits-Anna hat brav gepackt, und dann auf nach Shinjuku, das Gepäck wegeschließen. Wer schon mal einen Coinlocker in Shinjuku gesucht hat, wird feststellen, es gibt unzählige. Und fast alle belegt. Aber: gefunden und auf zum Budôkan. Beeindruckendes Gebäude, riesengroß, mit Eingangstoren und so... Leider wars zu dunkel für Fotos. Und SO voll! Die Schlange vor den 8 (!) Merchandise Ständen war so lang, dass ich ne Stunde hätte warten müssen. Also rein, Platz finden. Ich saß im 2. Stock und habe bei Ankunft noch einen besseren Platz weiter vorn bekommen weil die hinteren Reihen abgesperrt waren. Nice!
Aschließend noch schnell ein T-Shirt gekauft, dann mit den Massen zur Bahn, zurück nach Shinjuku, Koffer geholt, zum Flughafen.
Dort angekommen wollte ich mir eine dunkle Ecke suchen, mich zusammenrollen und schlafen. Aber nix da. Sicherheitsmenschen trieben alle Wartenden zusammen und wiesen uns Plätze am Zentralausgang zu. Dort wurden unsere Personalien aufgenommen (ich hab gefragt: wegen Erdbeben. Damit man weiß, wer wo sein sollte) und bewacht durften wir dann alle dort schlummern. Hatte ziemliches Zeltlagerfeeling.
Gesa hat uns netterweise vom Flughafen abgeholt und wir sind zu ihr in die Gegend, haben etwas gegessen und sind dann auch heim.
Abends gabs dann Frittiertes und zum Film den wir dann schauten (Shutter Island) einen Rieseneimer Baskin Robbins Eis.
Schön wars in Seoul. Und Gesa war eine eins A Führerin! Danke Kleine Gesa!!! <3
Meins wäre Korea auf Dauer vermutlich nicht mit den etwas distanzlosen Menschen, die sind auch irgendwie... grantiger als hier, es ist lauter, schmutziger, chaotischer... Aber Spaß. Ich fand es dort wirklich ganz anders als hier. Und: nicht die Sprache zu sprechen hat mich schon ziemlich gewurmt! Man fühlt sich ja total bekloppt. Nicht mal nach dem Preis von irgendetwas fragen können. Ätzend!
Als ich dann nach gefühlten 100 Stunden im Flugzeug und am Flughafen (erst in Seoul, dann in Osaka) wieder in Tokyo ankam, fühlte ich mich auch deutlich wohler. Ich versteh die Leute hier. Unbezahlbar! Und dann fühle ich mich in Tokyo einfach sehr wohl!
Das Flugzeug war fast 20min früher da als geplant, aber trotzdem musste ich a) den Local nach Kokubunju nehmen (ich wußte nicht, dass es soetwas gibt, Hab ich noch nie gesehen vorher!) und b) von Kokubunji aus eine Dreiviertelstunde Heim laufen. Um halb zehn gelandet, um Punkt eins Zuhause. Wow! Aber: Hallo Zimmer! Hallo, Tokyo! Ich hab Euch vermisst!
Yeah, The Back Horn, Baby!
Budôkan
Die Band
Die Massen, begeistert!
Die Band hat gerockt, Anders kann ich es nicht sagen. Ich hab mich, auch allein, prächtig amüsiert. Es war super. Und ich würde einiges geben, die nochmal in einer kleineren Location zu sehen. Herrlich wars.Aschließend noch schnell ein T-Shirt gekauft, dann mit den Massen zur Bahn, zurück nach Shinjuku, Koffer geholt, zum Flughafen.
Dort angekommen wollte ich mir eine dunkle Ecke suchen, mich zusammenrollen und schlafen. Aber nix da. Sicherheitsmenschen trieben alle Wartenden zusammen und wiesen uns Plätze am Zentralausgang zu. Dort wurden unsere Personalien aufgenommen (ich hab gefragt: wegen Erdbeben. Damit man weiß, wer wo sein sollte) und bewacht durften wir dann alle dort schlummern. Hatte ziemliches Zeltlagerfeeling.
Der gutvorbereitete Amerikaner mit Decke und unsere Wachen!
