Sunday, June 29, 2014

Und ein neuer Mitbewohner!

Sonntag
Ah, ist das schön, den Sonntag wieder für mich haben zu können. Nichtstun deluxe. Und Glenn kam auch erst gegen Abend heim, da konnte ich mich den ganzen Tag wohlfühlen.
Lecker Schpageddi mit Mentaiko!
Nachts im Bett dann schön Asthmaprobleme gehabt. Ich nehme an, weil ich gefegt habe tags, Staub und so. Meh. 
Geträumt, ich hätte einen wunderschönen Papageien gefunden und ihn Vlad genannt. Oh Vlad... 
Montag
Zu kurze Nacht. Danke, Herr Husten. Trotzdem aufgestanden und freie Zeit genossen bevor es an die Uni ging. Dort den Shinsengumi-Text fertig übersetzt (erste Version) und dann mehrere Stunden versucht, eine sinnvolle TB in MemoQ zu basteln. Vergeblich. Was raus kam, war 90% Quark. Zwei, drei Stunden meines Lebens an die Technik vergeudet.
Zwischendrin ne SMS vom Vermieter bekommen: Ende Juni zieht ein neuer Mensch hier ein. Wehe, der ist nachts nicht leise. Ich bekomme von der Idee Bauchweh. Ich brauche Schlaf, ich schreibe meine Masterarbeit, verdammt.
Anschließend bin ich zum neuen Aldi in der Nähe meines Hauses gelaufen. Mein erster Aldi-Besuch in GB. Nicht sooo aufregend. Im Grunde genommen der gleiche Kram, den Aldi in DL verkauft, nur in englischen (nicht besser). Meh.
Aldi. Sieht überall gleich aus. 
Bei heimkommen: keiner da. Mmmh.^^
Dienstag:
SMS von Adrian, der neue heißt Tim. Besten Dank für die Info, Mann. Wo wäre ich ohne den Namen?
Rasende Kopfschmerzen, schon die ganze Nacht. Trotzdem kann ich das Lunch-Picknick nicht absagen. Ich sage immer alles ab. Aber ich habe weder Lust, noch Energie. Kack Wetter.
Es fing dann noch an zu regnen. Das Picknick haben wir dann in der Lounge veranstaltet. Sehr nett. Lecker Obst!
Claire und Julian und unsere Gaben!
Gegen zwei sind wir dann aber doch alle in ERIC gewesen und haben gearbeitet. Ist ja, jetzt wo das Semester zu ende ist, immer nur bis 5 offen. Ich hab in 2 1/2 Stunden ein Rezept geschafft und dann noch ein bisschen anderes Zeug gemacht. Nice.
Ich wollte dann zum Bahnhof, meine London Tickets abholen. Nur, damit ich sie zu Hause anschauen und mich freuen kann. Ayako ist mit mir gegangen und ehe wir uns versahen, waren wir an ihrem Zuhause vorbei und endeten nicht nur am Bahnhof, sondern auch in der Stadt, Schuhe ansehen. Und dann bei Wetherspoon's weil Steak Day und lecker Ribs und so.
 Ribs! 
Tickets! Yay!
Guter Tag. Kopfschmerzen lassen sich besser aushalten, wenns nett ist.
Abends schön mit Jens geskypt.
Mittwoch:
Schön in der Nacht immerzu irgendein Alarm losgegangen. So 10 Minuten lang, dann 10-20 Minuten Pause, dann wieder los. Bis etwa 2 Uhr. Spaß.
Vormittags dann die Krawallnachbarn von der Parallelstraße wieder. Wer auch immer John ist, er scheint ein Aggressionsproblem zu haben und ca. 8 Leute mussten ihn davon abhalten, Leute und Autos zu vermöbeln. Ach, ist das schön hier.
Ich bin dann auch relativ früh an die Uni und hab zwei Rezepte geschafft! Das geht immer schneller und immer besser und ich freue mich über meine Korpusarbeit mit dem TB weil das die Konsistenz viel einfacher macht und ich freue mich, dass ich Mariko und Ayako Sachen fragen kann. Manches kommt einfach in Wörterbüchern nicht vor. Da braucht man einen echten Japaner zum fragen.
Wenn das nicht nach echter Bibliothek aussieht. 
Und das ist nur der Keller! 
Um Kochbücher zu recherchieren (und auch, um mich zu belohnen), bin ich Nachmittags dann zu Waterstones, unserem Buchladen. Ach, Bücher sind schon was feines. Ich könnt da den ganzen Tag rumlungern. Leider hatten die nur japanische Kochbücher, die mir so gar nicht helfen weil Fusionküche. Also zwei Stunden alles andere dort angesehen. Muss Kochbücher fürs Referencing woanders finden.
Ja, ein Ausflug in einen großen Buchladen ist toll! Und ja, das ist ein Ausflug, etwas für das man Zeit braucht.
Donnerstag:
Ich war ziemlich früh wach, um halb neun etwa. Wäre ich mal gleich aufgestanden und ins Bad gegangen.
Um kurz nach 9 zog unser neuer Mitbewohner ein. wer macht denn so etwas so früh am Morgen? Und ich, ungeputzte Zähne und im Pyjama. Toll. Also abwarten, bis die fremden Leute verschwanden und etwas Ruhe einkehrte, schnell angezogen.
Ich hab ja den Verdacht, dass GlennArschface Bescheid wusste, der war um 9 auf und unten in der Küche, wie um dem Neuen aufzulauern. Er sagt, wusste er nicht, ich glaub dem kleinen Scheißer aber gar nichts mehr.
