Saturday, October 5, 2013

Britische Begebenheiten

                    hier durch die Gegend, in der etwa 95% Studenten leben (keine Übertreibung), fährt regelmäßig der Eiswagen durch. Tatsächlich mindestens zwei, einer mit normaler Eis-Melodie, der andere mit ziemlich origineller Musik... Clevere Geschäftsidee.
                    Wir dachten, kürzere Röcke als die japanischen Mädchen kann man gar nicht tragen? Oh doch. Und Ausschnitte bis zum Bauchnabel noch dazu. Und zu viel Make-Up, Haarknoten oben auf dem Kopf und Ohrenschützer/Stirnbänder aus Fell. Auch oft gesehen: Leggins durch die man Problemlos die Unnerbuxen sehen kann. 
                    Wie Briten schlank bleiben ist mir schleierhaft. Das Brot ist Toastbrot, alles ist frittiert...

Dienstag:
Abends nettes Gespräch mit den Mitbewohnern. Es ist deutlich netter, wenn man die Leute länger als 3 Minuten am Stück gesehen hat. Wir werden Internet bestellen, es wurde besprochen, wer Gas, Wasser uns Strom anmeldet, all soetwas. Da ich das alles nicht in einem fremden Land erledigen möchte, machen das die Jungs und ich putz initial das Bad. Drücken wir uns die Daumen, dass das Internet schnell kommt. Und gut.
Sidenote: Wir spielen hier nicht "F.R.I.E.N.D.S." nach, wir sind Mitbewohner... 
Mittwoch:
Freiiii.... Leider gilt das offenbar auch für die Roomies. Und Rob, der direkt unter mir lebt, hat gern laut Musik an. Und es regnete in Strömen. Und ich hab noch keinen Regenschirm gekauft. Also war auch Ausgehen nicht echt eine Option. Als es schließlich nachließ und ich mich in der Lage sah, ohne Probleme mit meiner einzigen Jacke und meinem Paar Schuhe zu bekommen, ist dann auch Rob gegangen... Toll.
In der Stadt zuerst einen Regenschirm gekauft. Geregnet hat es den Rest des Tages dann nicht mehr. Zeug wie Shampoo, Essen und Haargummis gekauft. Und nen Handfeger.
Und Cookiemonster Hausschuhe. Hehe.
Als ich heimkam, verließen die Jungs zum Basketballspielen das Haus und waren daraufhin nie wieder gesehen.
Die übelsten Kopfschmerzen seit Wochen entwickelt. Keine Migräne, einfach Schmerzen.
Donnerstag:
Ich glaube, es hat nur einer Zuhause geschlafen. Auch gut. Etwas gruselig so ganz allein im großen Haus, aber wenigstens zieht dann morgens um 5 keiner den Rotz aus der Lunge in die Nase und spuckt seine Seele im Bad aus...
Große Vorlesung mit allen Translation-Leuten. Vor der Tür Leute aus dem Japo-Kurs getroffen. Und erfahren, dass genau der Kurs bewegt wurde. Nicht mehr Freitagmorgen sondern Donnerstagnachmittag. Toll.
Heimgelatscht, Jisho geholt, an den Computer gesetzt, Mails beantwortet, Hausaufgaben recherchiert, Tumblr gecheckt. Um drei dann mit meiner Referatgruppe getroffen. Irgendeinen Sandra Bullock-Scheiß mit Untertiteln geschaut. Es geht um die für Hörgeschädigte. Super ist: Im Language Center kann man Filme etc ausleihen und anschauen. Und Comics. Nice.
Im Parkinson Building. Language Center ist im 3. Stock. Treppensteigen mit Kopfweh: Yeeaahh...
Ich musste aber, danke Stundenplan, früher los. Der Japanisch-Englisch Übersetzungskurs hat 8 Teilnehmer. 3 Englisch, 1 ich, vier Japanerinnen. Heute durften wir zu zweit einen Zeitungsartikel übersetzen, zur nächsten Woche macht das dann jeder daheim für sich. Natürlich sind die Batterien im Jisho leer. :/ Schön wars trotzdem. Die anderen dürften deutlich besser Japanisch sprechen als ich, zwei von denen waren je drei Jahre dort, aber ich hab mich nicht vollkommen unterlegen gefühlt, ist doch schon mal etwas. Und Übersetzen macht einfach Spaß! Soweit ist der Studiengang schon mal die richtige Entscheidung gewesen.
Anschließend habe ich mich gezwungen zu socializing, auch wenn mir so gar nicht danach ist und bin mit allen ins Pub etwas essen. Yay me!
Englisches Wetter: Nebel&Nieselregen
Freitag:
Jeder sollte mal die Erfahrung machen in einer fremden Stadt ohne Freunde zu leben, ohne Internet. Ja, das ist Spaß! Ernsthaft, wie soll ich das noch länger aushalten? Buhuuu... Und ich kann nicht herausfinden (auf dem Handy), ob die Computerräume an der Uni auch am Woend offen sind. Habe mich deshalb vorhin nach dem Unterricht mit DVDs eingedeckt. X-Files Staffel eins, Constantine, Firefly und die erste Staffel Monty Python, alles zusammen gebraucht für knapp 10 GBP. Nice.
Cheapppppp
Der Unterricht heut war interessant. Nennt sich Textanalysis, es geht aber tatsächlich mehr so um Berufsfeld-Erkundung. Was kann man mit dem Abschluß so machen, was wollen wir machen... Solche Sachen. Schön irgendwie, dass das an der Uni jemanden interessiert, dass man am Ende auch lebensfähig sein soll. So macht man das, Uni Hamburg! Und der Unterricht findet im Computerraum statt, schön mit AdobeConnect, Interaktiv-Multimedial. Da weiß man, wo die Studiengebühren hingehen. Aller Unterricht fühlte sich bisher gut an: motivierte, nette Lehrer die Bock auf ihr Thema haben und auch, es zu unterrichten, super Austattung in allen Räumen... Genau so sollte das sein. (Hinweis, Uni HH!!!)
Was mache ich nur mit dem Wochenende? Hausaufgaben, klar. Was noch? INNNNTERNNETTT, komm zu mir verdammt.
Weil ich die Jungs alle seit zwei Tagen nicht gesehen abe, weiß ich gar nicht, was da stand der Dinge ist.
Oh: Hatte einen Zettel im Kasten, dass die Post mir etwas liefern wollte (habe Sachen bei Amazon bestellt) und ich konnte sie per Internet (während des Unterrichts) neu bestellen. Leider nicht wie in Japan am gleichen Tag später, sondern für Montag, aber immerhin. Hatte keine Lust, die Post zu suchen, irgendwo in Sheepscar...(wo auch immer das ist).

Ich wünschte, ich hätte mir ein paar PDF Comics gemacht... Hellblazer wär jetzt nett. Bleach. Gin no Saji... Irgendetwas! ;_;

Yup, in den Bibliotheken kann man auch am Wochenend an die Rechner. Yay. 

1 comment:

  1. Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit in England: Mal wieder irgendwo verlaufen, dann irgendwo rein, weil es regnet ja irgendwie immer etwas. Nette Runde mit jungen Geschäftsleuten die auf einen AfterWorkDrink unterwegs waren, im Anzug und einer im SpidermanKostüm.....
    :D

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