Montag: Morgens dann in den Flieger nach Osaka (noch einen schönen Platz mit endlos Beinfreiheit am Notausgang bekommen), da am Flughafen noch ne Weile gedöst, Sarah getroffen, gegessen und Mittags dann gen Korea. Beide Flüge waren kurz, schmerzlos und pünktlich. Sehr nett. Boah, war ich fertig als ich ankam. Aber: In Korea ist es arschkalt. Es lag Schnee. Ich hatte endlich mal Wintergefühle! So hätte Weihnachten kommen können. Nicht bei 10°+... Gesa hat uns netterweise vom Flughafen abgeholt und wir sind zu ihr in die Gegend, haben etwas gegessen und sind dann auch heim.
Chinesisches Essen in Korea: Jjajangmyeon (Nudeln mit schwarze Bohnen Paste), Tangsuyuk (frittiertes Huhn) und Bratreis
Dienstag: Während Gesa in der Uni war, haben Sarah und ich ausgeschlafen und dann ein bißchen die Gegend erkundet. Sehr intressant. Ganz anders als Japan.
Gesas Straße
Knabberkram Stand
Bohnen und Reis
Frittiertes am Stock
Fisch
Sitzplätze?
Auf dem Dach: eine Sammlung alter Reifen
Traditionelle Kleidung
Waedae (Hankuk University of Foreign Studies)
Mit Gesa sind wir dann zum Han-Fluß gefahren und haben uns die darin gelegene kleine Insel Seonyudo angesehen. Sehr hübsch.
Gesa im Park auf der Insel
Weihnachtlich!
Fahrrad
Von da aus sind wir mit der Bahn nach Hongdae, einem Künstler- und Vergnügungsviertel rund um die gleichnamige Kunst-Uni. Sehr cool! Ich habe einen Haufen Ohrringe gekauft. Je unter einem Euro das Paar. Korea ist herrlich preiswert!
Künstlerviertel: Streetart! Yay!
Unfassbar leckere geeiste Suppe mit Rettich. Leider weiß keiner, wie die heißt. Mein Highlight!
Jjimdak: Scharfes Huhn mit Nudeln
Mittwoch: Ausgeschlafen und gechillt während Gesa Unterricht hatte, dann nach Insadong gefahren wo es Restaurants, Bars etc. und dann massig Touristennepp-Läden gab. Hochintressant! Besonders witzig war die Show die die Typen an so Ständen für traditionelle (sehr leckere) Honigsüßigkeiten abgezogen haben... Unbeschreiblich leider. Wir sind ins Bukchon Hanok Village gegangen wo man sich, immer noch sehr bewohnte, ganz traditionelle koreanische Häuser ansehen kann. Sehr hübsch da!
Insadong
Gesa brät lecker Fleisch
Ann House
Architektur
Traditionelle Häuser
Häuser
Häuser
Steile Straßen
Random Buddah
Was mag es im Seoul Museum of Chicken Art geben?
Eiszapfen!
Anschließend gabs Riesentoast (und einen Migräneanfall für mich) und dann sind wir zu einem hübschen, kleinen Flüßchen namens Cheonggyecheon wo man im Sommer sicher herrlich sitzen kann. Von dort aus haben wir uns die gigantischen Statuen vom tollen Admiral Yi und König Seojong und das dazugehörige, kostenlose, unterirdische Museum angeschaut. Ersterer hat laut Museum mehrfach in Seeschlachten die Japaner besiegt (die davon nichts wissen...), letzterer hat die Koreaner vom Joch der chinesischen Zeichen erlöst und Hangul entwickelt.
Riesen Schokotoast. Lecker!
Admiral Yi
König Sejong
Ein Tor zu einem Palast
Nochmal.
Im Museum: Thron
Glockenspiel. Durfte man nur virtuell ausprobieren
Gesa und Admiral Yi in Heldenpose
Des Admirals Boot
Auf dem Heimweg haben wir Fried Chicken geholt (sehr beliebt in Korea, besonders mit Bier) und haben mit Gesas Mitbewohner gepicknickt. Sehr netter Bursche. Der am nächsten Tag in den Urlaub gefahren ist, also haben wir ihn nur das eine Mal gesehen. Schade.
Mamis Chicken
Immer dazu: Chilsung Cider. Deutlich besser als Sprite!