Ich hab mich dann schnell fertig gemacht. Eigentlich wollte ich daheim bleiben und den Tag faulenzen, habs mir dann aber anders überlegt. Wenn jemand rumrumpelt, ist nicht gut chillen. Auf dem Weg raus hab ich freilich Hallo gesagt. Der Tim ist 29, studiert Engineering und behauptet, nicht auf Party aus zu sein. Wirkt auch nicht so. Haben ein halbes Stündchen geplauscht, war ganz nett. Hab ihn gebeten, immer die Fenster zu schließen wenn er weggeht, hinter sich sauber zu machen und ab 12 ruhig zu sein. Hat er verstanden. Hoffe ich. Ich hab ihm auch gesagt, dass ich oben alles hören kann was er macht... Nen Mädelstyp scheint er aber auch nicht zu sein.
Drückt mir die Daumen.
Nettes Café in Headingley. 
Hier gibts auch frischen Minztee!
Eigentlich war ich mit Lauren verabredet, zum erst Schnacken, dann ins Kino gehen, aber die ist krank. Also hab ich mich in den Park gelegt, gelesen und bin dann allein ins Kino. Abgesehen von den Filmen, die ich damals bei der Arbeit gesehen habe, war das mein erstes Mal allein im Kino. Aufregend. Na gut, eher nicht. Der Film, "The young and prodigious T.S. Spivet", war SUPER! Regie: der Typ, der uns die fabelhafte Welt der Amelie brachte. Ich hab gelacht und geweint, es war schön.
Zuhause: Ruhe. Ahhh, nice!
Freitag:
Also, Tim ist offenbar auch eher der Typ, der den Duschvorhang nicht ausbreitet (tatsächlich hab ich den Eindruck, er zieht ihn immer auf?), das Wasser und das Licht anlässt... Ich reg mich aber nicht drüber auf. Ich bin nur noch ein paar Wochen hier, ist alles nicht mein Problem. Soll denen doch das Haus unterm Arsch wegschimmeln wenn ich weg bin und die Stromrechnung explodieren.
Ich bin relativ früh in ERIC gewesen wo ich den ganzen Tag rum gegammelt habe. Wenig produktiv, aber mit Spaß. Abends wollten Ayako und ich zu einem Night Market auf der anderen Seite vom Fluss, aber es regnete in Strömen, da war uns nicht nach dem 30 Minuten Fußmarsch dorthin. Findet nächsten Monat wieder statt, keine Panik. Stattdessen sind wir auf der Suche nach Essen wieder durch die ganze Stadt geirrt und sind dann schließlich in einem spanischen Restaurant hängengeblieben. Boah, war das lecker!
Tapas waren zu schnell weg für ein Bild, hier die Paella.
Das ist für eine Person gedacht! Boah, waren wir, beide, voll!
Aber: Wenn ich im Juni im Übergangsmantel friere und meinen Atem sehen kann (!!!), dann muss ich das nicht Sommer nennen, oder? Irgendwo hörts ja nun auch auf.
Hinterher war ich super fertig! Als ich zu Hause später in den Spiegel schaute, war ich ernsthaft erschrocken über die dicken, schwarzen Augenringe die ich hatte! Wow! Früh ins Bett.
Samstag:
Früh aufgewacht, so gegen acht. Was gefrühstückt, dann wieder hingelegt und noch mal ein Stündchen geschlafen. Schlafen ist super!
Gegen Mittag an die Uni, schon wieder der Campus voller Metalheads weil irgendein Festival in der Union stattfand. In die Bib gesetzt und ein paar Stunden herumgedattelt.
Um drei mit Mariko K getroffen und Kaffee trinken gegangen. Sehr nett das. Auch weil wir größtenteils Japanisch sprechen.
Fancy österreichischer Kuchen und marrokkanischer Minztee.
Bei Heimkehr: Ross ist zurück!! Yay! In der Küche Ross, Renee  und Tim, alle fröhlich am kochen. Ich mich gleich dazu gesellt. Konnte nicht an mich halten und musste über Glenn lästern. Wollte ich eigentlich vor Tim nicht machen. Aber auch Ross und Renee fanden Glenns Zettel frech. Und Tim dachte, der ist hardcore sarkastisch gemeint. Dass Glenn dazu gar nicht fähig ist, weiß er ja noch nicht. Spaß hier! Ach, ist das schön meinen Rossie wieder zu haben!
Tim kauft sich meine Sympathie mit Essen.
Gute Taktik, Tim!
Hier: Eggmuffin. Sehr gut!
Kleine Glenn Anekdote dazu: Der Küchenschrank neben meinem gehörte Rob. Als der weg war, hat Glenn den, wie alles andere, in Beschlag genommen. Weil die Tür immer mit meiner aufgeht, konnte ich sehen, dass da Klamotten und Decken drin waren. Ziemlich voll. Die Chocopops die Rob dringelassen hatte, hatte auch Glenn liegengelassen. Als klar war, dass demnächst jemand neues hier einzieht, hat Glenn den Schrank leer gemacht. Es muss ihn tatsächlich einiges an Mühe gekostet haben, die Chocopops nicht mit rauszufegen als er sein Zeug da raus geholt hat. Ernsthaft, das war nicht einfach.
Ist das zu viel verlangt, das rauszufegen? 
Ich dachte mir: der Neue verdient nen sauberen Schrank und hab das Zeug da rausgenommen. Ist ja kein großer Akt. An dem Tag, als Tim hier einzog, hat Glenn den Schrank, jetzt sauber, in Beschlag genommen und Tim hat den unteren ohne Tür. Glenn hat jetzt den sauberen Schrank mit Tür und noch einen weiteren Schrank mit Tür unter der Spüle.
Darum glaube ich, dass Glenn ein schlechter Mensch ist. Selbstbezogen und asozial. Weil er Katholik ist, meine ich, er wird in der Hölle landen. 

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