Donnerstag: Shoppen. Wir sind nach Myeondong gefahren. Alter, da kann man Shoppen. Nur Geschäfte! Total krass, echt. Und jede Kette hatte in jeder Straße einen Laden. Besonders die Kosmetikketten! Kosmetik ist sehr beliebt in Korea und für Touristen (besonders wohl die Japanischen). Dann sind wir zum Dongdaemun, einem attraktiven Tor. Da herum gibt es Klamottenläden noch und nöcher. Kaum auszuhalten. Wir waren in einem Kaufhaus namens Migliore, vollgestopft mit kleinen Shops, nur Klamotten. Für Fashionvictims sicher das Paradies. Etwas nervig für mich ist, dass man in Korea immer überall gleich angesprochen wird von den Angestellten in Läden. In Ruhe schauen ist da nicht. Das gilt dann auch für so etwas. Man geht vorbei und schon wird man zugelabert. Ganz schlimm: In der Männerabteilung. Oh Gott, das war Krieg! Wir sind rein und wurden von allen Seiten angeschrien. Wenn die dann raushatten, dass Gesa die versteht wurde es meist nur schlimmer! O_O Ich habs da keine 5 Minuten ausgehalten!Abends gabs dann Frittiertes und zum Film den wir dann schauten (Shutter Island) einen Rieseneimer Baskin Robbins Eis.
In Myeondong: Dakgalbi. Highlight: Der Kohlsalat mit Apfeldressing
Abends: Frittiertes (Twigem)
Freitag: Gesa von der Uni abgeholt (ihre Wohnung ist etwa 4 Gehminuten davon entfernt) , gegessen und dann endlos auf sie gewartet während sie irgendein Interview gegeben hat. Dann nach Edae (spriche Idae) gefahren, die Umgebung der gleichnamigen Frauenuni. Da kann man Schuhe kaufen! Wow! So viele Schuhläden.:D Von da aus nach Shinchon gelaufen, Puris gemacht und Tacos bei Taco Bell gegessen. Wenn es schon Taco Bell gibt, muss ich wenigstens einen Taco haben! Auch hier gab es massig Läden also haben wir Artbox überfallen und dann Mitbringsel gekauft. Und ich habe endlich, zum ersten Mal dieses Jahr weil sie hier sehr teuer sind, gebratene Maronen essen können. Ach, war das schön. Und so winterlich in der klirrenden Kälte! Toll!
Edae Campus
Taco
Samgyopsal
Im Supermarkt: Fisch in Ketten
1,6 L Bier gefällig?
Im Supermarkt: Fleischflocken
Samstag: Gefrühstückt und dann auch schon zum Flughafen gefahren.Schön wars in Seoul. Und Gesa war eine eins A Führerin! Danke Kleine Gesa!!! <3
Meins wäre Korea auf Dauer vermutlich nicht mit den etwas distanzlosen Menschen, die sind auch irgendwie... grantiger als hier, es ist lauter, schmutziger, chaotischer... Aber Spaß. Ich fand es dort wirklich ganz anders als hier. Und: nicht die Sprache zu sprechen hat mich schon ziemlich gewurmt! Man fühlt sich ja total bekloppt. Nicht mal nach dem Preis von irgendetwas fragen können. Ätzend!
Als ich dann nach gefühlten 100 Stunden im Flugzeug und am Flughafen (erst in Seoul, dann in Osaka) wieder in Tokyo ankam, fühlte ich mich auch deutlich wohler. Ich versteh die Leute hier. Unbezahlbar! Und dann fühle ich mich in Tokyo einfach sehr wohl!
Das Flugzeug war fast 20min früher da als geplant, aber trotzdem musste ich a) den Local nach Kokubunju nehmen (ich wußte nicht, dass es soetwas gibt, Hab ich noch nie gesehen vorher!) und b) von Kokubunji aus eine Dreiviertelstunde Heim laufen. Um halb zehn gelandet, um Punkt eins Zuhause. Wow! Aber: Hallo Zimmer! Hallo, Tokyo! Ich hab Euch vermisst!


















>>1,6 L Bier gefällig?
ReplyDeleteJa, gern!